Profis

„Ein brutal emotionaler Moment“

2:0-Auswärtserfolg in Leipzig. Wir haben die Stimmen nach dem schönen Jahresabschluss.

Amos Pieper:
"Wir haben uns vorgenommen, lange im Spiel zu bleiben. In den letzten Partien haben wir gesehen, dass die Gegner dann Probleme bekommen. Wir haben an unsere Chancen geglaubt und wenig zugelassen. Auch wenn es hinten raus, mit einem Mann weniger natürlich schwer ist. Aber selbst nach dem Rückschlag noch direkt das Zweite zu schießen, ist unfassbar. Wir haben hier wieder alles reingehauen."

Gegen solche Mannschaften geht es nur über das Team. Wie wir kommuniziert & uns reingeworfen haben, war unfassbar. Dass „Prieti“ & „Tego“ nicht dabei waren, hat es nicht einfacher gemacht, aber „Kapi“ & alle anderen haben’s überragend gemacht.

Ich hatte das Gefühl, dass jeder zu 110% konzentriert ist und das ist ganz, ganz wichtig. Wir müssen unsere Ordnung und unser System haben, indem jeder weiß, was zu tun ist und sich dran hält. Das Gefühl hatte ich heute - das hat es ausgemacht.

Jetzt gerade fühlt es sich richtig gut an, deswegen ist es so ein bisschen doof. Aber nach einer Englischen Woche tun die paar Tage Pause auch gut. Zum Glück ist diese ja auch nicht so lang, sodass ich hoffe, dass wir da direkt wieder dran anknüpfen können."

Stefanos Kapino:
"Wir haben heute als Team zusammengehalten, wie wir es schon die ganze Hinrunde gemacht haben. Heute haben wir uns für unser Spiel belohnt. Für mich ist es natürlich ein besonderer Tag: mein erstes Spiel, dann gleich zu Null und ein Sieg."

Janni Serra:
Zum Tor:
"Das war überwältigend und ein brutal emotionaler Moment, der auch noch ein bisschen anhalten wird. Durch den Sieg konnten wir den Treffer veredeln, das habe ich auch direkt zu Fabi gesagt, als er eingewechselt wurde. Sonst wäre es eben nicht so schön gewesen. Deshalb bin ich einfach froh, dass wir am Ende 2:0 gewonnen und das Ding auf unsere Seite gezogen haben.

Ich habe den Ball auf Flo rausgelegt, der viel Platz hatte. Wimsi war in der Mitte, konnte den ersten Ball aber nicht reinmachen und dann musste ich einfach da sein. Klar war es von der Mitte zum Tor noch ein langer Weg, aber egal, wie hässlich das Tor war, am Ende zählt es und war heute brutal wichtig."

Zur personellen Situation:
"Am Ende des Tages hat Kapi einen überragenden Job gemacht und uns vor dem 1:1 gerettet. Das war glaube ich direkt nach der roten Karte, als er den Ball zur Ecke lenkt. Heute haben alle einen starken Job gemacht. Wie wir das als Kollektiv verteidigt haben, war überragend."

Zum Spiel:
"Ein besseres Szenario hätte es nicht geben können. Ich will nicht sagen, dass es unmöglich ist, weil wir daran glauben und es heute auch gezeigt haben. Deswegen denkst du natürlich: Geil, genauso soll es laufen. Aber da ist es ein weiter Weg hin und den haben wir heute in fast 100 Minuten bestritten. Darauf können wir stolz sein."

Zur bevorstehenden kurzen Winterpause:
"Natürlich tut es auf der einen Seite gut, jetzt auch mal herunterzufahren. Diese Saison ist schließlich sehr lang und da tun freie Tage immer gut. Mit dem Gefühl willst du aber natürlich eigentlich direkt in das nächste Spiel, weil du jetzt richtig Selbstvertrauen hast und einfach weiter machen willst. Klar ist das ein bisschen ärgerlich, aber dadurch, dass die Pause kurz ist, wirst du das Gefühl auch in den nächsten Wochen noch drin haben. Die Art und Weise, wie wir gearbeitet haben, war top und darauf können wir aufbauen."

