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Ein Tag im Trainingslager mit Jonas Kersken und Leo Oppermann

Mit dem heutigen Testspiel gegen den FC Bologna endet das Trainingslager in Südtirol. Bevor es zurück nach Bielefeld geht, werfen wir noch einmal einen Blick auf den Alltag der vergangenen Woche. Jonas Kersken und Leo Oppermann erzählen von intensiven Trainingseinheiten, Regeneration, Teamleben und den besonderen Momenten mit den Arminia-Fans vor Ort.

Der Tag im Trainingslager beginnt für Jonas Kersken und Leo Oppermann um Punkt 8 Uhr, wenn der Wecker klingelt. Dann geht es runter, um gemeinsam mit Mannschaft und Staff zu frühstücken. Anschließend werden sie von den Physiotherapeuten durchgecheckt und dann geht es schon los zum Platz. „Wir sind meistens eine Viertelstunde eher auf dem Platz als die anderen und fangen früher mit dem Training an“, erzählt Leo. Nach dem Torwarttraining folgt eine Einheit mit der Mannschaft.

Während die Feldspieler vor allem die Mannschaftseinheiten absolvieren, arbeiten die Torhüter zusätzlich an ihren eigenen Themen. Dabei richtet sich der Fokus immer nach den Anforderungen der jeweiligen Trainingseinheit. „Es ist tagesabhängig“, erklärt Jonas. „Wenn wir Spielformen mit vielen Abschlüssen aus kurzer Distanz machen, bereiten wir im Torwarttraining mehr solche Situationen vor, zum Beispiel die Abwehr mit den Füßen. Bei größeren Spielformen geht es mehr um Passspiel.“

Die intensiven Einheiten hinterlassen natürlich Spuren. „Das Trainingspensum hier im Trainingslager ist höher als in Bielefeld“, sagt Jonas. „In dieser Woche haben wir dreimal doppelt trainiert. Da merkt man natürlich schon, dass einen das zum Ende hin etwas schlaucht.“

Umso wichtiger sind Regeneration, gute Ernährung und ausreichend Schlaf. Die freien Zeiten im Trainingslager gehören vor allem der Erholung. „Ich nutze die Zeit für einen Mittagsschlaf und um einfach mal die Füße hochzulegen“, erzählt Leo. Wenn noch Zeit bleibt, geht es für ihn in den Wellnessbereich. Auch Jonas setzt an seinem freien Nachmittag auf Entspannung: „Nach dem Mittagsschlaf verbringe ich Zeit mit den Jungs, dann treffen wir uns zum Beispiel an der Dartscheibe oder spielen etwas anderes zusammen.“

Kontakt zu Fans gibt beiden Kraft: Kleine Gesten, große Wirkung

Was bei den beiden Torhütern besonders hängen bleibt, sind die Begegnungen mit den mitgereisten Menschen mit Behinderung. „Die sorgen immer für eine sehr positive Stimmung“, sagt Jonas und erinnert sich an eine Begegnung mit Marc aus einer Bethel-Einrichtung: „Wir haben am Montag Torwarttraining mit ihm gemacht und ich habe ihm anschließend noch ein paar Handschuhe geschenkt. Für uns ist das eine kleine Geste, aber für Marc war das ein Riesending. Das macht mich glücklich, wenn man anderen so eine Freude machen kann.“

Für Leo zeigen diese Treffen, worauf es wirklich ankommt: „Wenn man sieht, wie sehr sich die Leute über die kleinen Sachen freuen, ist das jedes Mal beeindruckend. Man selbst verliert manchmal die Freude oder Wertschätzung für die kleinen Dinge und erinnert sich dann wieder daran, wie wichtig das eigentlich ist.“

Körperfettanteil muss unter zehn Prozent liegen

Auch abseits des Platzes gehört Disziplin zum Alltag im Trainingslager. „Bei der Ernährung ist jeder für sich selbst verantwortlich“, erklärt Jonas. Nach dem Urlaub und erneut nach dem Trainingslager stehen Körperfettmessungen an. Die Vorgabe: unter zehn Prozent. Wer darüber liegt, muss eine Geldstrafe zahlen. „Das tut dann schon weh“, sagt Leo mit einem Augenzwinkern. Die Werte der beiden zeigen, dass sie die Vorgaben ernst nehmen: Leo kommt auf 8,2 Prozent Körperfett, Jonas verrät nur: „Bei mir war die Acht nicht mehr vorne, aber ich liege auf jeden Fall unter zehn.“

Nothing beats nature: Südtiroler Bergpanorama als Energiequelle

Am Mittwoch hatte die Mannschaft trainingsfrei und ist im Rahmen eines Teamevents im Fünfkampf in kleinen Gruppen gegeneinander angetreten. Auch wenn der Fünfkampf für Jonas und Leo nicht ganz nach Plan lief, bleiben die positiven Eindrücke. „Beim Fünfkampf wäre es cool gewesen, um den Sieg zu spielen, das hat leider nicht geklappt“, so Jonas. Er und Leo ziehen vor allem Energie aus der Südtiroler Kulisse: „Wenn man mit dem Fahrrad zum Training fährt oder auf der Terrasse sitzt und das Panorama genießt, ist das etwas sehr Besonders und macht jeden Tag zum Highlight.“

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