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Schüco
DSC Arminia Bielefeld
Unsere Historie entdecken
1905
1920
1933
1970
1971
1980
1995
2004
2015
2021
1905
Wie alles begann

Die Anfänge und warum es manchmal orangene Trikots gibt.

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Was Willi Brüggemann an einem Sonntag des Jahres 1905 auf einer Wiese an der Bielefelder Oelmühlenstraße sah, hat ihn sehr irritiert: „Diese anstampfenden Spieler mit blau-weißer

Bluse und schwarzer Kniehose, dazu nach unserer damaligen Meinung mit Bergsteiger-Schuhen, wurden angestaunt und lächelnd bemustert. Wir waren gespannt der Dinge, die da kommen sollten. Bald löste sich das Rätsel, als die Übungen losgingen mit einem Ball, der mit den Füßen getreten bzw. gespielt wurde. Das war etwas ganz Neues, das war in Bielefeld noch nicht da gewesen.“

Bei besagten Gestalten handelte es sich um die Mannschaft des gerade gegründeten „Ersten Bielefelder Fußballclubs Arminia“, und der spätere Arminen-Torwart Brüggemann war nichtder einzige, der das Geschehen zunächst mit Skepsis beäugte. Mochte es in England seit Jahren eine professionelle Liga geben und der Fußball in anderen deutschen Regionen bereits auf dem Vormarsch sein: In der ostwestfälischen Provinz machte sich das „englische Spiel“ gerade erst auf, seinen Siegeszug anzutreten.

Vorreiter waren dabei der VfB 03 Bielefeld und eben Arminia. Hervorgegangen sind beide aus Gesellschaftsvereinen, deren Aktivitäten sich auf das gesellige Beisammensein bürgerlicher junger Leute bei Tanztees und ähnlichem beschränkten. Sport, zumal ein vermeintlich ungehobelter wie das Fußballspiel, war da nicht angesagt, und so blieb der Versuch zweier Mitglieder, dem Arminia-Vorgänger Terpsichore („Muse der Tanzkunst“) eine Fußballabteilung anzugliedern, im Ansatz stecken.

Dass ihr Antrag abgelehnt wurde, bewog Alwin Bohlen und Jonny Henningsen allerdings nicht, die Flinte ins Korn zu werfen. Kurz danach trafen sie sich mit dem Terpsichore-Vorsitzenden Emil Schröder und trieben die Angelegenheit weiter voran. Emil Schröder war sofort Feuer und Flamme für die ostwestfälische Idee des Fußballs, wobei nie vergessen werden sollte: Fußball war damals nicht nur vollkommen unbekannt, sondern auch in den meisten Schichten verpönt, damals wurde einfach lieber getanzt. Jetzt fehlten nur noch Mitstreiter und so vereinbarten Schröder, Bohlen und Henningsen über Zeitungsanzeigen nach diesen zu suchen.

Mit Erfolg: Am 14. April 1905 versammelten sich vierzehn Männer im Restaurant Modersohn im Keller des alten Bielefelder Rathauses und beschlossen die Gründung eines Fußballclubs. Am 3. Mai fand am gleichen Ort die Gründungsversammlung statt, zwei Wochen später auf dem Kesselbrink in der Innenstadt das erste Spiel gegen eine Mannschaftaus Osnabrück.

Auf Grund der Kürze der Zeit war es unserer Arminia leider nicht möglich, eine ausreichende Anzahl von Trikots - bzw. damals noch eine Art Hemd - zu beschaffen. Kurzerhand wurde ostwestfälisch improvisiert und unser holländische Mitgründungsvater organsierte uns noch ein Satz in der Farbe orange. Aus dieser Historie bedingt tauchen orangene Trikot immer mal wieder auch heutzutage auf.  

1920
Meister, die Alm, DSC

Bis dato sind der zweimalige Gewinn - in Serie - der Westdeutschen Meisterschaft die größten Erfolge des DSC. Der Umzug von der Pottenau auf die Alm läutete das ein, was wir heute alle kennen: Unser Stadion.

