Mitglieder schenken Präsidium das Vertrauen

Im Rahmen der Jahreshauptversammlung präsentierte Christoph Wortmann, kaufmännischer Geschäftsführer, für den Berichtszeitraum 1. Juli 2023 bis 30. Juni 2024 die aktuellen Zahlen. „Wir wachsen in unseren Erlössäulen, haben dabei aber weiterhin hohen Kostendruck. Ohne das Vertrauen der DSC-Familie wären diese Entwicklungen nicht möglich“, so Wortmann. Gesamterlöse in Höhe von 25,8 Millionen Euro stand ein Gesamtaufwand von 27,4 Millionen gegenüber. Die wesentlichen Ertragspositionen waren Merchandising (2,3 Millionen Euro), Eintrittskarten (5,8 Millionen Euro) Werbung/Sponsoring (8 Millionen Euro) sowie Fernsehgelder (1,96 Millionen Euro) und Transfers (2,2 Millionen Euro). Insbesondere die Einnahmen durch Eintrittsgelder und Fanartikel dokumentieren die große Verbundenheit der Arminen zu ihrem Club und die positive Entwicklung, zumal die 2,3 Millionen im Merchandising das zweitbeste Ergebnis der Vereinsgeschichte sind – trotz der Zugehörigkeit zur 3. Liga. Gleiches gilt für den Zuschauerschnitt von 18.798 und den Erlös von 5,8 Millionen, der ligaunabhängig zum drittbesten Wert beim DSC zählt.
Auch in der laufenden Saison 2024/25 ist die Treue der Menschen in Bielefeld und der Region zum Sportclub der Ostwestfalen ungebrochen: Mit 11.000 verkauften Dauerkarten kommt es zu einem erneuten Rekordergebnis in der 3. Liga. Der aktuelle Zuschauerschnitt beträgt darüber hinaus 21.048 pro Begegnung in unserer SchücoArena, während bis zu 2.000 Anhänger im Schnitt bei den Auswärtsspielen dabei sind. Im Bereich Fanartikel zeichnet sich auch jetzt schon ein weiterer positiver Trend ab. Insgesamt liegen die Erlöse bis zum 15. November 2024 bei 928 Tausend Euro und damit bereits 28 Prozent höher als im selben Zeitraum des vergangenen Jahres. Im Sponsoring werden aktuell mit 8,6 Millionen Euro geplant, womit der Wert zum Vorjahr ebenfalls übertroffen werden würde. „Wir wollen, dass Fans, Mitglieder und die Stadt wieder stolz auf unseren Verein sind. Wir wollen nahbar, authentisch und bodenständig sein und auch so auftreten.“, erklärt Wortmann, der die zahlreichen gemeinsamen Veranstaltungen (Führungen, Fanabende, Anrufe bei Fans, Kabinengespräche, Krombacher Fanabende, Mitgliederforen, und vieles mehr) aufzählte.

„Wir wollen unseren Verein aktiv gestalten und nicht verwalten. Die Basis dafür ist wirtschaftliches Wachstum, um mittelfristig das Kerngeschäft Fußball wieder zu stärken und die Wettbewerbsfähigkeit zu sichern.Wachstum aus uns selbst heraus ist die einzige Chance für Arminia Bielefeld. Mehr Interesse an Arminia Bielefeld über unsere Kanäle, im Stadion oder externe Kanäle fördert mehr Wachstum und dies führt dazu, dass wir das Kerngeschäft Fußball stärken, was im besten Fall zu mehr Interesse führt. Diese positive Spirale wollen und stoßen wir gerade an. Alle Mitarbeitenden arbeiten Tag für Tag mit viel Leidenschaft daran, Arminia stetig zu verbessern. Wir haben uns zum Ziel gesetzt den Verein ganzheitlich weiterzuentwickeln und das große Ganze nie aus den Augen zu verlieren.“ Christoph Wortmann.
Schatzmeister und Vizepräsident Rainer Kobusch präsentierte für den e.V. mit rund 95.000 Euro (bei etwa 2,6 Millionen Euro Umsatz) ein positives Ergebnis im Geschäftsjähr 2023/24, wenngleich sich die Ligazugehörigkeit und die damit verbundenen deutlich geringeren TV-Einnahmen auf die Marke Arminia und somit auch auf das Vereinsergebnis niederschlagen. „Die 3. Liga hinterlässt auch im e.V. ihre Spuren. Mit Sparsamkeit wurde ein positives Jahresergebnis erzielt“, erklärt Kobusch. Sehr erfreulich sei vor allem die Entwicklung der Mitgliederzahlen. Mit mittlerweile 16.505 Mitgliedern geht der DSC in das neue Geschäftsjahr. Das sind fast 1.500 mehr als im vergangenen Jahr.

