"Das war eine Lehrstunde für uns"

Christopher Lannert: „Es ist extrem bitter, wir schenken die Führung vor der Halbzeit her und bekommen viel zu einfach das 1:1. Was dann in der zweiten Halbzeit passiert, geht natürlich nicht. Wir haben die Tore viel zu einfach bekommen und zu viele Chancen für Saarbrücken zugelassen. Wir haben hintenheraus nicht mehr gut verteidigt, sind nach dem 2:4 auf das 3:4 gegangen und haben dadurch brutale Lücken gelassen. Das ist dann zu einfach für Saarbrücken, um vor unser Tor zu kommen. Wir sind eine junge Mannschaft, aber alle wissen, dass das in der zweiten Halbzeit zu wenig war. Wir haben den Anspruch deutlich besser zu spielen. Und das wollen wir am Dienstag direkt zeigen, um dann vor allem die Menschen zu belohnen, die uns in der Kurve anfeuern.“
Zu der Unterstützung der Fans: „Größten Respekt vor unseren Fans. Das ist für uns als Team extrem wichtig, einfach zu wissen, dass die Menschen uns auch nach so einem Tag heute aufmuntern, in der Kurve stehen und uns diese Gänsehautmomente geben. Nach so einem Spiel ist das nicht überall so, dass man vor den Fans steht und das miterlebt. Das muss jedem von uns anstacheln und jeder muss 100 Prozent für diese Unterstützung geben. Am Dienstag müssen wir noch viel mehr auf den Platz bekommen und diese Menschen einfach belohnen.“
Sport-Geschäftsführer Michael Mutzel: „Das Ergebnis liest sich natürlich nicht gut. Am Ende ist es aus meiner Sicht auch etwas zu hoch ausgefallen. Ich hatte das Gefühl, dass Saarbrücken aus sieben Schüssen sechs Tore gemacht hat. Die erste Halbzeit fand ich noch relativ ausgeglichen. Aber insgesamt war es kein gutes Spiel von uns. Wir haben mit dem Ball nicht gut gespielt, zu viele Fehler gemacht und letztlich zu einfache Tore kassiert. Der Support war sensationell, das muss man einfach sagen, auch wenn die Leistung nicht gut war. Das hätte auch anders kommen können. Wir müssen das Spiel schnell analysieren und die Fehler zum nächsten Spiel abstellen. Wir sind heute auf einen Gegner getroffen, der gegen eine junge und hochmotivierte Mannschaft, sehr abgeklärt und erfahren gespielt hat.
Cheftrainer Mitch Kniat: „Mit der ersten Halbzeit waren wir zufrieden. Was mich extrem aufregt ist, dass wir nach der Führung im direkten Gegenzug den Ausgleich bekommen. Das Spiel hätte vielleicht anderes ausgesehen, wenn wir mit der Führung in die Kanine gehen. In der zweiten Halbzeit haben wir uns ziemlich naiv angestellt und sind in Konter reingelaufen. Saarbrücken hat das sehr gut gemacht, wir haben es ihnen aber auch sehr einfach gemacht. Das war eine Lehrstunde für uns. Wenn man sechs Tore kassiert ist es einfacher, nichts zu sagen. Wir müssen das Spiel jetzt schnell analysieren. Das Beste am heutigen Tag ist, dass das nächste Spiel direkt am Dienstag folgt und dann werden wir eine Reaktion zeigen.
Zur Unterstützung der Fans: „Was hier am Freitagabend vor dem Spiel abgeht, ist einfach nur mit Gänsehaut zu beschreiben. Man hat gesehen, dass wir alle in eine Richtung gehen. Das dann im Endeffekt so ein Spiel dabei herauskommt, ist extrem bitter. Wir hatten neunzig Minuten die Unterstützung und danach wurde weiter applaudiert. Wir sind jetzt einfach an der Reihe, am Dienstag etwas zurückzugeben. Die ganzen Emotionen von den Fans war einfach top. Aber unsere Leistung in der zweiten Halbzeit hat einfach nicht dazu gepasst.