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Schon nach recht kurzer Zeit nach der Gründung ließen die ersten Erfolge nicht lange auf sich warten.  Bereits 1913 wurde Arminia, auf neuem Areal an der Pottenau, erstmals Westfalenmeister. Nach dem Ersten Weltkrieg startete der junge Verein dann richtig durch. In den 20er Jahren holten die Arminen den Westfalentitel in Serie und wurden zweimal Westdeutscher Meister. Diese beiden Titel sind bis heute genau genommen die größten Erfolge des Vereins. Und auch schon damals hatte unsere Arminia die Unterstützung der Fans sicher: Teilweise bis zu 8000 Arminen verfolgten unsere Auswärtsspiele, was - auf Grund der infrastrukterellen Lage - noch größer erscheint, als es ist, denn es war nicht unüblich, dass man für die An- oder Abreise auch mal eben zwei bis drei Tage benötigte. Verglichen mit heute wird hier ersichtlich, was Arminia schon damals für einen enormen Stellenwert inne hatte, denn andere Vereine waren zu diesen Zeiten noch in dern Kinderschuhen, was die Popularität und reisenden Anhänger anging.

In der Endrunde um die Deutsche Meisterschaft scheiterte man aber sowohl 1922 als auch 1923 im Viertelfinale. Dennoch waren die Spiele gegen Wacker München bzw. Union Oberschöneweide ein Vorgeschmack auf das, was zum Leitmotiv des ostwestfälischen Provinzclubs werden sollte: der Versuch, sich mit aller Leidenschaft im Konzert der Großen zu behaupten und etwaige spielerische Defizite durch vermehrten Kampfgeist, Unerschrockenheit und auch eine gehörige Portion Verrücktheit wettzumachen.

1926 passierten dann gleich zwei ostwestfälisch-elemtare Dinge auf einmal: einerseits benannten wir uns um in "Deutscher Sportclub (DSC) Arminia", anderseits hatten wir eine neue Spielstätte: Von der Pottenau (auf der heutzutage übrigens die Firma "Stockmeier" ansässig ist, auch heutzutage Partner des DSC) wurde umgezogen und zwar auf ein Stückchen Wiese, welches wir von Bauer Lohmann pachteten. Es gibt diverse Legenden, wie es zu dem Namen Alm kam, der plausibelste ist und bleibt: Irgendwer sagte: "Hier sieht es ja aus, wie auf einer Alm", was - verinnerlicht man sich die damaligen hügeligen Gegebenheiten vor Ort - schon ganz OK hinhauen kann. Die lustige auf Wikipedia veröffentlichte Anekdote, dass man genau ein Jahr für den Aufstieg und ein Jahr für den Abstieg benötigt, wenn man in Bielefeld spielen möchte, ist in unserem Kontext unplausibel.

 

1933
Nie wieder!

Das dunkelste Kaptitel der Vereinshistorie.

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Nach den von den Nazis installierten Gauliga Westfalen, welche gleichzeitig die höchste Spielklasse war, spielte der DSC in dieser ein fußballerisch eine große Rolle.

1940 wurde man Vizemeister - hinter dem Seriensieger jener Zeit, dem FC Schalke 04. Weniger erfreulich war die Rolle des Clubs im Nationalsozialismus, der von vielen Arminen freudig begrüßt und aktiv gefördert wurde.

Dass der ehemalige Präsident Julius Hesse, der den Verein während der ersten Finanzkrise 1909 vor dem Untergang bewahrt hatte, später in Auschwitz ermordet wurde, verdeutlicht die verachtenswerte Niedertracht dieser Zeit. Heute geht Arminia offen mit dieser Vergangenheit um.

So wurde 2003 dem im Warschauer Ghetto ums Leben gekommenen Juden Fritz Grünewald, einst Vorstandsmitglied beim DSC, die ihm einst abgenommene Clubehrennadel posthum wieder zuerkannt.

Zusammen mit verschiedensten Abteilungen und den Fans wurden die Stolpersteine in Bielefeld für Julius Hesse und Fritz Grünewald realisiert.

Am 27.1 jeden Jahres ist der "Internationale Tag des Gedenkens an die Opfer des Holocaust", an diesem Tag finden beim DSC umfangreiche Maßnahmen und Aktionen statt, die einerseits daran einnern, was für eine perverse Zeit der Nationalsozialmus war, und andererseits aktiv daran mitarbeitet, dass diese Vergangenheit sich nicht - auch nur ansatzweise - in der Zukunft wiederholt.

1970
Das 1. Mal Bundesliga

Der Weg von der Nachkriegszeit bis zur Bundesliga verlief alles andere als gradlinig.

