Zu Gast im Stadion an der Lohmühle

Die Reise zum Verein für Bewegungsspiele Lübeck ist für uns an diesem Wochenende die nördlichste Fahrt in der Saison. Die etwas mehr als 300 Kilometer zum Stadion an der Lohmühle mussten wir in der Vergangenheit lediglich zwei Mal antreten. Und das jeweils in der 2. Bundesliga. Doch nach der Spielzeit 2003/04 kamen auf die Norddeutschen sportlich harte Zeiten zu. Es folgten Abstiege in die Regionalliga Nord bis runter in die Schleswig-Holstein-Liga (5. Liga) im Jahr 2013. Unter Trainer Rolf Landerl gelang der Weg zurück zur Stabilität – und zum sportlichen Erfolg. Nach vier Jahren in der Regionalliga Nord und insgesamt 16 Jahren fernab des professionellen Fußballs folgte der Sprung in die 3. Liga. Doch ein Wermutstropfen trübte den Aufschwung: Bedingt durch die Corona-Pandemie war wie bei unserem Aufstieg in die Bundesliga ein Feiern mit den Fans nicht möglich – auch während der Saison nicht. Letztlich fehlten den Lübeckern sechs Zähler, um den Klassenerhalt zu schaffen. Mit dem Abstieg übernahm Lukas Pfeiffer mit 30 Jahren die Mannschafft und erreichte in seiner ersten Saison den 5. Tabellenplatz in der Regionalliga Nord und den Gewinn des Landespokals. Im Jahr darauf folgte der souveräne Aufstieg in die 3. Liga, in der sich der VfB nun wieder dauerhaft etablieren will. Auch, um wieder an die vergangenen erfolgreichen Zeiten im Profifußball anzuknüpfen.
Die direkte Bilanz
Insgesamt gab es lediglich vier Pflichtspiele gegen den VfB Lübeck, diese fanden alle in der 2. Bundesliga statt. Während das letzte Aufeinandertreffen im August 2003 in Lübeck 0:0 endete, ging das Rückspiel im Februar 2004 mit 1:3 verloren (Torschütze: Isaac Boakye). Im ersten Spiel im Stadion an der Lohmühle konnten die Schwarz-Weiß-Blauen im Dezember 1995 einen 2:0-Auswärtssieg landen (Torschützen: Ralf Voigt und Jörg Reeb). Zuvor hatte es am 1. Spieltag einen 2:1-Heimsieg durch zwei Tore von Armin Eck gegeben. Kurios: In den beiden Spielzeit mit dem VfB Lübeck stiegen wir am Ende jeweils in die Bundesliga auf.
Die Ausgangslage
Beide Teams trennen derzeit sechs Punkte und drei Tabellenplätze. Der Aufsteiger belegt momentan mit 13 Punkten den 17., wir mit 19 Punkten den 14. Platz. Zuletzt erkämpften sich die Grün-Weißen im Stadion Rote-Erde ein 1:1-Unentschieden beim BVB II. Zuvor gab es Niederlagen in Verl und im Heimspiel gegen Unterhaching, während am 12. Spieltag Viktoria Köln mit 3:2 geschlagen wurde. Unsere Serie von drei Siegen und vier ungeschlagenen Spielen in Folge wurde Anfang November von Rot-Weiss Essen (1:2) unterbrochen. Mit dem Unentschieden gegen Sandhausen konnten wir aus den vergangenen sechs Partien elf Punkte holen. Mit einem Sieg könnte der Blick wieder etwas nach oben gehen.
Mit dem Ende der Länderspielpause beginnt der Endspurt im Kalenderjahr 2023. Mit zwei Auswärts- und drei Heimspielen steht noch ein knackiges Programm an. Anstoß am Sonntag, 26. November, ist um 13:30 Uhr.

