„Es fühlt sich an, als wäre ich schon viel länger hier“

„Auf dem Platz mit den Jungs ist alles total positiv. Ich bin überrascht, wie schnell ich in der kurzen Zeit den Kontakt zu allen aufbauen konnte. Sie sind wirklich sehr pflegeleicht und haben mich super aufgenommen“, berichtet der 37-Jährige. Viele Gespräche habe es bereits gegeben. „Im Fußball geht das glücklicherweise immer sehr schnell. Es fühlt sich so an, als wäre ich schon viel länger dabei.“
Dabei war ihm ein Teil der Mannschaft bereits bekannt. Während seiner Zeit beim Karlsruher SC bereitete Motekallemi gemeinsam mit dem Trainerteam regelmäßig die Spiele gegen den DSC vor. Umso spannender sei es nun, die Mannschaft aus einer anderen Perspektive kennenzulernen. „Es ist schön zu sehen, wie die Jungs die neuen Ideen des Trainerteams annehmen und versuchen umzusetzen. Die Basis aus den vergangenen Jahren ist bereits sehr gut. Alle sind total willig, jeder ist voll bei der Sache und der komplette Fokus liegt auf dem Platz. So macht die Arbeit richtig Spaß.“
Auch abseits des Rasens fühlt sich der neue Co-Trainer schnell angekommen. „Der Verein ist sehr familiär, menschlich und locker. Das gibt mir direkt ein gutes Gefühl und macht die Integration einfach. Das Coole am Fußball ist, dass beim Betreten des Platzes alles gleich ist. Wir alle brennen für dieselbe Sache – wahrscheinlich klappt deshalb auch die Eingewöhnung so schnell.“
Neben seiner Arbeit im Trainerteam übernimmt Motekallemi künftig eine weitere wichtige Aufgabe. Er soll die Verbindung zwischen Profiabteilung und Akademinia weiter stärken und den Übergang talentierter Nachwuchsspieler begleiten. „Es geht darum, direkter zu sein, mit den Trainern und den Spielern, die hochkommen, ständig im Austausch zu stehen, Hilfestellungen zu geben und zu vermitteln, was bei den Profis gefragt ist.“
Gerade im Trainingslager kann er die Entwicklung der Nachwuchsspieler aus nächster Nähe verfolgen. „Die Jungs machen ihre Sache wirklich gut. Darüber haben wir im Trainerteam auch schon gesprochen. Sie verhalten sich einwandfrei, sind sehr demütig und zeigen keinen Leistungsabfall. Für junge Spieler ist es immer eine Herausforderung, im Profibereich mitzutrainieren. Deshalb geht es vor allem darum, sie Schritt für Schritt weiterzuentwickeln und ihnen Spielpraxis zu geben. Unabhängig davon, in welcher Mannschaft sie eingesetzt werden.“
Auch innerhalb des Trainerteams habe er sich schnell eingelebt. „Ich wurde von Olli und Max total gut abgeholt. Die beiden arbeiten schon länger zusammen, trotzdem habe ich in kurzer Zeit viel Input bekommen und ein gutes Bild von der Mannschaft und ihren Ideen erhalten. Jetzt versuche ich, meinen Teil dazu beizutragen und das Trainerteam bestmöglich zu ergänzen.“
Besonders freut sich Motekallemi bereits auf den Saisonauftakt – ausgerechnet gegen seinen ehemaligen Verein, den Karlsruher SC. „Natürlich ist das etwas Besonderes. Es wird mein erstes Pflichtspiel mit der Arminia und gleichzeitig treffe ich viele bekannte Gesichter wieder. Ich weiß auf jeden Fall schon genau, in welche Kabine ich gehen muss“, sagt er mit einem Lächeln.
Schon bald wird der gebürtige Karlsruher gemeinsam mit seiner Frau und seiner Tochter nach Bielefeld ziehen. Dass ihm Ostwestfalen schnell ans Herz gewachsen ist, überrascht ihn selbst nicht: „Ich mag den Humor und die Art der Ostwestfalen. Außerdem habe ich die SchücoArena schon als Gegner erlebt. Die Atmosphäre ist überragend, die Menschen sind sehr enthusiastisch. Darauf freue ich mich sehr.“