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Nach dem Kriegsende, das die Arminen als Kriegsspielgemeinschaft mit dem Lokalrivalen VfB 03 erlebten, waren sportliche Erfolge zunächst Mangelware, sieht man vom Aufstieg in die Oberliga West im Jahr 1949 einmal ab. Sich mit Kalibern wie Schalke, Dortmund, Köln oder Rot-Weiß Essen zu messen, war den Arminen freilich nur eine Saison vergönnt, und als
sie vier Spielzeiten darauf auch aus der 2. Oberliga abstiegen, drohten sie in der Bedeutungslosigkeit zu verschwinden.

Umso wichtiger war, dass dem DSC zwischen 1961 bis 1963 erst der Wiederaufstieg in die 2. Oberliga gelang und unmittelbar darauf als Siebter die Qualifikation für die Regionalliga West, dem Unterbau der neu installierten Bundesliga. Nun, wo sie wieder Blut geleckt hatten, setzten sich die Blauen bald neue Ziele. Der Traum von der Bundesliga wurde immer offensiver verfolgt.

Aber auch wenn die Arminen meist im Vorderfeld der Regionalliga mitspielten, dauerte es einige Jahre, bis seine Realisierung Gestalt annahm. Am 27. Juni 1970 hatte es der DSC endlich geschafft. Nach einem zweiten Platz in der Regionalliga setzte sich der Club in der Aufstiegsrunde gegen den Karlsruher SC, den SV Alsenborn, TB Berlin und den VfL Osnabrück durch.

1971
Canellas Tonband

Die bitterste Stunde des Vereins, die Rückkehr ins Oberhaus und der 120 Tore Sturm.

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Die Bundesliga wurde indes zum Alptraum, der den Verein fast seine Existenz gekostet hätte. Derweil die Bielefelder im Juni 1971 noch den geglückten Klassenerhalt feierten, löste ein Gartenfest des Offenbacher Präsidenten Horst-Gregorio Canellas eine Lawine aus, die den deutschen Fußball unter sich zu begraben drohte. Canellas hatte nämlich Ungeheuerliches zu
berichten: In der Bundesliga wurde geschoben, und das nicht zu knapp.

Wenige Monate darauf wurde der DSC wegen seiner Verstrickung in den Bestechungsskandal zunächst zum Zwangsabstieg in die Amateurliga verurteilt, eine Sanktion, die nachher glücklicherweise revidiert wurde. Doch auch die Rückstufung in die Regionalliga und die Geisterspiele der Rückrunde 1971/72 trafen den DSC hart. An den Erwerb größerer Meriten war vorerst nicht zu denken. Die Qualifikation für die neue Zweite Liga Nord 1974 durfte unter den gegebenen Umständen schon als beachtlicher Erfolg gelten.

Erst 1977 hatte sich Arminia soweit von den Folgen des Bundesligaskandals erholt, dass der Blick wieder nach oben gerichtet werden konnte. Das Jahr bescherte den Bielefelder Fans spektakulären Fußball, mit dem unglücklich verlaufenen Relegationsdrama gegen München 1860 aber kein Happy End. Doch ein Jahr später holte die Elf von Trainer „Kalli“ Feldkamp
das Versäumte nach und kehrte nach sechs Jahren ins Oberhaus zurück.

Wenn auch bloß für ein Jahr, weil es dem seinerzeit als „Feuerwehrmann“ profilierten Otto Rehhagel nicht gelang, das Team in der Liga zu halten. Dafür dominierte der DSC ein Jahr später die Zweite Liga wie kein anderes Team davor und danach. 66:10 Punkte bei einem Torverhältnis von 120:31 setzten eine bis heute unerreichte Marke.

1980
Vom Glänzen und Fallen

Die 80er waren nicht nur musikalisch interessant, hier hatte unser DSC auch die fettesten Jahre im 20. Jahrhundert. Man sprach schon vom UEFA-Cup, doch dann kam 1985.

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Es folgte die vielleicht beste Zeit in der Geschichte Arminias. Fünf aufeinander folgende Saisons, von 1980 bis 1985, gehörte der Verein der Ersten Bundesliga an und erreichte mit den jeweils achten Rängen 1982 und 1983 seine besten Platzierungen überhaupt.

