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Münchener-Löwen zu Gast in Bielefeld

Am Sonntag ist der TSV 1860 München zu Gast in der SchücoArena. Der Traditionsklub aus Bayern war zuletzt im Zweiligaduell am 3. Februar 2017 in Bielefeld. Damals traf Fabian Klos doppelt zum 2:1-Sieg. Wir wagen einen Blick auf unsere Gegner aus dem Süden der Republik.

Gründungsmitglied der Bundesliga, Deutscher Meister der Saison 1965/66, zweifacher Pokalsieger 1942 und 1964), Finale im Europapokal der Pokalsieger (0:2 gegen West Ham United; 1965) sowie Titelträger der 2. Bundesliga (1978/79) mit weitere 20 Jahren Bundesligazugehörigkeit: Der Turn- und Sportverein München von 1860 e.V. hat wahrlich eine Fußballgeschichte hinter sich, die von vielen Höhen und Tiefen aber auch von zahlreichen Erfolgen geprägt sind. Dass 1860 im Vereinsnamen selbstverständlich zum Gründungsjahr gehört, klingt logisch. Tatsächlich wurde der Verein aber bereits im Jahr 1848 gegründet – aber nur ein Jahr später wegen „republikanischer Umtriebe“ verboten. Die Neugründung erfolge am 17. Mai 1860, im Jahr 1880 folgte die Aufnahme des bayerischen Löwen in das Vereinswappen, der bis heute ein fester Bestandteil der Identität des Vereins ist. Erst im Jahr 1899 kam die Fußballabteilung hinzu.

Seither ist beim Klub aus dem Münchener Stadtteil Giesing eine Menge passiert. Nach erfolgreichen Jahren in der 1. und 2. Bundesliga folgte der Lizenzentzug nach der Saison 1981/82. Anstatt in die Bundesliga aufzusteigen folgten neun Jahre in der Bayernliga, weil der DFB den Löwen die Lizenz verweigerte, da der Schuldenstand der Sechziger auf acht Millionen Mark angewachsen war. Erst 1992 gelang die Rückkehr in die 2. Bundesliga Süd, wenig später sogar die Rückkehr in die Bundesliga (1994).

Direkte Duelle

Insgesamt trafen beide Mannschaften in 24 Pflichtspielen aufeinander – in der 3. Liga allerdings noch nie. Die Bilanz ist für den Sportlclub der Ostwestfalen allerdings ausbaufähig: Fünf Siegen stehen fünf Unentschieden und 14 Niederlagen gegenüber. Zehn Duelle fanden in der 1., zehn weitere in der 2. Bundesliga statt. Eine Partie ging im DFB-Pokal im Grünwalder Stadion verloren (2:4; 29. Juli 1977). Doch die wohl bekanntesten Begegnungen wurden im Sommer 1977 ausgetragen. Es waren die Relegationsspiele zum Aufstieg in die Bundesliga. Nach einem 4:0-Erfolg im Hinspiel nach Toren voin Hans-Werner Moors, Ewald Lienen, Wolfgang Schilling und Norbert Eilenfeldt schien der Aufstieg bereits klar. Doch im Rückspiel zogen die Löwen im Heimspiel gleich, die Begegnung ging nicht nur wegen des Ergebnisses, sondern auch wegen der extrem harten Spielweise in schmerzvoller Erinnerung. Eine Entscheidung musste her und wurde in einer finalen Partie nur eine Woche später in Frankfurt getroffen. Vor rund 60.000 Zuschauern siegten die Münchener mit 2:0 und stiegen auf.

Erfahrung auf beiden Seiten

Im aktuellen Kader unserer Mannschaft haben vier Spieler das Trikot der Gäste getragen. Mit Semi Belkahia, Christopher Lannert und Marius Wörl standen gleich drei in der vergangenen Saison im Kader der Blau-Weißen. Zudem lief Merveille Biankadi in der Vorsaison ebenfalls in der 3. Liga für den TSV auf. Jetzt werden sie im schwarz-weiß-blauen DSC-Dress dafür sorgen, dass die Punkte in der heimischen SchücoArena bleiben. Ob die Erfahrung der Jungs aus ihrer Zeit bei 1860 noch eine entscheidende Hilfe ist, wird das Spiel zeigen. Definitiv werden die Gäste aus München jedoch mit einem neuen Impuls von der Seitenlinie antreten. Seit der 0:3-Niederlage beim BVB II wurde Trainer Maurizio Jacobacci freigestellt. Seitdem betreut Frank Schmöller die Mannschaft von der Grünwalder Straße. Es ist das erste Spiel für den neuen Trainer.

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