Profis

„Das ist natürlich ein Traum“

Wir haben die Stimmen von Jomaine Consbruch, Manuel Prietl sowie beiden Cheftrainern.

Jomaine Consbruch:
"Ich denke, man hat mir nach meinem Tor angesehen, dass da sehr viele Gefühle und Emotionen mit einem durchgehen. Als kleiner Junge habe ich hier schon gestanden und jetzt schieße ich mein erstes Tor – das ist natürlich ein Traum!

In der Situation habe ich nicht viel nachgedacht, sondern das gemacht, was gerade im Kopf war. Dass er reingeht, ist natürlich top - ein absolutes Gänsehautgefühl. Ich habe das Gefühl, dass wir jetzt an uns glauben, unsere Spielweise hat sich verbessert. Wir kriegen nun endlich unsere Qualität gemeinsam auf den Platz. Wir haben uns das auch selbst in der Mannschaft gesagt, dass es gerade endlich läuft und dann kommt die lange Winterpause. Wir sind gerade gut drin, aber wenn wir genau da weitermachen, wo wir jetzt aufhören, werden wir gut reinkommen in die Rückrunde."

Manuel Prietl:
"Wir wussten, was auf uns zukommt. Magdeburg ist sehr spielstark. Für uns ist es Balsam für die Seele, nachdem wir in den vergangenen Wochen oft auf die Socken bekommen haben. Doch wir haben uns zusammengerauft und waren heute eine wirkliche Dreckstruppe. Genau das muss man sein im Kampf um den Klassenerhalt. Ich freue mich unheimlich für Jomaine, er gibt immer Gas im Training und er ist immer da, wenn man ihn braucht.

Er hat sich heute belohnt. Das war sehr wichtig und gewiss heute der Eröffner. Wir haben den Gegner ausgekontert und gehen verdient als Sieger vom Platz. Zwischenzeitlich waren wir in der Tabelle vier, fünf Punkte weg. Jetzt sind wir wieder mittendrin, statt nur dabei. Wir sind auf einem guten Weg und dürfen uns auf keinen Fall ausruhen, dann werden wir da wieder rauskommen. Das Wichtigste ist, dass wir das als Team in den vergangenen Wochen geschafft haben, zu überstehen. Das ist nicht einfach, man muss sich zusammenreißen und zusammenstehen. Wir müssen jetzt in der Vorbereitung daran arbeiten, dass wir hier in Bielefeld wieder eine Festung werden."

Daniel Scherning:
"Ich war nicht zufrieden mit unserer ersten Halbzeit, ich war nicht zufrieden mit dem Zugriff im 4:3:3-System. Magdeburg hat es mit einer super Struktur Magdeburg hat uns immer wieder vor Probleme gestellt. Wir hatten selbst zu viele Ballverluste, haben zu oft Rückpässe im Spiel gehabt.

Die Konter, die wir hatten, haben wir zu leichtfertig weggeschmissen, obwohl die Räume da waren, mit denen wir es hätten besser ausspielen können. Wir haben im Laufe des Spiels auf eine 5er-Kette umgestellt, um bessere Zugriffe auf die Halbräume zu bekommen.

Wir haben uns dagegengestemmt und wussten, dass wir viele Situationen verteidigen mussten. Wir freuen uns, ein sehr schwieriges Spiel gewonnen zu haben. Für Jomaine

Für Jomaine freue ich mich sehr. Er hat in jeder Phase, die ich hier bin, intensiv und hart gearbeitet. Er hat trotz Rauslassen aus der Startelf zuletzt gut reagiert und mir gezeigt, dass er da ist, wenn er reinkommt. Schön, dass er sein erstes Zweitligator in der SchücoArena erzielen konnte."

FCM-Trainer Christian Titz:
"Vom Spielverlauf haben wir die Partie klar dominiert, sind gut reingekommen. Wir hatten eine gute Kontrolle und im ersten Abschnitt mehrere Möglichkeiten. Dann bekommen wir ein Gegentor, weil wir ohne Druck nach hinten spielen.  

Wir hatten mehrere richtig gute Einschussmöglichkeiten und waren gut im Spiel. Für mich ist das an uns ein eindeutiger Elfmeter, da wünsche ich mir, dass man sich zumindest die Bilder anguckt.

Letztlich sind wir selbst Schuld. Die Art, wie wir aufgetreten sind. Wir bleiben aber mutig und schaffen es immer wieder, Spiele für uns durchzusetzen und so zu spielen, wie wir uns das vorstellen. Machen viel gut, belohnen uns aber nicht. Drei Gegentore sind zu viel."


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