Aber ausgerechnet, als sich der Club erstmals im Oberhaus zu etablieren schien, als man gar das Wort „UEFA-Pokal“ in den Mund nahm, holte ein unerwarteter Abstieg die Arminen 1985 zurück auf den Boden der Tatsachen. Es wurde ein harter Aufprall, weil sich schnell herausstellte, dass der DSC in den vermeintlich fetten Jahren über seine Verhältnisse gelebt
hatte. Unser damliger Schatzmeister Hubert Neugebauer beschrieb die Situtaion im Jahre 1986 wohl am besten: "Alles, was der Verein noch besitzt, ist ein Ball und ein Kreide.

1995
Stehaufmännchen DSC

Ende der 80er bis Mitte der 90er war für Arminia eine Achterbahnfahrt, die eigentlich nur eine Richtung kannte, nämlich abwärts im Vollsprint.
Bis zum Jahre 1995.

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Innerhalb von drei Jahren wurde Arminia von der Beletage bis in die Oberliga durchgereicht. Schlimmer noch als der sportliche Absturz waren die wirtschaftlichen Kalamitäten, die sich als so gravierend herausstellten, dass nur ein gerichtlicher Vergleich den Verein retten konnte.

Danach versuchte das neue Präsidium um den pensionierten Studiendirektor Wolfgang Walkenhorst, der auf dem Höhepunkt der Krise die als erste Frau zur Vorsitzenden eines Proficlubs gewählte Gisela Schwerdt abgelöst hatte, den DSC in ruhigere Fahrwasser zu
führen.

Das galt leider auch für den Spielbetrieb, denn vom aufregenden Bundesligazirkus waren die Blauen vorerst soweit entfernt wie die Erde vom Mond. Nachdem sie in zwei Anläufen den Wiederaufstieg in die Zweite Liga nur knapp verfehlt hatten, folgten graue Jahre in der Drittklassigkeit, die erst 1995 zu Ende gingen.

2004
Rekordaufsteiger Teil 1

Ein Auftritt des Präsidenten im "Aktuellen Sportstudio" sorgte für interessanten Ansätze hinsichtlich der Rasenfarbe. Spieler wurden in Küchenstudios präsentiert und der Satz: "Knien sie nieder, sie Bratwurst" wurde in den ostwestfälischen Duden aufgenommen. Und sonst so?

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Ein neuer Manager (Rüdiger Lamm), ein neuer Trainer (Ernst Middendorp) und einige neue, erfahrene Spieler (Thomas von Heesen, Fritz Walter, Jörg Bode, Armin Eck) verhalfen den Arminen zu ihrem Comeback im Profifußball. Damit nicht genug, glückte der sofortige Durchmarsch in die Eliteklasse. Dort hielt er sich mal besser, mal schlechter.

Vier Bundesligaabstiegen in den Jahren 1998, 2000, 2003 und 2009 stehen drei weitere Aufstiege 1999, 2002 und 2004 gegenüber, womit Arminia insgesamt siebenmal in die höchste deutsche Spielklasse befördert; damals der Rekord für den Begriff "Rekordaufsteiger".

In jedem Fall spricht diese Zahl für die Nehmerqualitäten des Vereins, der bis jetzt nach jedem Niederschlag wieder aufgestanden ist und stets versucht hat, unter nicht immer leichten ökonomischen Bedingungen das Optimale aus seinen Möglichkeiten zu machen.

2015
Gänsehautentzündung

Ein Ritt zwischen den Ligen, die Anfield Road Ostwestfalens und feiern bis der Arzt kommt und die Flutlichtanlage ausmacht nach dem DFB-Pokal Halbfinale.

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Unter der neuen Geschäftsleitung in Form von Samir Arabi, der 2011 zu uns kam und mit sage und schreibe einem einzigen Spieler, den wir noch unter Vertrag hatten, einem neuen Trainer (Markus von Ahlen) und einer nahezu neu zusammengestellten Mannschaft (inklusive eines Spielers namens Fabian Klos) von Samir Arabi, folgte ein kompletter Umbruch bei Arminia. Den Abstieg in die Drittklassigkeit wollte man so schnell wie möglich vergessen machen. Doch aller Anfang ist schwer und so musste sich nach zehn sieglosen Ligaspielen von Ahlen wieder verabschieden und seinem Co-Trainer Stefan Krämer das Amt des Cheftrainers überlassen.

