Ein „Flitzohr“

Flitzer- Alarm:
Der Brite Mark Roberts ist der wohl bekannteste Flitzer international. Im Champions- League Finale am 15. Mai 2002 in Glasgow im Hampden Park spielte Bayer 04 Leverkusen gegen Real Madrid. Leverkusen verlor das Spiel trotz eines Tores von Abwehrchef Lucio mit 1:2. Ein Tor wurde Leverkusen dabei allerdings nicht anerkannt. Oben genannter Roberts, auch „The Streaker“ genannt, dribbelte sich kurz vor Anpfiff der zweiten Hälfte – der Ball lag am Mittelkreis bereit – durch die Abwehr der Galaktischen und bezwang Keeper Iker Casillas. Der Schiedsrichter erkannte das Tor allerdings nicht an, Roberts jubelte trotzdem hemmungslos – bis er vom Ordnungsdienst abgeführt wurde.
Nicht 6 aus 49, sondern 6 in 36:
Am 32. Spieltag der Saison 2018/2019 stand das Top- Spiel Bayer 04 Leverkusen gegen Eintracht Frankfurt an. Beide Mannschaften waren zu diesem Zeitpunkt der Saison noch voll im Rennen um die Qualifikation für die Champions League – dementsprechend erwarteten die Fans beider Lager ein enges Spiel. Doch daraus wurde nichts. Schon nach zwei Minuten ging Leverkusen durch Kai Havertz in Führung. Es sollte der Anfang eines Bundesliga-Rekords werden. Die Werkself schoss nämlich bis zur 36. Minute noch fünf weitere Tore. Sechs Tore in 36 Minuten – das hatte zuvor noch keine andere Mannschaft in der Bundesliga geschafft. Kein Wunder, dass sich die Leverkusener am Ende auch für die CL qualifizieren konnten.
Scherben bringen Glück:
1999 ließ Bayer 04-Cheftrainer Christoph Daum seine Profis barfuß über Scherben laufen. Er wollte zeigen, dass auch gedankliche Kräfte eine entscheidende Rolle spielen. Dabei mussten die Spieler angeblich folgenden Spruch aufsagen: „Ich gehe in eigener Verantwortung über das Glas, um mein Ziel zu Erreichen.“ Welche Ziele gemeint waren und ob es am Ende dazu diente, die Ziele zu erreichen, ist nicht überliefert.
Familiäre Angelegenheit:
Florian und Juliane Wirtz spielen beide bei Bayer 04 Leverkusen. Während der 17-jährige Florian als eines der größten Talente im deutschen Fußball gilt, spielt seine ältere Schwester Juliane (19 Jahre) erfolgreich bei den Frauen der Werkself in der Abwehr – und das ebenfalls in der höchsten deutschen Spielklasse, der Bundesliga. Starke Geschichte.
Nicht schön, aber effektiv:
Ulf Kirsten schoss in seiner Bundesligakarriere stattliche 181 Tore. Zum „Tor des Monats“ hat es dabei aber nie gereicht. Dies mag wohl auch daran liegen, dass Kirsten fast alle Treffer innerhalb des Strafraums erzielte. Ganz im Gegensatz zu Leverkusens Bernd Schuster, der in seinen Jahren bei Bayer zwar nur auf 14 Pflichtspieltreffer kam, dafür im Jahr 1994 aber für ein einzigartiges Kuriosum sorgte und mit seinen Toren der Monate April, August und Dezember in der Abstimmung zum Tor des Jahres die ersten drei Plätze belegte.

