Punkteteilung im Flutlichtspiel

Im Vergleich zum Spiel in Nürnberg tauschte unser Trainer Oliver Kirch zweimal durch: Arne Sicker und Marius Wörl starteten für Tim Handwerker und Sam Schreck. Unsere beiden Neuzugänge David Min und Leon Jensen nahmen zunächst auf der Ersatzbank Platz.
Und beide sahen, dass ihre neuen Arbeitskollegen von Beginn an richtig gut drauf waren: Nach 89 Sekunden der erste gefährliche Angriff über Taddel Momuluh, der im Zusammenspiel mit Henri Koudossou im Strafraum wieder an den Ball kam. Sein Schuss wurde aber von einem Abwehrbein der Hamburger entschärft. Zur defensiven Absicherung baute unsere Arminia zu Beginn aus der Vierer- eine Fünferkette, Stefano Russo rückte in die Abwehrmitte. Mit Erfolg: Denn auch wenn St. Pauli in der ersten Viertelstunde mehr Spielanteile hatte – so richtig gefährlich wurde es zunächst nicht. Eine erste Torannäherung durch einen Freistoß von Eric Smith (11.) klärte Jonas Kersken souverän zur Ecke. Wie man eine erste Chance nutzt, zeigte im Gegenzug unsere Arminia: Nach einem langen Ball von Kersken in den Strafraum verschätzte sich Paulis David Nemeth, ließ das Leder durchrutschen, Jannik Rochelt setzte perfekt seinen Körper ein und vollendete zur Führung. Und Arminia wollte mehr: Momuluh (18.) stibitzte wiederum Nemeth den Ball im Strafraum, sein Zuspiel fand aber keinen Abnehmer. Etwas aus dem Nichts dann der Ausgleich. Und wieder war Nemeth an der Aktion maßgeblich beteiligt. Seinen Pass nach einer Balleroberung im Mittelfeld erläuft Taichi Hara (20.), der das Leder aus halbrechter Position aus elf Metern ins linke Eck schiebt. Auch danach hatten die Gäste etwas mehr Ballbesitz. Die beste Gelegenheit in dieser Phase hatte aber der DSC: Momuluh (30.) dribbelte sich von der rechten Seite gleich an drei Abwehrspielern vorbei, seinen Abschluss blockte aber ein Paulianer Bein zur Ecke. Für die nächste Halbchance war dann Sicker (39.) verantwortlich, unter dessen Flanke Rochelt aber nicht heran kam. Kurz vor dem Seitenwechsel dann um ein Haar die erneute Bielefelder Führung. Momuluh setzte sich abermals im Strafraum durch, schob den Ball zu Mehlem, der zwar ins Tor traf. Der Treffer zählte aber nicht, weil Momuluh bei seiner Aktion zuvor Marcus Mathisen leicht gefoult hatte.
Die zweite Hälfte nahm erst ab Minute 50 Fahrt auf. Und ähnlich wie im ersten Abschnitt dominierte Arminia zunächst. Und genauso wie im ersten Durchgang traf unsere Mannschaft wieder früh: Eine Ecke von Rochelt fälschte Hara vor die Füße von Grodowski ab, der zum verdienten 2:1 (51.) traf. Im Anschluss setzten sich die Gäste in der Bielefelder Hälfte fest. In einer passiven DSC-Phase schlug Pauli wieder zu und kam zum Ausgleich durch Abdoulie Ceesay (65.), der mit der Hacke die Kugel ins Netz beförderte. Kurz darauf wechselte unser Cheftrainer: David Min und Leon Jensen kamen für Rochelt und Momuluh. Und Min fühlte sich in seinem neuen Umfeld direkt wohl und hätte neun Minuten vor Schluss beinahe das Maximum aus seiner Einwechslung gemacht, verzog aber von der Strafraumkante knapp über das Tor. Auch Till Wegner bekam noch weitere Zweitligaminuten und empfahl sich nachhaltig für mehr: Der 17-Jährige war in den Schlussminuten durchaus ein Faktor, dass wir einen hoch verdienten Punkt in Bielefeld behalten. Nach drei Minuten extra Zeit pfiff Schiedsrichter Felix Prigan die Partie 26.750 Zuschauern ab.
DSC Arminia Bielefeld: Kersken – Sicker, Großer, M. Bauer, Koudossou (81. Boakye) – Russo – Wörl (81. Wegener), Mehlem (76. Schreck) – Rochelt (66. Min), Grodowski, Momuluh (66. Jensen)
FC St. Pauli: Voll – Ando, Mathisen, Nemeth – Oppie, Smith, Rasmussen (88. Klein), Pyrka – Hrgota (46. Ceesay) – Hara (76. Niang), Kaars (46. Metcalfe)
Schiedsrichter: Felix Prigan (Deizisau)
Zuschauer: 26 750 (ausverkauft)
Gelbe Karten: Mehlem, Bauer – Ando, Smith, Pyrka
Tore: 1:0 (13.) Rochelt, 1:1 (20.) Hara, 2:1 (51.) Grodowski, 2:2 (65.) Ceesay

