„Wir dürfen uns nicht aus der Ruhe bringen lassen“

Ein Sieg (3:0 gegen Cottbus) und eine Niederlage (1:2 in Karlsruhe) stehen nach den ersten zwei Ligaspielen zu Buche. „Der Saisonstart wirkt etwas durchwachsen. Aber in Karlsruhe haben wir grundsätzlich ein gutes Spiel gemacht, mit ein bisschen mehr Glück hätten wir zumindest einen Punkt holen können“, sagt Großer. Das Pokalaus bei der SG Sonnenhof Großaspach bewertet unser Innenverteidiger hingegen anders. „Das war natürlich maximal unnötig. Das müssen wir uns selbst zuschreiben“, sagt Großer. Nach der zwischenzeitlichen Führung konnte das Spiel nicht über die Zeit gebracht werden.
Aufgearbeitet hat die Mannschaft die Partie inzwischen. „Wir hatten jetzt bereits zwei Videoanalysen, in denen es vor allem um Standardsituationen ging. Da waren wir am Samstag nicht sauber. Damit haben wir das Spiel jetzt aber auch abgehakt“, erklärt der 25-Jährige. Der Blick richtet sich nun wieder nach vorne: „Wir müssen uns jetzt wieder auf den Ligaalltag konzentrieren, daher liegt jetzt wieder der volle Fokus aufs Wochenende.“
„Man hat gefühlt nur unsere Fans gehört“
Über 2.000 Fans hatten die Mannschaft nach Großaspach begleitet und sorgten während der gesamten Partie für lautstarken Support. Aufgrund von Magenproblemen verfolgte Großer das Pokalspiel von außen und erlebte die Stimmung dadurch nochmal aus einer anderen Perspektive.
„Dass so viele Fans den Weg auf sich genommen haben, um uns zu unterstützen, war echt klasse. Von außen nimmt man die Stimmung natürlich nochmal anders wahr. Das war echt stark, man hat gefühlt nur unsere Fans gehört.“
Dass die Mannschaft den Anhängern die Unterstützung nicht mit dem gewünschten Ergebnis zurückgeben konnte, schmerzt ihn. Gleichzeitig weiß Großer um die Bedeutung des Supports für die kommenden Wochen. „Die Unterstützung für die nächsten Ligaspiele ist uns sehr wichtig, das gibt uns auch den Antrieb. Bei unseren Heimspielen sind die Fans unsere Energiequelle.“ Mit Blick auf die vergangenen Spiele in unserem Wohnzimmer ergänzt er: „Wenn man spürt, wie wir von unseren Fans angefeuert wurden, ist das unglaublich. Das wird auch in jeder Phase der Saison extrem wichtig bleiben.“Auch in Nürnberg wird die Mannschaft wieder von zahlreichen Arminen begleitet. Mehr als 1.500 Eintrittskarten sind für die Partie am Samstag bereits verkauft.
„Wir sind auf derselben Wellenlänge“
Neben der Unterstützung von außen sieht Großer auch den Zusammenhalt innerhalb der Mannschaft als wichtigen Faktor. Der 25-Jährige gehört mittlerweile zu den Dienstältesten im Kader des DSC und kennt die Gruppe entsprechend gut. „Der Zusammenhalt in der Mannschaft ist nach wie vor gut. Wir sind ungefähr alle im gleichen Alter, auf derselben Wellenlänge und verstehen uns gut“, beschreibt Großer die Mannschaft. Auch neben dem Platz verbringe die Gruppe viel Zeit miteinander. „Das müssen wir beibehalten, weiter zusammenwachsen und dürfen uns dabei nicht aus der Ruhe bringen lassen. Diesen Zusammenhalt wollen wir über die nächsten Monate weiter festigen. Das hat uns in der Vergangenheit immer ausgezeichnet.“
„Diese Intensität müssen wir wieder auf den Platz bringen“
Mit dem 1. FC Nürnberg wartet am Samstag eine Mannschaft, die einen nahezu perfekten Saisonstart erwischt hat. Zwei Siege in der Liga und das Weiterkommen im DFB-Pokal stehen für die Franken zu Buche. „Gerade offensiv haben sie ihre Stärken und haben in der Liga jetzt schon sieben Treffer erzielt. Da wartet auf jeden Fall Qualität auf uns“, weiß Großer.
Gleichzeitig möchte die Arminia an die Leistung beim 3:0-Heimsieg gegen Energie Cottbus anknüpfen. „Wir müssen es schaffen, Nürnberg permanent zu stressen. Das ist uns gegen Cottbus gut gelungen. Diese Intensität müssen wir jetzt wieder auf den Platz bringen, in den Zweikämpfen griffiger sein und diese auch gewinnen. Und vorne müssen wir natürlich kalt vor dem Tor sein“, sagt Großer.
Damit liegt der volle Fokus nun auf der nächsten Aufgabe in Nürnberg. Dort will die Arminia am Samstag den nächsten Schritt in der Liga machen. Anpfiff ist um 20:30 Uhr.

