3:1-Heimsieg zum Jahresabschluss!

Personell war DSC-Trainer Daniel Scherning im Vergleich zum Auswärtssieg in Paderborn zum Handeln gezwungen, denn mit Lukas Klünter, Ivan Lepinjica und Sebastian Vasiliadis fehlten gleich drei Spieler gesperrt. Für Lukas Klünter verteidigte rechts hinten Christian Gebauer und anstelle der beiden zentralen Spieler Ivan Lepinjica und Sebastian Vasiliadis rückten Manuel Prietl und Jomaine Consbruch in die Anfangself.
Bei schönstem Sonnenschein in der Schüco Arena brauchten beide Mannschaften nicht lange, um ins Spiel hineinzukommen. Direkt in der ersten Minute setzte Guilherme Ramos nach einem Freistoß von Robin Hack zum Fallrückzieher an, verfehlte aber das Tor. Doch auch die Magdeburger setzten in der Anfangsphase ein offensives Zeichen, nachdem Moritz Kwarteng am Sechzehner der Arminia ins Dribbling ging und zum Schuss ansetzte. Allerding blockte Ramos den Ball ab, sodass dieser nur auf dem Tordach landete. Eine Anfangsphase vor über 24.000 Zuschauern in einer stimmungsvollen SchücoArena, die Lust auf mehr machte.
In der intensiven Anfangsphase hatte Bastian Oczipka die beste Möglichkeit auf die Führung für Arminia - der Linksverteidiger verfehlte mit seinem Abschluss das Tor nur um Zentimeter (5.). Vorausgegangen war ein tiefer Ball von Marc Rzatkowski auf Robin Hack, der Übersicht bewies und auf Oczipka ablegte.
Die Gäste aus Magdeburg kontrollierten danach weitestgehend das Spiel, aber Arminia verteidigte kompakt und ließ wenig zu. Nach Ballgewinnen im Mittelfeld versuchte der DSC, schnell umzuschalten, doch eine Flanke von Masaya Okugawa rutschte Janni Serra über den Fuß (12.), den nächsten Flankenball von Okugawa nur wenige Minuten später verpasste Hack am zweiten Pfosten knapp. Mit zunehmender Spieldauer kam der Aufsteiger immer besser in die Partie, doch die Defensive um den einmal mehr starken Arminia-Torwart Martin Fraisl hielt Stand.
Dann durfte der Großteil der 24.148 Zuschauer das erste Mal für Schwarz-Weiß-Blau jubeln! In der 30. Spielminute geriet ein Rückpass von Magdeburg-Verteidiger Alex Bittroff zu kurz und Jomaine Consbruch erahnte die Situation. Im Sechzehner dribbelte er FCM-Torhüter Dominik Reimann mit einer Körpertauschung aus und auch der Verteidiger auf der Linie brachte Consbruch nicht aus der Ruhe und so schoss Jomaine zur Führung ein. Dass der Treffer des gebürtigen Bielefelders vor der Süd fiel und er gleichzeitig seinen ersten Zweitliga-Treffer im Dress des DSC feiern durfte, soll an dieser Stelle nicht unerwähnt bleiben.
Bis zur Pause drängte der starke 1. FC Magdeburg auf den Ausgleich, doch entweder verfehlten die Versuche das Gehäuse oder Fraisl war zur Stelle. Deshalb ging es mit der knappen 1:0-Führung in die Halbzeit.
Marc Rzatkowski blieb in der Kabine und wurde durch Frederik Jäkel ersetzt. Das Bild des ersten Spielabschnittes änderte sich auch nach der Pause nicht. Magdeburg hatte die Spielkontrolle, Arminia verteidigte leidenschaftlich und konzentrierte sich auf ein schnelles Umschaltspiel nach Ballgewinnen, aber Hack und Okugawa konnten mit ihren Abschlüssen die Führung noch nicht ausbauen.
Wie schön der Fußball sein kann, zeigte der DSC dann mit einem Doppelschlag in der 65. und 72. Minute – doch eins nach dem anderen. In der 64. Minute wurde Masaya Okugawa auf der linken Außenbahn freigespielt und setzte zu einem starken Dribbling an. Er nahm – auf der Grundlinie stehend – erst Tempo aus der Aktion, um dann mit einem genialen Hackentrick seinen Gegenspieler aussteigen zu lassen. Von der Torauslinie legte der Japaner die Kugel scharf auf den zweiten Pfosten, wo Christian Gebauer frei zum Schuss kam und den Ball artistisch im Knick unterbrachte. Jubel, Erleichterung, Freude - der DSC erhöhte auf 2:0. Doch damit nicht genug.
Nur drei Zeigerumdrehungen später holte Robin Hack eine Ecke für Arminia heraus. Die Hereingabe wurde zunächst per Kopf geklärt, landete jedoch 20 Meter vor dem Tor abermals bei Robin Hack. Dieser nahm den Ball volles Risiko aus der Luft und jagte das Spielgerät in die Maschen. Was für ein Tor! 3:0.
Die Magdeburger gaben jedoch nicht auf und kamen durch den eingewechselten Ito zum völlig verdienten Anschlusstreffer (73.). Die anschließende Drangphase der spielstarken Gäste überstand der DSC auch dank eines einmal mehr blendend aufgelegten Martin Fraisls. Dass Fabian Klos kurz vor Schluss noch eingewechselt wurde und damit seinen nun 401. Pflichtspieleinsatz im DSC-Dress feierte, setzte dem gelungenen Tag die Krone auf.
Es blieb beim 3:1! Durch den zweiten Sieg in Folge sammelt Arminia ordentlich Selbstvertrauen und beschließt das keinesfalls einfache Fußballjahr 2022 mit einem positiven Gefühl.
DSC Arminia Bielefeld:
Fraisl – Gebauer, Ramos, Andrade, Oczipka – Consbruch (82. Kanuric), Prietl (C), Rzatkowski (46. Jäkel) – Okugawa (90. Klos), Serra (62. Lasme), Hack (82. Bello).
1. FC Magdeburg:
Reimann – Bittroff (67. Lawrence), Elfadli, Gnaka – El Hankouri, Müller, Krempicki, Bell Bell – Kwarteng – Léo Scienza (57. Ceka), Atik.
Tore:
1:0 (30.) Consbruch, 2:0 (65.) Gebauer, 3:0 (72.) Hack, 3:1 (73.) Ito.
Gelbe Karten:
Consbruch, Rzatkowski/Bell Bell
Zuschauer:
24.148

