Zu Gast im Max-Morlock-Stadion

So sieht es aktuell aus:
Der 1. FC Nürnberg ist nahezu perfekt in die neue Saison gestartet. Auf das 3:0 gegen Dynamo Dresden folgte ein 4:2 im Frankenderby bei der SpVgg Greuther Fürth. Drei der bislang sieben Nürnberger Treffer gingen dabei auf das Konto von Mohamed Ali Zoma. Der Angreifer traf bereits in der vergangenen Saison beim 1:1 in der SchücoArena zur frühen Führung, ehe Tim Handwerker in der 81. Minute noch ausglich. In insgesamt 32 Spielen für den Club war Zoma bereits 17-mal erfolgreich. Julian Justvan und Piet Scobel steuerten jeweils zwei Treffer zum Saisonstart bei. Auf die Standards der Franken sollten wir dabei besonders achten: Drei der bislang sieben Nürnberger Saisontore fielen nach ruhenden Bällen.
Auch im DFB-Pokal waren die Nürnberger am vergangenen Wochenende erfolgreich. Nach einem umkämpften Spiel gegen Drittligist Viktoria Köln setzte sich der Club im Elfmeterschießen durch und zog in die nächste Runde ein.
Face to face:
Die Gesamtbilanz zwischen beiden Mannschaften ist nahezu ausgeglichen: Von 42 Begegnungen gewann der 1. FC Nürnberg 17, Arminia 15. Zehnmal kam es zu einem Unentschieden.
Einige Partien bei den Franken sind uns da besonders positiv in Erinnerung geblieben. Allen voran das 5:1 im November 2019, als bereits nach 15 Minuten eine 3:0-Führung auf der Anzeigetafel stand. Oder das 3:2 im Oktober 2005: Bis zur 88. Minute lag der DSC mit 1:2 zurück, ehe Diego Leon den Ausgleich erzielte. In der 90. Minute versetzte dann Subisiso Zuma Radio-Bielefeld-Reporter Ulrich Zwetz mit seinem Siegtor in Ekstase. Zuletzt gab es allerdings zwei Niederlagen in Folge in Nürnberg.
Kommen und Gehen:
Vor dem Saisonstart hat der Club gleich mehrere internationale Neuzugänge verpflichtet. Andrea Ceresoli kam von Atalanta Bergamo (Italien), Mikayil Faye von Stade Rennes (Frankreich), Giannis Masouras aus Zypern von Omonia Nicosia und Alexios Kalogeropolous von Olympiakos Piräus aus Griechenland.
Darüber hinaus verstärkten unter anderem Xaver Kiefersauer und Sigurd Haugen vom Drittliga-Absteiger 1860 München sowie Fynn Otto vom SC Verl den Nürnberger Kader.
Tim Handwerker trug bereits das Trikot beider Vereine. Der Linksverteidiger spielte von 2019 bis 2024 für den Club und absolvierte in dieser Zeit 114 Pflichtspiele für Nürnberg. Der gebürtige Bergisch Gladbacher kam in der Zeit zudem siebenmal für die deutsche U21-Nationalmannschaft zum Einsatz.
Zahlen, bitte:
Um 20:30 Uhr am Samstagabend sind es beste Voraussetzungen für einen Fußballabend. Wer nicht mit nach Franken reisen kann, kann die Partie sogar frei empfangbar bei RTL NITRO verfolgen.
Das Nürnberger Wohnzimmer fasst 44 308 Zuschauer und wurde anlässlich der WM 2006 für 56 Millionen Euro umgebaut. Besonders markant ist seine Form: Von oben betrachtet bildet das Stadion ein Oktagon.
Fun-Facts am Rande:
Teile des Nürnberger Stadions sind im Bauhaus-Stil errichtet und stehen deshalb unter Denkmalschutz. Außerdem war die Arena bereits 2006 das erste europäische Stadion, das mit einem Umweltzertifikat ausgezeichnet wurde.
1968 wurde der Club Deutscher Meister und stieg 1969 mit Trainer Max Merkel als Titelverteidiger direkt wieder ab.
Weiteres Kuriosum: Am Samstag treffen die beiden Mannschaften aufeinander, die am häufigsten in die Bundesliga aufgestiegen sind (jeweils achtmal) und auch am häufigsten wieder abgestiegen sind (Nürnberg neunmal, Arminia achtmal).

