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Teil 1 vom Mainzer Doppelpack

Wenn heute Abend 500 Arminen in Mainz unsere Mannschaft unterstützen, dann steht das erste von zwei Duellen mit dem FSV in dieser Woche an. Im DFB-Pokal treten wir heute um 20:45 Uhr beim 1.FSV Mainz 05 an, ehe die Rheinland-Pfälzer am Samstag in der Bundesliga in der SchücoArena (HALBVIER) zu Gast sein werden.

Die Nullfünfer hatten sich in den letzten 20 Jahren zu einem Verein entwickelt, der immer wieder durch seine hervorragende Ausbildungsarbeit aufgefallen und erfolgreich gewesen war – sowohl bei Spielern als auch bei Trainern.

Mit Jürgen Klopp, Thomas Tuchel, Marco Rose, David Wagner oder aktuell Bo Svensson ist die Liste der heutigen Toptrainer mit einer Vergangenheit beim rheinhessischen Karnevalsverein lang. Die Verantwortlichen bewiesen also immer wieder ein hervorragendes Auge für interessante Talente auf dem Rasen und an der Seitenlinie.

Dass dazu auch immer ein gewisses Maß an Mut gehört, zeigen die Geschichten der beiden Champions-League-Sieger Tuchel und Klopp. Letzterer wurde aus der Idee heraus eingestellt, „dass die Mannschaft sich quasi selber trainiert“, nachdem man „mit den Trainern zuvor nicht so viel Glück gehabt“ hatte, so FSV-Rückkehrer-Manager Christian Heidel.

Der heutige Chelsea-Trainer Tuchel hingegen wurde aus der U19 befördert und ersetzte den gerade erst in die Bundesliga aufgestiegenen Jörn Andersen. „Sowas macht man ja sonst nicht. Aber ich war mir einfach zu einhundert Prozent sicher“, erklärte Heidel einmal.

Nun sitzt mit Bo Svensson, bestens befreundet mit unserem Cheftrainer Frank Kramer, das nächste erfolgreiche Trainertalent bei den Nullfünfern auf der Bank, Nachdem die Mainzer in der vergangenen Hinrunde sieglos am Tabellenende standen, führte sie der ehemalige Innenverteidiger mit der besten Rückrunde der Vereinsgeschichte zum Klassenerhalt.

Neben den Trainern zeigt der FSV auch bei den Spielern ein gutes Gespür für das richtige Talent. So waren die beiden heutigen Champions-League-Trainer David Wagner (Young Boys Bern) und Marco Rose (BVB) zwar nie als Übungsleiter am Bruchweg aktiv, hielten aber ihre Knochen als Spieler hin. Mit dem heutigen Trainer von Borussia Dortmund stieg der Verein sogar in die Bundesliga auf.

Auch in dieser Saison kann der FSV wieder auf die sportlichen Möglichkeiten des eigenen Nachwuchses setzen. Mit insgesamt neun Spielern, die zuvor auch in den eigenen Jugendmannschaften aktiv waren, stellen die Mainzer die zweitmeisten Eigengewächse der Liga. Nur der 1. FC Köln ist mit zehn Spielern aus dem Geißbockheim noch erfolgreicher.

Aus dem Mainzer Nachwuchs ist auch in dieser Saison der 21-jährige Jonathan Burkardt besonders auffällig, der sich durch seine neun Tore aus den ersten 14 Pflichtspielen zum Stammspieler stürmen konnte. Auch durch seine Tore gelang den Nullfünfern ein bislang erfolgreicher Saisonstart: Mit 13 Punkten aus den ersten neun Partien stehen die Mainzer aktuell auf dem siebten Tabellenplatz und schnuppern an den europäischen Plätzen.

Unabhängig vom Endresultat in dieser Saison, um eines müssen sich die Mainzer laut Manager Heidel erstmal keine Sorgen machen: „Wenn am Bruchweg mal der Trainerposten frei sein sollte, rennen die uns hier die Bude ein“. Denn neben den genannten Trainern Klopp, Tuchel, Rose und Wagner, können auch Übungsleiter wie der aktuelle dänische Nationaltrainer Kasper Hjulmand oder Sandro Schwarz (Dinamo Moskau) die Station am Bruchweg nur empfehlen.

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