Florian Krüger:
"Erstmal sind alle überglücklich, dieses Spiel gewonnen zu haben. Ich glaube, dass das auch nicht unverdient war. Wir haben das gut gemacht und von der ersten Minute an alles reingehauen. Wir haben komplett Gas gegeben und als Team verteidigt. Zusätzlich hatten wir gute Nadelstiche nach vorne. Klar, in so einem Spiel bei RB Leipzig muss vieles zusammenpassen und das hat es heute. Wir haben dann das 1:0 durch einen super Konter gemacht. Dann kam die rote Karte für Fabian Klos, wo sicherlich viele gedacht haben, dass es jetzt kippen könnte. Aber wir sind trotzdem als Mannschaft zusammengeblieben und haben die Chance, die wir bekommen haben, genutzt. Am Ende haben wir als Team alles reingehauen und gehen daher nicht unverdient als Sieger vom Platz."

Zum Assist vor dem 2:0:
"Wir waren vorne und dann kam ein unsauberer Pass von Leipzig direkt in meine Füße. Ich habe mich umgedreht und Masaya lief in die Lücke rein. Diese habe ich gesehen, den Ball dahin gespielt und er hat den Ball reingehauen. Also ich glaube, dass es ein rundum gelungener Konter nach einem Ballverlust war. Das war optimal, da hat alles gepasst. Es war unglaublich wichtig, nach dem Platzverweis das 2:0 nachzulegen. Das war ein rundum gelungener Jahresabschluss, der auch für die Rückrunde ganz wichtig ist. Ich denke, wir können mit einem sehr guten Gefühl in die Winterpause gehen."

Zu seiner Lage:
"Das Selbsverständnis? Ich glaube, das kommt mit jedem Spiel mehr. Der Anfang war nicht ganz so einfach. Ich hatte viele Einwechslungen, womit ich aber auch gerechnet hatte. Es war also keinesfalls so, dass ich mit irgendwelchen anderen Erwartungen hier reingegangen bin. Ich habe in den letzten Spielen immer mehr Einsatzzeiten bekommen und glaube auch, dass ich mit jedem Spiel besser reinkomme. Ich denke, dass das bisher mein bestes Spiel in der Bundesliga war, sodass ich mit einem sehr guten Gefühl in die einwöchige Pause gehen kann. Danach wollen wir so weiter machen, wie wir aufgehört haben."

Masaya Okugawa:
"Es war das letzte Spiel dieses Jahr und wir wollten versuchen, mit aller Macht einen versöhnlichen Abschluss zu schaffen - besonders weil die Zuschauer nicht im Stadion sein konnten. Von Beginn an hat Leipzig gefährliche Szenen gehabt, aber wir konnten dagegen halten und haben immer wieder Nadelstiche gesetzt und waren mit denen dann auch erfolgreich.
Am Ende sind wir überglücklich, den Sieg davonzutragen und mit einer kleinen Gewinnerserie in die Pause zugehen. Daran wollen wir dann nach der Pause anknüpfen.

Wir haben in den Spielen zuvor auch gut gespielt und daran wollten wir anknöpfen. Natürlich kam noch dazu, dass heute der letzte Spieltag in diesem Jahr war und wir 120% motiviert waren. Ich denke, das hat man auch auf dem Platz gesehen."

Frank Kramer:
"Wir sind unglaublich glücklich, dass wir die drei Punkte mitnehmen konnten mit einer Energieleistung des gesamten Teams. Jeder war für den anderen da, wir haben zusammen gefightet. Ich denke, dass wir sehr gut und kompakt verteidigt haben. Alles kann man nicht verteidigen, aber im Großen und Ganzen waren die Jungs immer da. Und in der Offensive waren wir effektiver, als wir es in dieser Saison bisher gezeigt haben. Darüber sind wir glücklich und stolz."

Domenico Tedesco (Trainer von Leipzig):
"Wir sind sehr enttäuscht. Wir konnten nicht die Torchancen erspielen, waren im letzten Drittel zu schlampig, haben zu schnell gespielt. Selbst wenn wir noch eine Stunde gespielt hätten, glaube ich nicht, dass wir noch ein Tor geschossen hätten. Nach dem 0:1 haben wir die Struktur verloren. Dann sind wir sehr naiv gewesen. Ebenso wie beim zweiten Gegentor. Glückwunsch an Bielefeld."

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