Punktgewinn gegen Kaiserslautern

Cheftrainer Mitch Kniat tauschte in der Startformation zweimal aus: Für Christopher Lannert und Joel Grodowski starteten Noel Sarenren Bazee und Marius Wörl. Leon Schneider musste kurzfristig krankheitsbedingt passen. Arminia in der Anfangsphase mit mehr Spielanteilen und unserem Turbo-Duo Momuluh und Boakye auf der rechten Seite. Erste vielversprechende Aktion nach sechs Minuten: Freistoß von Tim Handwerker auf Maximilian Großer, dessen Kopfball aber knapp das Ziel verfehlte. Schlussmann Jonas Kersken hatte einen recht entspannten Nachmittag, denn Aktionen fanden überwiegend in der Lauterer Hälfte statt.
Auch die zweite gefährlich Aktion hatte denselben Bauplan: Freistoß Handwerker von fast exakt derselben Stelle auf der rechten Seite, doch am Fünfmeterraum kommt Sarenren Bazee (12.) minimal zu spät. Arminia in dieser Phase mit rund 70 Prozent Ballbesitz und gefährlich immer wieder bei Standardsituationen, von denen aber keine zielführend war. Auch wenn es nach 23 Minuten vermeintlichen Grund zur Freude gab. Doch ein Sololauf von Wörl, inklusive erfolgreichem Abschluss, wurde wegen Abseits abgepfiffen. Ähnliches Szenario auf der Gegenseite: Nach einem Schuss von Marlon Ritter drückt Daniel Hanslik (26.) aus leichter Abseitsposition den Ball über die Linie.
Doch Lautern nun wacher und immer mal wieder über Konter gefährlich, vor allem Ritter sorgte für Betrieb auf der linken Seite. Kurz vor der Pause Alarm im Lauterer Strafraum: Zunächst wird Momuluh gefoult, doch Boakye (43.) nutzt den Vorteil, läuft halbrechts in den Strafraum, verzieht dann aber ans Außennetz. Schade, da war mehr möglich. Arminia in der ersten Hälfte mit fast 73 Prozent Ballbesitz, aber noch ohne nachhaltigen Ertrag, da die Gäste in einem engen Defensivblock kaum bespielbare Räume zuließ.
Den Ertrag hätte es dann fast kurz nach Wiederbeginn gegeben. Doch einen satten Schuss von Wörl aus 25 Metern klärte Lauterns Torwart Julian Krahl mit beiden Fäusten soeben noch zur Ecke. Ansonsten zunächst eine Kopie der ersten Hälfte: Arminia hat den Ball, Lautern wartet ab. Und kommt ab und zu durch Hanslik (56.) zu aussichtsreichen Szenen, die aber entweder weit vorm Tor oder spätestens am Strafraum (Ritter, 58.) dann auch wieder vorbei sind. Ein Hallo-Wach-Schuss dann nach einer Stunde: An der Strafraumkante hält Stefano Russo einfach mal drauf, zielt aber zu genau und trifft die Querlatte. Wäre ein Treffer Marke „Traumtor“ geworden. Arminia legt offensiv für die Schluss-Viertelstunde nach, bringt Joel Grodowski und Isi Young. Die Ballbesitz-Quote erreicht mit zeitweilig 76 Prozent einen weiteren Top-Wert, nur fehlt auch weiterhin der eine Schuss ins Glück. Oder gern auch ein Kopfball. Aber selbst der will nicht gelingen. Ecke von Wörl und Felix (85.) taucht ab, aber Krahl mit einer weiteren Glanzparade. Die Führung in den Schlussminuten überfällig! Arminia legt nach und Lautern schmeißt sich in jeden Schuss: Wörls Schuss aus 16 Metern wird glücklich von einem Abwehrbein der Gäste zur Ecke geklärt. Kämpferisch, aber nicht kopflos spielt unsere Mannschaft nach vorne und probiert bis in die Nachspielzeit alles.
Doch letztlich bleibt es zwar beim Unentschieden, mit dem unsere Arminia aber gestärkt ins letzte Spiel des Jahres bei Hertha BSC Berlin (Freitag, 18.30 Uhr) gehen kann.
DSC Arminia Bielefeld: Kersken – Handwerker (79. Sicker) , Felix, Russo, Großer, Boakye (79. Lannert) – Corboz, Mehlem (67. Young) – Wörl, Sarenren Bazee, Momuluh (67. Grodowski)
1.FC Kaiserslautern: Krahl – Robinson, Gyamfi, Sirch – Kleinhansl, F. Kunze, S. Sahin (90.+2 Aremu), Joly – Ritter (70. Alidou), Hanslik (60.Tachie), Skyttä (70. Abiama)
Schiedsrichter: Felix Bichel (Wolfsburg)
Zuschauer: 26 750 (ausverkauft)
Gelbe Karten: Felix - Kunze
Tore: -

