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DSC Arminia Bielefeld
Profis

Vogis Premiere sichert Punkt

Was für ein Pfund! Mit einem strammen Schuss erzielte Andreas Voglsammer nicht nur sein erstes Bundesliga-Tor, sondern auch den 1:1 (0:0)-Endstand im Klassenkampf-Duell beim 1.FSV Mainz 05. Dieser Treffer bedeutete am 27. Spieltag eine zweite positive Arminia-Premiere: der erste Punktgewinn nach einem Rückstand in dieser Spielzeit. Mit einer großen Portion Kampfkraft (57% gewonnene Zweikämpfe) sicherte sich unsere Mannschaft einen wichtigen Zähler.

DSC-Trainer Frank Kramer hatte für den gelbgesperrten Innenverteidiger Amos Pieper Mike van der Hoorn aufgeboten. Im Angriff startete Andreas Voglsammer für Kapitän Fabian Klos. „Vogi“ bearbeitete die linke Angriffsseite, während Ritsu Doan in der Sturmmitte agierte. Michel Vlap kam über den rechten Offensivflügel.

Die Hausherren waren sofort um Spielkontrolle bemüht, aber Arminia attackierte früh und aggressiv. So erzwang der DSC schnell ein Fehlpass vor dem Mainzer Strafraum, doch Masaya Okugawas Pass erreichten weder Doan noch Vlap (2.).

Mainz antwortete prompt mit der ersten guten Gelegenheit. Nach einem langen Einwurf kam Leandro Barreiro aus acht Metern zum Schuss, den Anderson Lucoqui zwei Meter vor der Torlinie klärte (3.). Mainz blieb am Drücker, traf mit einem 18-Meter-Freistoß von Daniel Brosinski (7.) das Außennetz – Stefan Ortega Moreno wäre aber im bedrohten Eck zur Stelle gewesen…

Arminias Antwort war ebenfalls ein ruhender Ball: Vlaps Hereingabe köpfte van der Hoorn Richtung Elfmeterpunkt, da war aber kein weiterer Bielefelder (8.). Doch der DSC blieb am Ball, Okugawa behauptete stark den Ball, Cedric Brunner flankte auf den zweiten Pfosten, wo Voglsammer per Kopf die Kugel knapp über die Latte setzte (9.).

Es ging offensiv weiter – unter Mithilfe des schwedischen Neu-Nationalspielers Joakim Nilsson, der im eigenen Strafraum unbedrängt dem Mainzer Angreifer Robert Glatzel das Spielgerät auflegte. Doch dieser war so überrascht, dass ihm der Ball weit wegsprang und Ortega Moreno zupacken konnte (11.).

Die Gastgeber machten weiter Dampf und hatten die nächste Chance, nachdem Leandro Barreiro nach einem Steilpass frei vor dem DSC-Kasten auftauchte. Doch Ortega Moreno war auch aus sieben Metern halbrechter Position nicht zu bezwingen (16.).

Wer gedacht hatte, dass er fade Kellerkost serviert bekommen würde, sah sich zumindest in der ersten Viertelstunde der Partie getäuscht. In der Folge wurde die Partie aber zerfahrener.

Die Nullfünfer ließen es im Passspiel an Präzision vermissen, auch beim DSC war im letzten Drittel die Genauigkeit zu gering. Unserer Mannschaft tat sich in dieser Phase schwer, über mehrere Stationen in Ballbesitz zu bleiben. Zu schnell war die Kugel wieder weg – was auf der anderen Seite auch für die Hausherren galt, da der DSC konzentriert und konsequent verteidigte.

Ein Aktivposten im Arminia-Angriffsspiel war im ersten Durchgang definitiv Andreas Voglsammer, der nicht nur die beste DSC-Chance per Kopf hatte (9.), sondern auch sehr zweikampfstark und stets anspielbar – so war es nicht verwunderlich, dass er der meistgefoulte Spieler war. Allerdings hatte das für den fast immer gleichen Mainzer Übeltäter bis zum Pausenpfiff kurioserweise keine Konsequenzen in Form einer Gelben Karte.

Nach dem Seitentausch kam der FSV mit neuem Schwung aus der Kabine und unsere Elf musste direkt zwei haarige Situationen im eigenen Strafraum überstehen (46./47.). Arminia schüttelte sich und vergab eine aussichtsreiche Kontersituation, die Doan mit einem unplatzierten Schuss in eine Mainzer Magengrube abschloss (51.).

Und dann gab es plötzlich Foulelfmeter für Mainz. Jonathan Burkardt wurde von van der Hoorn gefoult – Daniel Brosinski verwandelte zum 1:0 für die Gastgeber (56.).

Unsere Mannschaft war jetzt gefordert; sie tat sich allerdings weiterhin schwer, klare Chancen zu kreieren und die Gastgeber ernsthaft in Gefahr zu bringen. Nach einer Freistoßflanke landete van der Hoorns Kopfball in den Armen des Mainzer Torwarts (62.).

Die Hausherren suchten derweil die Vorentscheidung, fanden aber nach einem gefährlichen Angriff durch Karim Onisiwo nur das DSC-Außennetz (68.).

Unsere Mannschaft ließ sich nicht unterkriegen – und kam zum 1:1-Ausgleich (76.)! Freistoß aus 18 Metern, Voglsammer donnert den Ball in die Mauer und dann den Abpraller mit Schmackes in die Maschen! Fragwürdig allerdings zuvor, warum der Mainzer Bell, der im ersten Durchgang bereits Gelb wegen Ellbogeneinsatzes gesehen hatte, nicht mit der Ampelkarte vom Feld musste – hatte er doch den Freistoß verursacht durch einen klaren Ellbogencheck gegen den Hals von Fabian Klos…

Es wurde eine spannende Schlussviertelstunde, in der beide Teams den Siegtreffer suchten, aber keine klaren Chancen mehr herausspielten. So endete die Partie mit einem Remis.

1. FSV Mainz 05:
Zentner – St. Juste, Bell (77. Hack), Niakhaté (C) – Brosinski (71. da Costa), Kohr, Mwene – Barreio, Boetius (71. Latza) – Burkardt (76. Szalai), Glatzel (68. Onisiwo).

DSC Arminia Bielefeld:
Ortega Moreno (C) – Brunner, van der Hoorn, Nilsson, Lucoqui (86. de Medina) – Prietl, Maier (61. Kunze), Okugawa (71. Klos) – Vlap (61. Córdova), Doan, Voglsammer (86. Gebauer).

Tore:
1:0 (56./Foulelfmeter) Brosinski, 1:1 (76.) Voglsammer.

Gelbe Karten:
Bell, Latza, Barreio, Hack/Lucoqui.

Besonderheit:
Gelbe Karte für beide Cheftrainer (Svensson & Kramer)
 

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