„Zuhause zu gewinnen, ist immer das Schönste“

Patrick Wimmer:
"Es war ein sehr intensives Spiel. Ich glaube, wir hätten in den ersten 20-25 Minuten schon ein Tor machen müssen, haben das leider nicht geschafft. Da hat ein wenig das Glück gefehlt. Wir haben in der zweiten Halbzeit nicht locker gelassen, das 1:0 gemacht und es über die Zeit gebracht.
Zum Tor:
"Ich habe den Ball von Schöpfi bekommen und dann überlegt, ob ich selber schiessen soll. Dann habe ich gesehen, dass es keine Schussmöglichkeit gab, also habe ich noch einen Kontakt genommen und Masaya perfekt in den Raum laufen sehen. Mit etwas Glück habe ich ihn zu Masaya gepasst, der ihn dann stark reingemacht hat.
Sieg vor heimischen Fans:
"Zuhause, mit den Fans im Rücken, zu gewinnen, ist immer das Schönste. Sie haben uns heute sehr gepusht, waren von Anfang an da und das ist auf jeden Fall geil. Ich glaube, dass das schon sehr viel hilft, wenn die Fans da sind, und hat mich es auf jeden Fall heute sehr gepusht."
Stefan Ortega Moreno:
"Im Laufe des Spiels haben die Jungs Masaya enorm gut unterstützt, so konnte er vor dem Tor sehr wertvoll für uns sein. Oliver Kahn nannte mal ein sehr wichtiges Zitat: 'Selbst wenn nichts auf dein Tor kommt, ist da eine enorme Anspannung' und genau so war es heute. In vielen Drucksituationen wurde ich angespielt und konnte der Mannschaft Ruhe bringen. Jetzt genieße ich erstmal den Abend, mache mir ein kaltes Bier auf und esse eine Pizza. Morgen laufen wir dann aus und haben noch einen freien Tag. Je näher es dann an das nächste Spiel geht, desto intensiver bereite ich mich auf Leverkusen vor."
Fabian Klos:
"Es gibt für alles einen passenden Zeitpunkt und genau den darf man nicht verpassen. Ich weiß um die große Möglichkeit, den Klassenerhalt zu schaffen, deshalb ist es ein perfekter Zeitpunkt. Wir sind zwar sicher nicht unter den Topmannschaften in der Bundesliga, aber unser Zusammenstehen macht vieles wieder wett. Ich werde auf jeden Fall weiter Fußball spielen, egal, wie aufregend es bei mir privat wird. Zum ersten Mal in meinem Fußballerleben sage ich im Sommer, dass alles möglich ist."
Sebastian Vasiliadis:
"Das war ein hochintensives Spiel, das wussten wir. Union Berlin ist eine Mannschaft, die mit sehr viel Enerige kommt, die nie aufgibt und immer Gas gibt – so wie wir auch. Da war es schon abzusehen, dass es ein Spiel voller Intensität wird. Für die Zuschauer war es ebenso ersichtlich, was es für ein intensives Spiel für uns war und so hat es sich auf dem Platz angefühlt. Frank sagte vor dem Spiel, dass das Zentrum auf alle Fälle zu bleiben soll, das haben wir ganz gut hinbekommen. Man kann es zwar nicht immer verhindern, aber als Team haben wir gut funktioniert. Wir haben das so gemacht, wie wir es uns vorgenommen haben. Das schnelle Nachvornespielen hat gut geklappt. Vielleicht können wir noch das ein oder andere Tor schießen, doch wir haben 1:0 gewonnen und deshalb sind wir alle glücklich."
Heimsieg
"Für mich war es in der Startelf der erste Heimsieg – das ist ein supercooles Gefühl. Ich glaube, dass die Fans viel Spaß hatten und hoffe, dass bald auch wieder mehr als 10.000 kommen dürfen."
Sprung auf Platz 14
"Jeder Sieg ist ein Schritt in die richtige Richtung. Da brauchen wir nicht auf den Gegner oder die anderen Mannschaften schauen, sondern müssen auf uns gucken, Gas geben und selbst punkten. Was die Anderen machen soll zweitrangig sein, wir müssen es aus eigener Kraft schaffen."
Über Ex-Kollege Sven Michel, der nun bei Union spielt
"Sven Michel und ich haben uns in Paderborn sehr gut verstanden, er war mein Zimmerkollege im ersten Jahr. Wir haben ein sehr gutes Verhältnis. Ich freue mich für ihn, dass er nun bei Union spielt und somit auch Bundesliga spielen darf. Ich wünsche ihm von Herzen, dass er verletzungsfrei bleibt und vielleicht noch ein Tor für Berlin schießen darf."
Joakim Nilsson:
"Wir haben ein gutes Spiel gemacht. Wir wussten schon vor dem Spiel, dass es eine harte Partie mit vielen Zweikämpfen und langen Bällen von Union nach vorne werden würde. Ich denke, wir haben das ganz gut gemeistert. Ich meine, wir haben viele Zweikämpfe gewonnen und konnten uns vor allem in der ersten Halbzeit einige Chancen herausspielen. Nach dem 1:0 haben wir natürlich gut verteidigt und ich bin zufrieden mit der Leistung heute. Gerade zuhause ist es unglaublich, wenn man seine Fans im Rücken hat und gewinnt. Man will mit ihnen feiern. Das können wir in letzter Zeit nicht mehr so oft machen. Aber ich liebe es jedes Mal. Ich habe es wirklich genossen, glückliche Gesichter auf den Tribünen zu sehen."
Masaya Okugawa:
"Es war das erwartet schwere Spiel, die Gegner waren physisch stark und haben uns stark zugesetzt. Dass wir trotz dieser Qualität in der zweiten Halbzeit das Spiel zu unseren Gunsten drehen konnten, war eine super Leistung unserer gesamten Mannschaft. Für mich selber war es ein schönes Gefühl nach einer längeren Durststrecke mal wieder an einem Tor beteiligt zusein. Besonders, die Wichtigkeit des Tores bedeutet mir sehr viel."
Situation zum 1:0
"Ich bin eigentlich auf der linken Seite, aber in dieser Szene habe ich eine Chance gesehen und habe mich mit ganz gutem Timing von meinem Gegenspieler lösen können. Als ich mich löste, hatte ich gehofft 'bitte spiel ihn rein!' Glücklicherweise hat 'Wimmsi' mich gesehen und einen klasse Ball reingespielt. Ich denke, meine Annahme war gut und dann musste ich ihn nur noch reinmachen."
Zweiter Heimsieg
"Wir als Spieler tun alles dafür, dass wir vor eigenem Publikum gewinnen. Besonders zur Zeit sind es erschwerte Bedingungen. Wir sind für jeden einzelnen, der hier herkommt und uns unterstützt dankbar. Die Fans sind der Grund, warum wir die Spiele gewinnen wollen und sind letztlich unsere Energie. Dementsprechend ist es schön, dass wir unseren Fans heute etwas zurückgeben konnten."
Frank Kramer:
"Das war heute sehr leidenschaftlich und intensiv. Beide Mannschaften haben viel Aufwand betrieben. Es hat richtig Spaß gemacht, auch mit den Fans. Sie waren immer da, wenn wir sie brauchten. Darüber sind wir sehr froh. Am Ende hatten wir die Nasenspitze vorne."
Urs Fischer (Trainer Union Berlin):
"Ich wiederhole mich. Wieder machen wir kein Tor, wieder waren die Chancen da. Aber im Moment will der Ball einfach nicht rein. Und beim Gegentor sehen wir nicht gut aus."