Unter ihm gelang dem schon abgeschriebenen DSC die Wende: Während man sich am 10. Spieltag noch auf den Abstiegsrängen befand, rettete sich die Krämer-Elf bis Saison-Ende auf Platz 13. Krämer schien ein Händchen für die Jungs zu haben und die Positiv-Serie setzte sich auch in der darauffolgenden Saison 2012/13 weiter durch. Nach einer herrausragenden Runde wurde am vorletzten Spieltag mit einem 1:0-Heimsieg gegen den VfL Osnabrück die Rückkehr in die 2. Liga perfekt mache.

Am 15. Juli 2013 trat Dr. Jörg Zillies aus privaten Gründen von seinem Amt als Präsident und Aufsichtsratsvorsitzender zurück. Interimsmäßig übernahm Hans-Jürgen Laufer seine Amtsgeschäfte und wurde am 21. August auf einer außerordentlichen Mitgliederversammlung zum neuen Präsidenten gewählt. Im Laufe der Zweitliga-Saison veränderte der Aufsichtsrat sich jedoch erneut. Hartmut Ostrowski wurde am 27. November 2013 zum neuen Vorsitzenden des Gremiums gewählt.

Sportlich gelang unter Stefan Krämer ein guter Start in die Zweitliga-Saison. Zwischenzeitlich war man sogar Dritter, doch auch aufgrund einer Serie von sieben Niederlagen in Folge überwinterte man in Abstiegsgefahr. Der Start in die Rückrunde misslang mit nur einem Punkt aus drei Spielen, Arminia rutschte in die Abstiegszone und musste sich im Februar von Stefan Krämer trennen. Norbert Meier übernahm fortan dessen Tätigkeiten und erreichte mit seiner Mannschaft am letzten Spieltag in Dresden zumindest den Relegationsplatz. Das Hinspiel beim SV Darmstadt 98 gewann der DSC mit 3:1. Doch das Heimspiel verlor Arminia nach einem Gegentor in der Nachspielzeit mit 2:4 nach Verlängerung und stieg erneut in die 3. Liga ab. Dieser bittere Moment gesellte sich zu den vielen bitteren Momenten innerhalb der Vereinshistorie des DSC, doch löste auch eine ostwestfälische Trotzreaktion aus, denn in den Tagen danach hatten wir den höchsten Zulauf aller Mitgliedschaften der Vereinshistorie. Es konnte und es sollte wieder aufwärts gehen.

Mit einer runderneuerten Mannschaft spielten die Blauen eine erfolgreiche Hinrunde und überwinterten mit fünf Punkten Vorsprung auf einen Nichtaufstiegsplatz. Das Jahr 2015 begann fulminant. Im ersten Spiel des Jahres gab es eine 0:3-Auftaktniederlage bei Fortuna Köln, eine Woche später einen 4:2-Erfolg gegen den MSV Duisburg. Auch das Derby beim VfL Osnabrück konnte mit 4:0 gewonnen werden. Die guten Leistungen zogen sich durch die gesamte Rückrunde und den Lohn harter Arbeit gab es am vorletzten Spieltag im letzten Heimspiel gegen Absteiger Jahn Regensburg als ein 2:2 zum direkten Wiederaufstieg in die 2. Liga reichte. Zudem erreichte der DSC im DFB-Pokal zum dritten Mal in der Vereinsgeschichte das Halbfinale. Hier verlor man mit 0:4 gegen den VfL Wolfsburg. Auch wenn eine Niederlage nie schön ist, es kam zur Premiere: Wir feierten unsere Arminia so unfassbar laut, dass der VfL nicht in der Lage war, mit ihren Anhängern den Finaleinzug zu zelebrieren, der Vfl zog sich in die Gästekatakomben zurück. Natürlich standen wir da alle immer noch Kopf und hatten 30 Minuten nach dem Spiel immer noch die sogenannte Gänsehautentzündung.

 

2021
"Du bist das, was fehlt."

Das Plätschern der 2. Liga, Umbruch, Aufbruch, das Bündnis und die Frage nach dem, was beim Fußball wirklich wichtig ist.

