Wiedersehen nach längerer Zeit

Nach drei Jahren ohne ein Duell gegeneinander, freuen wir uns am Sonntag (13:30 Uhr) erstmals wieder den 1.FC Magdeburg empfangen zu dürfen. Die Landeshauptstadt von Sachsen-Anhalt , in der der 1. FCM beheimatet ist, bringt viele erfolgreiche Sportler heraus und für diese erbaute die Stadt im Jahr 2007 den ersten „Walk of Fame“ für Sportler und Mannschaften. Zu den geehrten Personen zählen unter anderem Stefan Kretschmar (Handball), Antje Buschschulte (Schwimmen) oder Jürgen Sparwasser (Fußball).
Auf dem „Walk of Fame“ ist auch der 1. FCM verewigt, weil der Klub auf eine erfolgreiche Historie zurückblicken kann. 1972, 1974 und 1975 gewann der Ost-Klub die DDR-Meisterschaft. Zudem findet der größte Erfolg einer DDR-Mannschaft Platz in der Vitrine der Magdeburger: In Rotterdam besiegte der FCM am 8. Mai 1974 den großen AC Mailand mit 2:0 und gewann den Europapokal der Pokalsieger. Ein weiterer Verein Magdeburgs, der auf dem „Walk of Fame“ verewigt wurde, ist der SC Magdeburg. Die Handballer des SCM haben bereits 34 Titel gewonnen und werden deutschlandweit nur vom THW Kiel übertrumpft. Im Jahr 2002 gewann die Handballabteilung als erste deutsche Mannschaft die Champions League nach Hin- und Rückspiel gegen den ungarischen Vertreter KC Veszprem.
Neben einer bewegenden sportlichen Geschichte spielt Magdeburg für viele berühmte Persönlichkeiten eine wichtige Rolle und betitelt sich selbst aufgrund dessen als „Ottostadt“. Neben einer bewegenden sportlichen Geschichte hat die sogenannte „Ottostadt“ auch andere spannende Geschichten zu erzählen. Aber warum eigentlich „Ottostadt“? Aufhänger dafür waren der erste deutsch-römische Kaiser Otto der Große und Otto von Guericke, ein Erfinder und Diplomat. Beide sind direkt mit der Stadt Magdeburg verbunden und haben die Geschichte der Landeshauptstadt geprägt. Die Interpretation für die „Ottostadt“ besteht darin, dass Magdeburg geschichtsbewusst und zukunftsträchtig gleichzeitig sein möchte.
Zurück in der Gegenwart spielt der Verein aus dem Osten Deutschlands nach zwei Jahren Abstinenz wieder in der zweiten Bundesliga. Unter Trainer Christian Titz beendeten die Blau-Weißen die vergangene Drittligasaison als Meister und durften den Aufstieg feiern. Bevor es zum Duell in der Schüco Arena kommt, rangiert Magdeburg aktuell mit 17 Punkten auf dem 14. Tabellenplatz. Allerdings stellt der FCM mit 29 Gegentore die schlechteste Defensive der Liga. Offensiv versucht Moritz-Broni Kwarteng dabei zu helfen, dass das Punktekonto anwächst. Der Offensivallrounder kann schon sieben Scorerpunkte verbuchen (Vier Tore und drei Assists). Kwarteng steht beispielhaft für die junge Mannschaft der Magdeburger. Mit einem Durchschnittsalter von 24,3 Jahren ist die Titz-Truppe gleichauf mit dem FC Sankt Pauli. Einzig Greuther Fürth (23,6 Jahre) und der Hamburger SV (23,4 Jahre) verfügen über eine jüngeres Team. Nicht ganz in die Altersstruktur passt dabei ein Ex-Armine. Innenverteidiger Malcolm Cacutalua gehört mit 27 Jahren schon zu den Routiniers im Kader. In der Saison 2016/17 streifte er sich das Trikot des DSC über und absolvierte 14 Partien.
Der Verteidiger kennt die Schüco Arena also bereits bestens. In Bielefeld wird seine Mannschaft von zahlreichen Anhängern unterstützt. Mit durchschnittlich 2.869 Fans begeben sich nur zu Auswärtsauftritten des HSV und des FC Kaiserslautern noch mehr Fans. Aufgrund dieser Info freuen wir uns am Sonntag auf ein stimmungsgeladenes Spiel, für welches es hier noch Karten gibt!

