Mit der Spraydose im Stadion

An der Westtribünen-Rückseite ist zurzeit viel los: Nachdem bereits die Fassade des Kabinentraktes, des MAFAs und der Billiard-Arena neugestaltet wurden, verschönern Graffitikünstler nun auch die Außenwände des Presseraums samt den darunterliegenden Verkaufsständen. Die Fertigkeiten der Sprayer hatten die Arminis immer wieder bewundert und das wachsende Graffiti bei ihren Stadion-Besuchen genaustens inspiziert. Daher war es eine große Ehre für die jungen Fans, als sie gebeten wurden mitzugestalten und eigene Ideen für ihr Stadion einzubringen.
Das Fan-Projekt Bielefeld hatte sich für ihre dreiteilige Workshop-Reihe Experten gesucht, damit der Graffiti-Workshop fachgerecht begleitet wird. Der Verein "stadtklar e.V." unterstützt legale Graffiti-Projekte und die Firma "Artkumpan" begleitete das Projekt fachkundig durch Graffiti-Künstler Chris. Dieser gab eine Einführung ins Graffitisprühen und viele hilfreiche Tipps: Wie erstellt man eine Skizze? Welche CAP (Sprühkopf) benötige ich, um welchen Effekt zu erzielen? Und mit welchem Abstand zur Wand sollte man sprühen?
Und dann durften die Arminis selbst ans Werk. Nachdem sie ihre Fläche unter Block J inspiziert hatten, ging es ans Skizzieren. Denn natürlich mussten die Gegebenheiten der Wand bei der Ideenfindung mit einfließen. So wurde ein Fallrohr zur Fahnenstange und Anschlüsse zum Stromkasten. Selbstverständlich durfte auch ein großer „Arminis“-Schriftzug nicht fehlen, schließlich dient die Trafostation unter Block J den Arminis als Abholpunkt nach Heimspielen. Hier bot sich der Block-Style an: Große, eckige Buchstaben, die gut zu lesen sind.
Bevor es richtig losgehen konnte, musste der Boden abgeklebt werden. Und auch im späteren Prozess, so lernten die Arminis, werden Teile der Wand immer abgeklebt, um gerade Kanten und ein ordentliches Endergebnis zu erhalten. Das erfordert etwas Disziplin und Geduld, aber es lohnt sich. Mit Handschuhen und Maske ausgerüstet übten die Kinder zunächst die richtige Sprühtechnik an einem großen Stück Pappe. Danach ging es in die Wandgestaltung.
Über drei Tage hinweg, gaben die Arminis dem schönsten Stadion der Welt eine persönliche Note. Mit der Stencil-Technik, bei der Schablonen für den Farbauftrag genutzt werden, verfeinerten sie ihr Graffiti. Und zum Schluss durfte natürlich der persönliche Tag nicht fehlen: Mit ihrem Namen verewigte sich die Graffiti-Gruppe unter Block J. Stolz präsentierten sie ihr Graffiti und dankten Chris, dem Fanprojekt, „stadtklar e.V.“ und „Artkumpan“ für die Unterstützung sowie Arminia Bielefeld für die tolle Möglichkeit und das Vertrauen, an der Stadiongestaltung mitwirken zu dürfen.



