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In der zweiten Liga angekommen verblieb der DSC in den Jahren bis ins Jahr 2020 in der 2. Bundesliga - für ostwestfälische Verhältnisse - recht unspektakulär. Einzige Ausnahme war sicherlich die Saison 16/17, wo kurzfristig wieder Zweifel im Verbleib der zweithöchsten Spielklassen angebracht waren und zwar nicht nur als typisch denkender - "das wird garantiert wieder nichts"  Arminia Fan, sondern berechtigt. Doch dann kam ein Spiel in der SchücoArena gegen den BTSV, eine vorherige Kabinenansprache, die viral ging, ein 6:0 Heimsieg, sowieo ein Unentschieden in Dresden und am Ende war der Nichtabstieg das zu feiernde Element.

Doch Arminia wäre nicht Arminia, wenn nicht von irgendwo etwas Unvorhergesehenes passiert, was sich im Jahr 2017 in Form finanzieller Diskrepanzen bestätigen sollte. Das ist nun erstmal nichts Neues in der langen Historie, doch dieses Mal lief alles wirklich anders: In Form von Markus Rejek wurde ein neuer Geschäfstführer eingestellt. Ihm gelang es überhaupt zum ersten Mal, mehrere Partner und Förderer in Form des "Bündnis Ostwestfalen" zu einen, die gemeinschaftlich den Verein vor der drohenden Insolvenz rettenten, sondern baute durch und mit diesem Bündnis auch gleichzeitig das auf, was der Verein so unendlich braucht: Ruhe und Zuversicht. 

Man kann nun sagen, dass der DSC sich seit über 115 Jahren immer wieder neu aus der Not erfunden musste, doch ab 2017 geschieht dies nicht auf Grund der Not, sondern durch Mut heraus. Und aus müssen ist machen, dürfen und können geworden. Das wir uns neu erfunden haben sei nur zwei kleinen Beispielen erörtern: Wir sind der 1. Verein in Deutschland, der die Abteilung "Fußballkultur und Soziales" aufgebaut hat und wir sind der erste Verein, der mit der Abteilung "Städtepartnerschaften" die Region aktiv in den Verein mit einbezieht und lebt.

In der Saison 2019/20 passte dann wirklich alles: Mit dem Trainer Uwe Neuhaus, den Geschäfstführern Samir Arabi und Markus Rejek gelang uns der 8. Aufstieg in die Bundesliga. Und unsere Aufstiegsshirts mit dem Aufdruck "Alle ACHTung" waren so gut, dass der Slogan sogar von dem Verein der bayrischen Landeshauptstadt - wenn auch in einem anderen Kontext auf ihren Shirts - gekupfert wurde. Auf jeden Fall war der DSC wieder da.

Und dann kam die Pandemie, wir waren und sind wirklich in der Bundesliga und wir dürfen keine Fans in die SchücoArena lassen, was bis heute anhält. Natürlich wird einem in solchen Momenten bewusst, was dieser ganze Sport ausmacht, für einen selbst, für den Fan von heute und den, der es morgen wird, für die Region Ostwestfalen Lippe und darüber hinaus, für alle, die uns nahe stehen. Ein Spiel ohne Fans ist in etwa so attraktiv, wie Currywurst ohne Pommes, wie Bier ohne Krone oder Ostwestfalen-Lippe ohne den Teutoburger Wald, die Sparrenburg und das Hermannsdenkmal. Und ohne Menschen.
Kann man alles machen, bleibt aber seelenos und fad und traurig.  

Von daher bleibt uns im Frühjahr 2021 nur die Hoffnung, dass der Autor dieser Zeilen das Ende der bisherigen Historie schnellstmöglich umschreiben darf und wird, wenn es vorbei ist, denn der Tag wird kommen. 
Weil: Ohne Euch ist schei**e. Denn du bist das, was zählt. 

 

 

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UNSER NEUES TRIKOT 2021/22

Kein Plastikclub - Deshalb genug Stoff für Geschichten!

Geschichten vom Hinfallen und immer wieder Aufstehen. Wir Arminen kennen zweite Chancen, aber keinen zweiten Planeten! 

Deshalb bestehen unsere neuen Trikots aus 13 zu 100% recycelten 0,5l PET-Flaschen. Die Produktion der Trikots hat unser Ausrüster Macron nach dem "Global Recycled Standard" zertifizieren lassen. Die Verpackung unserer neuen Trikots besteht zudem aus 100% recyeltem Material und ist ebenfalls "GRS" zertifiziert.