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Saarbrücken zu effektiv und clever

Am 8. Spieltag setzte es gegen den 1. FC Saarbrücken eine klare Niederlage. Mit 2:6 sollten effektive Gäste die Punkte sicher mit ins Saarland nehmen. Die Tore von Kapitän Fabian Klos (1:0) und Aygün Yildirm (2:4) sollten letztlich nicht reichen. Hier geht's zum Spielbericht.

Unverändert zur Vorwoche schickte Cheftrainer Mitch Kniat dieselbe Startelf auf den Platz, die am vergangenen Spieltag gegen die SpVgg Unterhaching den 2:1-Sieg holte. Verletzungsbedingt fehlen Manuel Wintzheimer und Leo Oppermann im Kader. Für die beiden rücken Jonah Busse und Henrik Koch auf die Bank.

Noch vor dem Anpfiff wurde die Mannschaft von der Südtribüne in Empfang genommen: Ein gemeinsames Einsingen mit Gänsehautstimmung. Auch die Choreo sorgte früh dafür, dass die Stimmung mit dem Pfiff von Schiedsrichter Michael Bacher kaum besser sein konnte. Alles war angerichtet für ein perfektes Flutlichtspiel vor 17.125 Zuschauern.

Auf dem Platz entwickelte sich hingegen eine unruhige Partie, beide Mannschaften waren bemüht, Ball- und Spielkontrolle zu erlangen. Mit zunehmender Spieldauer gelang das unserer Mannschaft mehr, kam mit Christopher Lannert auch zum ersten gefährlichen Abschluss, wenngleich auch zufällig. Eine Hereingabe von halbrechts wird von seinem Gegenspieler abgefälscht und extrem gefährlich für Saarbrückens Schlussmann Tim Paterok, der den Ball noch über die Latte lenkt. Die darauf folgende Ecke bringt nichts ein, allerdings wird Jonas Kersken das erste Mal gefordert, weil er den Gegenstoß rund 30 Meter vor seinem Kasten klären muss. Nur vier Minuten später schnappt sich Nicklas Shippnoski einen Freistoß aus 20 Metern. Wieder ist Paterok in der richtigen Ecke und hält, genauso wie wenige Minuten drauf, nachdem Gerrit Gohlke eine Lannert-Flanke per Kopf nicht über die Linie, sondern in die Arme von Paterok köpft.

Die Gäste aus Saarbrücken brauchten bis zur 22. Minute, um den ersten Abschluss zu markieren. Doch Luca Kerber verzieht aus elf Metern knapp. Der Weckruf für die Gäste, die jetzt besser in die Partie kommen und sich mehr Ballbesitz erkämpfen. Die besseren Torchancen erspielen sich aber die Schwarz-Weiß-Blauen. Wieder ist es Gohlke, der im Strafraum an den Ball kommt und auf Mizuta ablegt. Unsere Nummer 25 verzieht aber klar. In der 31. Minute bringt Noah Sarenren Bazee endlich das Spielgerät im Tor unter – doch Schiedsrichter Bacher bremst die Euphorie sofort und entscheidet auf ein Handspiel von Shipnoski. Kurz vor der Halbzeit dann der Doppelschlag: Kaito Mizuta spielt sich auf der linken Seite frei und sucht mit seiner Hereingabe Kapitän Fabian Klos. Unwiderstehlich steigt unsere Nummer 9 hoch und versenkt das Ding zur völlig verdienten 1:0-Führung (41.). Eine Freude, die nicht lange anhalten sollte. Denn im direkten Gegenzug gleicht der FCS aus. Mizuta verschätzt sich nach einem halbhohen Ball durch den Sechzehner, Neudecker steht völlig blank und schiebt unbedrängt zum 1:1-Halbzeitstanda rein (1:1; 42.).

Mit dem Seitenwechsel ändert sich das Spiel zunehmend. Der kurz vor der Halbzeit erzielte Treffer hat den Gästen erkennbaren Auftrieb gegeben. Die erste Ecke verfehlt Calogero Rizzuto noch knapp, die darauf Folgende vollendet Luca Kerber zur 2:1-Führung (52.). In dieser Phase gelang es dem Team von Mitch Kniat nicht, zu eigenen Abschlüssen zu kommen. Lediglich Louis Oppies Schuss aus der zweiten Reihe ist bis zu 65. Minute die einzige im zweiten Durchgang. Auf der anderen Seiten sind es die Gäste, die vor dem Kasten von Jonas Kersken gnadenlos effektiv sind. Kai Brünker nutzt einen Gaus-Pass aus dem Halbfeld und erhöht auf 1:3 (68.). Vorhergegangen war ein Ballverlust im Mittelfeld. Während unseres wenigen Abschlüsse (Drehschuss Yildirim) nicht im Erfolg enden, ist es der FCS, der aus wenig ganz viel macht. Wieder ist es eine Ecke, diesmal steht Marcel Gaus am linken Strafraumeck völlig frei und schließt zum 1:4 ab (80.). Mit Wiederanpfiff keimt etwas Hoffnung auf: Aygün Yildirim nimmt eine Oppie-Flanke mitten im Sechzehner an, wirft alles rein und drück den Ball über die Linie (81.; 2:4). Von dem Treffer ließen sich die Saarländer allerdings nicht schocken. Simon Stehle und Lukas Boeder beendeten in der 88. (2:5) und 90.+3 Minute (2:6) auch die letzte Hoffnung, etwas Zählbares für den DSC in der SchücoArena zu behalten.

DSC Arminia: Kersken – Özkan (55. Oppie), Belkahia, Gohlke, Lannert– Wörl, Schreck (55. Boujellab), Mizuta (81. Biankadi)– Shipnoski (55. Putaro), Klos, Sarenren Bazee (69. Yildirim)

1.FCSaarbrücken: Paterok – Becker, Zeitz, Boeder – Günther-Schmidt (67. Stehle), Kerber, Gaus (82. Di Michele Sanchez), Neudecker (67. Civeja), Rizzuto (73. Thoelke) – Rabohic, Brünker (82. Uaferro)

Tore: Klos (1:0; 41.); Neudecker (1:1; 42.); Kerber (1:2; 51.); Brünker (1:3; 68.); Gaus (1:4; 88.); Yildirim (2:4; 81.); Boeder (1:5; 90.+3)

Gelbe Karten: Neudecker, Kerber/Shipsnoski, Lannert


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