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Klappe, die zweite!

Am kommenden Mittwoch (10.03., 18:30 Uhr, SchücoArena) bekommt der DSC Arminia Bielefeld Besuch aus dem hohen Norden. Das Bundesliga-Nachholspiel gegen den SV Werder Bremen steht auf dem Programm. In einem historischen Bremer Kino stehen hingegen Filme auf dem Programm - und das schon seit über 50 Jahren.

Das Cinema im Ostertor, welches im gleichnamigen Stadtteil in Bremen zu finden ist, gilt als das erste und damit älteste Programmkino Deutschlands. Am 7. November 1969 wurde die Eröffnung gefeiert - zuvor war das Haus seit 1934 für Kammer-Lichtspiele genutzt worden. Bis heute zeigt das Kino, welches im denkmalgeschützten Ostertorsteinweg 105 beheimatet ist, künstlerisch anspruchsvolle Filme, die sich abseits der Norm bewegen. Die Größe des Lichtspielhauses ist dabei überschaubar – ein einziger Saal bietet Platz für 134 Zuschauer. 

Die Leistungen des SV Werder Bremen konnten in den vergangenen Wochen nicht unbedingt als überschaubar, sondern vielmehr als wechselhaft bezeichnet werden: Aus den jüngsten fünf Spielen konnten die Norddeutschen sechs von möglichen 15 Punkten ergattern, erlebten dabei mehr oder minder eine kleine Achterbahn der Gefühle (1:1 gegen Schalke, 0:0 gegen Freiburg, 0:4 gegen Hoffenheim, 2:1 gegen Frankfurt, 1:1 gegen Köln) – nach 23 absolvierten Spielrunden stehen die „Deichkicker“ auf Platz zwölf in der Tabelle.

Im Februar zogen die Bremer zudem durch einen 2:0-Sieg gegen Greuther Fürth in das DFB-Pokal-Viertelfinale ein. Es ist bereits das vierte Jahr in Folge, in welchem sich die Mannschaft von Trainer Florian Kohfeldt für die Runde der letzten acht im DFB-Pokal qualifizieren konnte – eine starke Serie!

Eine etwas hartnäckige Serie erlebte die Weser-Elf im vergangenen Herbst: gleich fünfmal hintereinander spielten die Werderaner Unentschieden (gegen Freiburg, Hoffenheim, Frankfurt, Köln und München), fünfmal hintereinander endete die jeweilige Partie 1:1. Der Bundesliga-Rekord für die meisten Remis in Serie liegt übrigens bei acht Punkteteilungen hintereinander – Waldhof Mannheim gelang dieses Kunststück in der Bundesliga-Saison 1984/1985 und darf sich seit nun mehr fast 36 Jahren mit dieser besonderen Serie auszeichnen.

Mit vielen Auszeichnungen kann sich auch das Bremer Cinema im Ostertor schmücken. Über 50 Kinoprogrammpreise wurden dem Lichtspielhaus bisher verliehen, welches sich hinsichtlich des Genres seiner Filme stets treu geblieben ist. Von Gerd Settje gegründet, ist die Leitung des Kinos bis heute im engsten Familienkreis geblieben: Mittlerweile führen dessen Kinder den Betrieb. 

 

Ordentlich Betrieb herrscht am Mittwoch wohl auch in der SchücoArena, schließlich hat es in mittlerweile 33 Bundesliga-Partien beider Teams noch nie ein 0:0 gegeben. Ob das Drehbuch des Spiels ähnlich spannend geschrieben sein wird, wie in allen Begegnungen seit 1970, als beide Klubs zum ersten Mal aufeinandertrafen, bleibt abzuwarten. Erstmal heißt es ab 18:30 Uhr: Vorhang auf, Film ab!

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