„Das erklärte Ziel des e.V. ist es, komplett schuldenfrei zu sein.“ Rainer Kobusch.
„Wir sind auf dem Weg, nachdem vieles kaputt gegangen ist und wie vieles reparieren mussten“, blickt Präsident Rainer Schütte auf die Entwicklungen der vergangenen Jahre zurück. „Ich möchte mich bei allen Menschen im Club, die sich trotz der vielen Anstrengungen und Schwierigkeiten so engagiert, uns begleitet haben und uns die Hoffnung gegeben haben, dass es weitergeht, bedanken.“ Das seien zum einen die Mitglieder, zum anderen die vielen haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeitern des DSC. „Ohne euch wäre das alles nicht möglich.“ Weiterhin stellte Schütte die Wichtigkeit des Zusammenhalts, die soziale Verantwortung sowie die Vermittlung von Werten in den Vordergrund, die Arminia und seine Mitglieder stets vorlebten. „Hass, auch bei sportlichem Misserfolg, darf keinen Raum in unserer Gesellschaft bekommen. Das ist nicht Arminia-like und gehört nicht zu unsere Arminia-Familie“, betont Schütte.

„In der vergangenen Saison haben wir großes Vertrauen und den Zusammenhalt im ganzen Verein gespürt. Gerade in der sehr schwierigen Phase, in der wir zu Beginn der Rückserie 3 Spiele in Folge verloren haben“, beginnt Sport-Geschäftsführer Michael Mutzel seinen Rückblick auf die Saison. Nachdem wir diese Krise gemeinsam gemeistert haben, waren wir schon zu Beginn der aktuellen Saison deutlich stabiler als im Vorjahr. Mittlerweile wurde das Team um Cheftrainer Mitch Kniat in 30 Pflichtspielen nur fünf Mal geschlagen, steht in der 3. Liga auf dem zweiten Tabellenplatz, nach beeindruckenden Siegen gegen Hannover 96 und Union Berlin in der dritten Runde des DFB-Pokals und im Halbfinale des Westfalenpokals. „Ich bin zudem sehr stolz darauf, dass wir neben den U-Teams die jüngste Mannschaft der Liga haben. Es steckt noch viel Potential in unserer Mannschaft und alle Spieler können sich auch einzeln noch weiterentwickeln. Zudem bauen wir auch Talente aus dem eigenen Nachwuchs ein. Das ist unser Weg, und den werden wir auch genauso weitergehen“, blickt Mutzel voraus und stellt dabei insbesondere die Arbeit von Mitch Kniat und dem Trainerteam heraus: „Mitch und das gesamte Trainerteam machen einen tollen Job und stecken viel Detailarbeit in die Entwicklung unserer Mannschaft und auch der einzelnen Spieler. Sie sind in dieser Konstellation die richtigen Trainer für Arminia Bielefeld.“ Beeindruckt zeigte sich unser Sport-Geschäftsführer von der Unterstützung der Fans bei Heim- und Auswärtsspielen. „Wenn wir es schaffen, diese Stimmung in unserem Stadion aber auch auswärts durch die ganze Saison zu transportieren, dann werden wir am Ende ein paar Prozent mehr Power haben als viele unserer Gegner“, schließt Mutzel ab.

Auf der Tagesordnung stand am Montagabend auch die turnusgemäße Neuwahl des Präsidiums und des Ehrenrates. Für das Präsidium kandidierten die bisherigen Amtsinhaber um Rainer Schütte, Rainer Kobusch und Hans-Wilhelm Beckmann erneut. Gegenkandidaten gab es keine. Von den 378 stimmberechtigten Mitgliedern sprachen 87,23 Prozent den Verantwortlichen erneut das Vertrauen aus. Ein beeindruckendes Ergebnis und ein Zeichen des Vertrauens in die Gewählten. Im Ehrenrat kam es zu einer Neubesetzung des Gremiums. Mit Benjamin Müller (255 Stimmen) und Thorsten Brummel (196) wurden zwei neue Mitglieder in den Ehrenrat gewählt, während Augustin Kwamo-Kamden (261), Jörn Euscher-Klingenhagen (230) und Michael Fredebeul (220) im Amt bestätigt wurden. Die Mitglieder verabschiedeten und dankten den bisherigen Gremienmitgliedern Hans-Joachim Faber und Friedrich Straetmanns für ihre intensive, engagierte und langjährige Mitarbeit in den unterschiedlichen Funktionen beim DSC Arminia.




























