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Was für eine Teamleistung!
DSC gewinnt 2:0

Was für eine Teamleistung! Mit einem 2:0 (0:0)-Erfolg beim Vizemeister und Champions League-Teilnehmer RB Leipzig feierte der DSC Arminia Bielefeld einen erstklassigen Jahresabschluss in der Bundesliga – und das nach der Roten Karte für Fabian Klos (70.) sogar in Unterzahl. Die Treffer von Janni Serra (57.) und Masaya Okugawa (75.) krönten eine hervorragende geschlossene Mannschaftsleistung und bescherten dem DSC kurz vor dem Weihnachtsfest den zweiten Sieg in Serie.

Der DSC Arminia musste im letzten Bundesligaspiel des Jahres 2021 auf Manuel Prietl und Stefan Ortega Moreno verzichten. Das Duo hat sich nach einem positiven Befund im Rahmen einer standardisierten Reihentestung umgehend in häusliche Quarantäne begeben. Alle weiteren Tests der Lizenzspielerabteilung ergaben ein negatives Ergebnis. Robin Hack fehlte auf Grund einer leichten Virusinfektion.

Daher musste Frank Kramer umbauen: Im Tor feierte Stefanos Kapino sein Pflichtspieldebüt für den DSC, während Sebastian Vasiliadis in der Mittelfeldzentrale sein Comeback gab. In seinem 100. Pflichtspiel im Arminia-Trikot lief Cedric Brunner als Mannschaftskapitän auf – um es vorwegzunehmen: Brunner lieferte ebenso wie seine Kameraden eine bärenstarke geschlossene Mannschaftsleistung!

Unsere Elf versteckte sich von Beginn an nicht und hatte nach 59 Sekunden den ersten Torschuss zu verzeichnen, doch Florian Krügers Flachschuss aus 16 Metern nach schönem Pass von Janni Serra war kein Problem für RBL-Schlussmann Peter Gulacsi (1.).

In der Folge gab es einige kleine Unterbrechungen und die Hausherren mussten bereits nach fünf Minuten wechseln. Emil Forsberg, EM-Teilnehmer Schwedens, war ausgerutscht und verließ kurz danach mit einer Muskelverletzung das Feld für Tyler Adams.

Arminia startete konzentriert, kompakt und mutig, suchte immer wieder den Weg nach vorne. So auch nach neun Minuten in Person von Patrick Wimmer nach Ablage von Janni Serra. Doch der Österreicher, mit Tempo im RB-Strafraum, verpasste die Schussgelegenheit.

Das machte Leipzig, vor dieser Saison mit 107 Millionen Euro Gesamtablösesumme verstärkt, beim ersten gelungenen Angriff etwas zielstrebiger: Dominik Szoboszlai traf aber aus 18 Metern nur das Außennetz (12.).

Leipzig erhöhte in der Folge die Schlagzahl und versuchte es immer wieder über die Außenbahnen, wo unsere Elf jedoch sehr aufmerksam, lauf- und zweikampfstark agierte. Gegen die in der Champions League in einer Gruppe mit Manchester City und Paris SG ausgeschiedenen Sachsen leistete der DSC Schwerstarbeit und konnte so nach starken 30 Minuten ein torloses Unentschieden halten.

Kurz vor dem Pausenpfiff wurde es nochmal gefährlich für Stefanos Kapino, weil Angelino flach und hart aus 14 Metern halblinker Position abgezogen hatte – der Ball strich aber am langen Pfosten vorbei (43.).

Dann jubelte der DSC – aber nur sehr kurz! Denn Masaya Okugawas Treffer nach feinem Kombinationsangriff zählte nicht, weil Vorlagengeber Patrick Wimmer hauchdünn mit dem Oberkörper im Abseits gestanden hatte. Das war Pech für unsere Elf (44.). So ging es torlos in die Kabine – nach einer starken Vorstellung unserer Mannschaft. Und null Schüssen des Vizemeisters auf das Arminia-Tor in Hälfte eins.

Nach dem Seitentausch ging es personell unverändert weiter. Auch die optischen Eindrücke glichen sich: Leipzig viel am Ball und auf der Suche nach der Lücke, unsere Mannschaft verteidigte mit großem Kampf und viel Leidenschaft.

Und dann schlug der DSC eiskalt zu! Eingeleitet von Janni Serra, setzte Florian Krüger auf der linken Seite zum Spurt an, passte in die Mitte, wo Patrick Wimmer zunächst aus kurzer Distanz an Gulacsi scheiterte – den Abpraller versenkte Serra jedoch in bester Torjäger-Manier zur 1:0-Führung (57.).

Die Hausherren antworteten mit der ersten echten Chance: Andre Silva aus spitzem Winkel, Kapino parierte stark (59.).

Es war der Auftakt für eine nervenaufreibende letzte halbe Stunde, die mit einer Roten Karte für Fabian Klos (70.) zunächst mit einem Schock für Arminia weiterging. Klos, gerade erst eingewechselt für Torschütze Serra, kam in einem Zweikampf einen Schritt zu spät und traf Willi Orban unglücklich auf den Knöchel. Erst gab es Gelb, dann schritt der VAR ein – und Schiedsrichter Frank Willenborg zückte Rot.

Arminia jetzt in Unterzahl, Leipzig mit Volldampf. Christopher Nkunku tauchte nach einem Szoboszlai-Freistoß rechts frei im DSC-Strafraum auf – und Kapino parierte per Parade (72.) wie ein griechischer Kriegsgott.

Was rollte nun auf unsere Mannschaft in Unterzahl in der Schlussviertelstunde zu? Das 2:0! Nach einem Leipziger Fehlpass schaltete Florian Krüger blitzschnell und setzte Masaya Okugawa herrlich in Szene – und der Japaner blieb eiskalt und versenkte (75.)! Zwei! Zu! Null!

In der Schlussviertelstunde versuchte Leipzig alles, biss sich aber weiter die Zähne an der sicheren DSC-Defensive um Amos Pieper und Joakim Nilsson aus. Zwei brenzlige Situationen entschärfte Stefanos Kapino erneut erstklassig (85./90.+5) – dann war Schluss! Auswärtssieg!

DSC Arminia: Kapino – Brunner, Pieper, Nilsson, Andrade – Okugawa, Schöpf, Vasiliadis (58. Kunze) – Wimmer (71. Lasme), Serra (58. Klos), Krüger (90. de Medina)

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