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Beherzter Punktgewinn in Berlin

Der DSC Arminia Bielefeld holt im Auswärtsspiel bei Hertha BSC einen wichtigen Punkt im Kampf um den Klassenerhalt. Beim 0:0 der besseren Art besitzt die Kramer-Elf die gefährlicheren Chancen und steht hinten sicher.

Das zehnte „Zu-Null“ der Saison, ein deutliches Chancenplus und stabile Abwehrarbeit sind Garant für einen wichtigen Punkt – durch das 0:0 Arminias bei Hertha BSC sammelt der DSC seinen 31. Zähler und guckt dank der couragierten und guten Leistung optimistisch in die beiden kommenden Wochen.

Zwei Wochen nach dem Auswärtsspiel gegen Borussia Mönchengladbach baute Cheftrainer Frank Kramer die Startaufstellung gegen die Hertha auf zwei Positionen um. Cedric Brunner rückte nach seiner abgesessenen Gelb-Sperre für Nathan de Medina zurück auf die Position des rechten Verteidigers und Andreas Voglsammer ersetzte Christian Gebauer im offensiven Mittelfeld.

Unsere Mannschaft nahm sofort aktiv am Geschehen teil und hatte schnell zwei gute Szenen im Hertha-Strafraum: Zunächst kam Fabian Klos einen Schritt zu spät (2.), dann war Ritsu Doans Schuss aus 18 Metern nach Klos-Ablage kein Problem für den Ex-Arminen Alexander Schwolow (3.) im Berliner Kasten.

Die Hausherren antworteten mit einem schnellen Konter, an dessen Ende Maximilian Mittelstädts 18-Meter-Schuss bravourös von unserer Nummer 1, Stefan Ortega Moreno, pariert wurde (8.).

Nahezu postwendend hatte Joakim Nilsson für Arminia die Führung auf dem Kopf – nach einer Ecke der Hertha-Leihgabe Arne Maier setzte der schwedische Innenverteidiger freistehend den Ball über das Gehäuse (10.).

Es war richtig Schwung in der Partie im Olympiastadion, wo das Geschehen dann für mehrere Minuten unterbrochen werden musste. Anderson Lucoqui und Mittelstädt waren zusammengestoßen – während Lucoqui nach kurzer Zeit wieder auf den Beinen stand, musste der Herthaner minutenlang behandelt werden, machte vorerst weiter, wurde dann allerdings noch vor der Halbzeit angeschlagen ausgewechselt.

Als Schiedsrichter Bastian Dankert die Partie nach einer fünfminütigen Unterbrechung wieder anpfiff, schnappte sich Manuel Prietl den Ball, spielte sich frei und schloss aus gut 25 Metern ab – er verfehlte das Tor allerdings um Haaresbreite (17.).

Nach 20 Minuten blickte unsere Mannschaft auf ein gut organisiertes, taktisch diszipliniertes, zweikampfstarkes und mutiges Auftreten. Die Folge war erneut eine gute Schusschance von Andreas Voglsammer, der vom linken Strafraumeck aus Schwolow zur nächsten Parade zwang (25.).

Und unsere Jungs blieben am Drücker! Zunächst fehlte bei einer aussichtsreichen Kontersituation die Präzision beim letzten Pass auf den durchstartenden Masaya Okugawa, doch den schwachen Berliner Klärungsversuch brachte Prietl mit viel Gefühl auf das Hertha-Tor, in dem Schwolow den Ball mit der Hand über die Latte lenkte (28.).

Arminia blieb konzentriert und gefährlich. Traumpass von Ortega Moreno auf Maier, der Doan an der Strafraumkante herrlich in Szene setzte, doch dem Japaner versprang der Ball bei der Annahme – sonst wäre er frei durch gewesen (33.).

Und die Hausherren? Mit langen Bällen versuchten sie immer wieder die schnellen Offensivkräfte einzusetzen. Das gelang selten, aber wenn es einmal klappte, wurde es gefährlich. Wie beim Pfostentreffer von Jhon Cordoba (36.) aus zwölf Metern.

Aber unsere Mannschaft blieb unbeeindruckt und lieferte dem Gastgeber ein Duell auf Augenhöhe. Und mit der nächsten Chance auf die Führung in der Hauptstadt: wieder ein langer Präzisionsball von Ortega Moreno auf Fabian Klos, der frei vor Schwolow das Spielgerät mit der Fußspitze jedoch leider nicht unter Kontrolle oder sogar ins Berliner Tor bekam (42.).

Die erste Hälfte war ein klares Statement, warum unsere Mannschaft einen Platz in der Bundesliga auch in der nächsten Saison verdient hat.

Nach Wiederanpfiff und Seitenwechsel meldete sich der DSC in Person von Voglsammer direkt spektakulär mit einem Fallrückzieher zurück in der Partie. Sein Abschluss verfehlte das Tor knapp. Auch ein Pieper-Kopfball sorgte in der 55. Minute für Gefahr, konnte durch Schwolow aber gut pariert werden.

Der DSC blieb dran und dominierte das Spielgeschehen, konnte sich Mitte der zweiten Halbzeit bis auf einen Schuss von Maier (72.) allerdings keine ganz klaren Torchancen erspielen. Ähnlich erging es den Gastgebern, die sich immer wieder an der starken Defensivarbeit Arminias die Zähne ausbissen.

Zehn Minuten vor Schluss befreiten sich die Jungs von der Spree dann wieder und verlagerten den Druck etwas in die Hälfte der Arminen. Trotz einer kleinen Druckphase der Elf von Pal Dardai zum Ende des Spiels blieb die Partie torlos, sodass das Schiedsrichtergespann um Dankert das intensive Duell nach insgesamt 94 Minuten abpfiff.

Durch das zehnte zu-Null in der Saison und dem Unentschieden beim Hauptstadtklub, der zum sechsten Mal in Folge ungeschlagen blieb, sammeln unsere Jungs einen wichtigen Punkt im Kampf um den Klassenerhalt. Kommende Woche empfängt die Kramer-Elf dann die TSG Hoffenheim in der SchücoArena.

Hertha BSC:
Schwolow - Klünter, Stark (C), Dardai - Zeefuik (46. Radonjic), Tousart (73. Boyata), Ascacibar, Mittelstädt (32. Torunarigha) - Cunha (59. Dilsrosun) - Córdova, Piatek (73. Darida).

DSC Arminia Bielefeld:
Ortega Moreno - Brunner, Pieper, Nilsson, Lucoqui - Prietl, Maier (90. van der Hoorn) - Okugawa (74. Kunze), Doan (84. Gebauer) - Voglsammer (90. Soukou), Klos (C) (84. Schipplock).

Gelbe Karten:
Tousart, Darida, Radonjic/Prietl, Brunner, Lucoqui, Kunze

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