Trotz Niederlage: Gelungener Test bei Union Berlin

Im ersten Härtetest der noch jungen Vorbereitung setzte Cheftrainer Mitch Kniat auf eine Dreierkette bestehend aus Leon Schneider, Semi Belkahia und Max Großer, die im Defensivverbund durch Christopher Lannert und Can Özkan untersützt wurde. Während im Mittelfeld Merv Biankadi, und Marius Wörl für Ordnung sorgten, stürmten in vorderster Front Manuel Wintzheimer, Fabian Klos und Nassim Boujellab.
Und gleich der Start war verheißungsvoll: Manuel Wintzheimer wird von Fabian Klos per Kopfball in Szene gesetzt und kommt kurz vor dem Strafraum zum Abschluss. Sein Versuch verfehlt das Ziel allerdings knapp (3.). Auf der anderen Seite ist es Kevin Volland, der sich das erste Mal über den Flügel durchsetzt und zum Abschluss kommt – vorerst leichte Beute für Jonas Kersken im Tor. Das Spiel hatte schon früh Betriebstemperatur, während im Stadionumlauf um die Null Grad herrschten. Hitzig wurde es dann in der 17. Minute. Ein langer Ball von Kersken wird erneut von Klos auf Wintzheimer verlängert. Im Eins-gegen-Eins setzt er sich erst gegen Josip Juranovic durch, wird dann im Sechzehner von Diogo Leite Leite klar gefoult. Allerdings blieb der fällige Pfiff von Schiedsrichter Eric Weisbach aus. Stattdessen ging es mit Eckball weiter – leider auch die falsche Entscheidung.
Die ersten zwanzig Minuten gestalten sich völlig ausgeglichen. Ein Klassenunterschied ist nicht zu erkennen. Erst nach gut einer halben Stunde kommen auch die Gastgeber immer besser in die Partie. Erst ist es Jérome Roussillon, der aus der zweiten Reihe Kersken prüft. Dann ist es Volland, der nach einer Ecke den Ball aus elf Metern am Tor vorbei setzt (31.). Kurz vor dem Halbzeittee haben sowohl Merv Biankadi als auch Fabian Klos die Gelegenheit zum Führungstreffer, beide Mal kann Union-Schlussmann Frederik Rönnow die Null halten. Erst lenkt er den Distanzschuss von Biankadi über die Latte (38.), dann steht er beim Kopfball von Klos richtig und hält den Ball fest (42.).
Für die zweite Hälfte brachte Cheftrainer Mitch Kniat gleich fünf Neue in die Partie: Nicklas Shipnoski, Louis Oppie, Henrik Koch und Thaddäus-Monju Momuluh kamen für Can Özkan, Fabian Klos, Nassim Boujellab und Manuel Wintzheimer aufs Spielfeld. Zudem wurde auch zwischen den Pfosten gewechselt. Leo Oppermann, der in der Jugend die Schuhe für die Eisernen schnürte, kam für Jonas Kersken aufs Grün.
Besser in die zweiten 45 Minuten kamen dann aber die Hausherren. Vor 14.107 Zuschauern zauberte der frisch eingewechselte Weltmeister Leonardo Bonucci einen Pass aus der eigenen Hälfte in den Lauf von Brenden Aaronson, der ein wenig Glück hat, dass Leon Schneider den Ball nicht erreicht, und dann frei vor dem Tor ins rechte Eck abschließt und Oppermann keine Chance lässt (0:1; 54.). Nur fünf Minuten später schlagen die Gastgeber erneut zu. Über Roussillon und Mikkel Kaufmann wird der frei stehende Janik Haberer im Rückraum bedient. Sein Abschluss ist nicht platziert, wird aber von Max Großer unglücklich abgefälscht und landet im Tor (0:2; 59.). Innerhalb weniger Spielminuten stellt Union das Spielgeschehen auf den Kopf.
Im weiteren Verlauf geht der Spielfluss aufgrund vieler Wechsel verloren, allerdings hat Leo Oppermann noch zwei Gelegenheiten sich auszuzeichnen. Denn sowohl beim Schuss von Andras Schäfer als auch kurz vor Schluss von Lucas Tousart ist er mit starken Reflexen zur Stelle. Nach exakt 90 Minuten beendete der Unparteiische Weisbach das Testspiel an der Alten Försterei.
DSC Arminia Bielefeld: Kersken (46. Oppermann)– Schneider (80. Obermeyer), Belkahia, Großer – Özkan (46. Oppie), Biankadi (80. Cherny), Wörl (66. Yildirim), Lannert (66. Geerkens) – Boujellab (46. Koch), Klos (46. Shipnoski), Wintzheimer (46. Momuluh)
1. FC Union Berlin: Rönnow (46. Schwolow) – Roussillon (76. Dehl), Leite /76. Oluwaseun Ogbemudia), Knoche (46. Bonucci), Juranovic (46. Trimmel) – Král, Aaronson (85. Schleinitz), Haberer (61. Schäfer) – Hollerbach (46. Kaufmann), Behrens (46. Jaeckel), Volland (61. Tousart)
Gelbe Karte: Biankadi, Yildirim
Tore: Aaronson (0:1; 54.), Haberer (0:2; 59.)
Zuschauer: 14.107

