Stefano Russo trifft zum Sieg

Und das lag auch an der laustarken Unterstützung unsere Fans: Rund 1400 von ihnen fuhren die 60 Kilometer rüber nach Niedersachsen. Beste Derby-Stimmung also an der Bremer Brücke, deren Name übrigens von einer benachbarten Eisenbahnbrücke kommt, auf der Züge nach Bremen fahren und dabei die Bremer Straße überqueren.
Für Felix Hagmann, der sich gegen Saarbrücken seine fünfte Gelbe abholte, rutschte Maximilian Großer in die Startelf. Auch unser Kapitän Mael Corboz war nach seiner Sperre wieder dabei. Für ihn blieb vorerst Isaiah Young draußen.
Erster Aufreger nach vier Minuten: Louis Oppie zirkelte einen Eckball direkt auf das Osnabrücker Tor, doch Schlussmann Jonsson fischte den Ball aus dem Winkel. Arminia setzte nach mit einer Doppelchance: Zunächst blockte die VfL-Abwehr gerade soeben noch einen Kopfball von Stefano Russo (6.). Der Abpraller landete bei Marius Wörl, dessen Schuss aber keine Gefahr brachte. Auf der Gegenseite verstolperte Ismail Badjie den Ball, konnte ihn aber noch zu Lars Kehl durchstecken, dessen Schuss aber übers Tor flog. Turbulenter Auftakt, der kaum Zeit zum Durchschnaufen ließ. Und unserer Arminia wenig später die Führung brachte: Nach einer Ecke von Oppie konnte Jonsson nur nach vorne abwehren. Russo (14.) stand goldrichtig und traf aus zwölf Metern zur verdienten Führung (1:0).
Julian Kania (16.) hatte danach den zweiten Treffer auf dem Fuß, verzog aber aus der Drehung. Kurz danach tankte sich unsere Nummer Sieben auf der linken Seite bis in den Strafraum durch, vergab jedoch aus sieben Metern die Großchance zum 2:0. Ähnlich wie gegen Saarbrücken funktionierte die Achse Kania- Grodowski hervorragend: Eine Kombination der beiden nahm danach Corboz (23.) volley, doch ein Osnabrücker Abwehrbein verhinderte den mittlerweile hochverdienten zweiten Treffer unserer Mannschaft. Eine Unachtsamkeit von Oppie führte dann zum ersten gefährlichen Konter der Gastgeber durch Gyamfi (26.), doch Oppie legte den Turbo ein und bügelte es wieder aus. Bis dahin ein starker Auftritt unserer Arminia. Auch weil sich der DSC in der Osnabrücker Hälfte festsetzte und den VfL kaum zur Entfaltung kommen ließ. Ein Abspielfehler dann von VfL-Keeper Jonsson, der unbedrängt den Ball zu Kania (38.) spielte, doch der war so überrascht, dass er daraus nichts Zählbares machen konnte.
Das hätte nach dem Seitenwechsel Corboz (48.) erledigen können. Doch einen Pass von Grodowski an den Fünfmeterraum setzte der Kapitän knapp neben das Tor. Danach dribbelte sich Kania (50.) perfekt durch Osnabrücker Strafraum, doch sein Schuss landete abgefälscht am Pfosten. Chancen im Minutentakt: Nach einem Freistoß von Russo zog Grodowski (52.) aus spitzem Winkel ab, den Abpraller konnte Schneider aber nicht verwerten. Osnabrück in der Folgezeit zwar deutlich bemühter, doch unsere Mannschaft entledigte sich der Sturm-und-Drang-Phase der Gastgeber recht souverän. Wenn auch in den letzten Minuten feldüberlegen, gelang den Gastgebern wenig. Osnabrücks Marcus Müller kassierte nach einem unschönen Foul an Lannert noch Gelb-Rot (90+5).
Weiter geht’s nach der Länderspielpause am 29. März (16.30 Uhr) zuhause gegen die Reserve von Hannover 96.
VfL Osnabrück: Jonsson – Kölle (59. Manu), Wiemann, J. Müller, Gyamfi – Gnaase (59. Amoako), Tesche (46. M. Müller), Kayo (59. Henning) – Niehoff (66. Goguadze), Kehl, Badjie
DSC Arminia Bielefeld: Kersken – Oppie, Schneider, Großer, Lannert, – Russo – Corboz (90+5 Felix), Wörl (75. Kunze), Schreck – Grodowski (74. Young), Kania (89. Sarenren-Bazee)
Tore: 1:0 Russo (14.)
Schiedsrichter: Eric Weisbach (Halle)
Zuschauer:15 689 (ausverkauft)
Gelbe Karten: Gnaase, Kayo, Wiemann, M. Müller – Großer

