Rochelt köpft Arminia zum Derbysieg

Cheftrainer Oliver Kirch nahm im Vergleich zum vorherigen Spiel eine Veränderung in der Startelf vor: Benjamin Boakye rückte für Joel Felix in die Anfangsformation. Der DSC startete druckvoll in die Partie und suchte insbesondere über Leon Jensen und Isaiah Young den Weg nach vorne. In der siebten Minute bot sich Osnabrück nach einem zu kurzen Rückpass von Stefano Russo die große Chance zur Führung. Robin Meißner fing den Ball ab und lief allein auf Jonas Kersken zu, setzte seinen Abschluss jedoch rechts am Tor vorbei.
Neun Minuten später machte es der Osnabrücker Angreifer besser. Nach einem Pass von Arne Sicker, der an Maximilian Großer vorbeiging, erlief Meißner den Ball, umkurvte Kersken und schob zur Führung für die Gäste ein (16.). In der 26. Minute folgte die Antwort. Nach einem Foulspiel an der Grundlinie brachte Sicker einen Freistoß von der rechten Seite in den Strafraum. Maximilian Bauer stieg hoch und köpfte den Ball zum 1:1 ins Netz. Ein Distanzschuss von Marius Wörl ging über das Tor, auch Felix Hagmann versuchte es aus der Entfernung, fand jedoch nicht den Weg ins Ziel. So ging es mit einem Unentschieden in die Halbzeitpause. Der DSC hatte in der ersten Halbzeit viel Ballbesitz, klare Torchancen blieben zunächst jedoch aus.
Nach dem Seitenwechsel blieb die Partie zunächst ausgeglichen, ehe der DSC zunehmend das Kommando übernahm. Mit einem Doppelwechsel in der 59. Minute brachte Kirch frische Kräfte: Monju Thaddäus Momuluh und Jannik Rochelt ersetzten Isaiah Young und Benjamin Boakye. Die Wechsel zeigten Wirkung, Arminia erhöhte den Druck und kam zu mehreren guten Möglichkeiten. In der 62. Minute setzte Leon Jensen einen Abschluss aus rund 16 Metern über die Latte. Kurz darauf wurde es durch Jonny Grodowski richtig gefährlich. Der Stürmer verlängerte eine Hereingabe von der rechten Seite per Kopf, doch der Ball prallte an den linken Innenpfosten. Auch Osnabrück kam noch einmal zum Abschluss, Adrian Beck setzte seinen Versuch in der 64. Minute jedoch über das Tor.
Der DSC blieb am Drücker. In der 69. Minute wurde ein Abschluss von Grodowski nach Zuspiel von Marius Wörl noch von der Osnabrücker Defensive abgefälscht. Wenig später setzte sich Jannik Rochelt gegen mehrere Gegenspieler durch und legte quer auf Grodowski, dessen Schuss über das Tor ging. Auch ein weiterer Abschluss des Angreifers stellte VfL-Torhüter Jonas Krumrey nicht vor größere Probleme. Taddel Momuluh versuchte es ebenfalls aus aussichtsreicher Position, sein Schuss verfehlte das linke obere Eck nur knapp.
In der 85. Minute belohnte sich unsere Mannschaft schließlich für ihren Aufwand. Momuluh setzte sich auf der rechten Seite durch und brachte eine präzise Flanke in den Strafraum. Jannik Rochelt stieg hoch und köpfte den Ball unhaltbar zur umjubelten 2:1-Führung ins Tor. Kurz vor Schluss gab es allerdings noch einen bitteren Moment. Der eingewechselte Vincent Ocansey verletzte sich nach einem Zweikampf am Knie und musste vom Platz getragen werden. Er wurde zur weiteren Untersuchung ins Krankenhaus gebracht. Eine genaue Diagnose stand zunächst noch aus. Der gesamte DSC wünscht Vincent eine schnelle und vollständige Genesung.
Wenig später war Schluss. Unsere Arminia gewinnt das Derby gegen den VfL Osnabrück verdient mit 2:1 und feiert damit den zweiten Dreier in Folge. Nach dem Rückstand bewies die Mannschaft Moral, übernahm in der zweiten Halbzeit zunehmend die Kontrolle und belohnte sich kurz vor dem Ende mit dem entscheidenden Treffer von Rochelt.
DSC Bielefeld Bielefeld: Kersken - Hagmann (81. Koudossou), Bauer, Großer, Sicker - Russo - Jensen (81. Felix), Wörl - Boakye (59. Momuluh), Grodowski (88. Ocansey), Young (59. Rochelt)
VfL Osnabrück: Krumrey - Fabinski, Müller (89. Janotta), Wiemann - Kammerbauer, Flach (83. Raimund), Jacobsen, Gomez (89. Riesselmann) - Badjie (67. Kyereh), Beck (89. Münst) - Meißner
Schiedsrichter: Bacher (Rosenheim)
Zuschauer: 26.750 (ausverkauft)
Gelbe Karten: Boakye, Großer - Fabinski
Tore: 0:1 Meißner (15.), 1:1 Bauer (26.), 2:1 Rochelt (85.)

