Punktgleich ins direkte Duell

Zum 26. Mal treffen am Freitag Arminia Bielefeld und Eintracht Braunschweig in einem Pflichtspiel aufeinander. Bisher schlägt die Bilanz knapp für die Eintracht aus: Acht Siege gingen an den DSC, fünfmal gab es eine Punkteteilung und zwölfmal behielten die Niedersachsen die Oberhand. In der hemischen SchücoArena sieht die Bilanz aber gut aus: Sieben der 13 Heimspiele konnten gewonnen werden.
Am Freitagabend gastiert der Tabellen-18. beim 17.: Mit vier Niederlagen und einem Remis weisen die beiden Mannschaften nach fünf Spieltagen jeweils einen Punkt vor. Einzig das Torverhältnis sorgt mit -7 für einen kleinen Vorsprung des DSC, denn die „Löwen“ kommen auf -9.
Auffällig beim ersten Punktgewinn der beiden Teams ist, dass dies ausgerechnet gegen jeweils starke Gegner und beides am vergangenen Wochenende gelang: Während die Arminia beim Drittplatzierten, dem 1.FC Heidenheim, punktete (1:1), gelang der Eintracht ein Unentschieden gegen Aufstiegsaspiranten Fortuna Düsseldorf (2:2).
Die Zweikampfbereitschaft ist es, welche die Spielweise des DSC in den ersten Spielen besonders prägte: Mit insgesamt 1.069 geführten Zweikämpfen belegt die Arminia Platz Fünf im Ligavergleich. Eintracht Braunschweig hingegen ist bedeutend seltener in Eins-gegen-Eins-Situationen anzutreffen (963, Platz 17). Einzig der SC Paderborn bestritt in der laufenden Saison weniger Einzelduelle.
Hinzukommt, dass sich die Eintracht nur wenige Spielanteile erspielt. Mit 39,8% Ballbesitz belegt Braunschweig Platz 17 und überbietet lediglich den 1.FC Kaiserslautern. Zum Vergleich: Die Arminia schafft es mit durchschnittlich 43% Ballbesitz auf den 15. Platz aller Zweitligisten. Obwohl die Braunschweiger am vergangenen fünften Spieltag erst ihre ersten beiden Saisontore erzielten, schießen sie oft aufs Tor: Mit 76 Torschüssen belegen die Löwen hier immerhin Platz sechs im Ligavergleich. Vor allem das Torgestönge verhinderte frühere Tore: Viermal trafen die Niedersachsen Pfosten oder Latte - mehr als jeder andere Zweitligist bislang.
Blickt man zurück auf die letzten drei Duelle, endeten diese immer mit einem Punktgewinn für die Arminia (20. April 2018 (0:0), 17. November 2017 (2:2), 14. Mai 2017 (6:0)). Besonders die letztgenannte Partie dürfte den DSC-Anhängern noch in guter Erinnerung sein. Die Arminen traten am vorletzten Spieltach als Tabellen-17. an, die Braunschweiger lagen auf Platz Zwei und fieberten dem Aufstieg entgegen. Doch mit dem 6:0 gelang dem DSC ein großer Schritt in Richtung Klassenerhalt, während die Löwen ihren Tabellenplatz an den Lokalrivalen Hannover 96 entbehren mussten und in der Aufstiegsrelegation am VfL Wolfsburg scheiterten.
Neu-Cheftrainer Daniel Scherning könnte in der Vorbereitung auf den sechsten Spieltach von seiner Erfahrung aus der letzten Spielzeit profitieren, denn im Rahmen dessen gelang ihm gegen den späteren Aufsteiger mit dem VfL Osnabrück zweimal ein Remis (1:1, 2:2).
Doch auch anhand dieser Statistik können sich die Fans auf eine vermutlich torreiche Partie freuen: In zehn Duellen der beiden Vereine in der 2. Bundesliga fielen insgesamt 41 Tore – also im Schnitt etwas über vier Tore pro Begegnung. Gut für die Arminia: Bis zum ersten Saisontor benötigten die Löwen knapp sieben Stunden Spielzeit. Erst der 72. Eintracht-Torschuss klingelte im Kasten und sorgte für den ersten Treffer der laufenden Saison. Ob sich die Braunschweiger in der SchücoArena genauso schwertun, bleibt abzuwarten.
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