„Keine Selbstzweifel“

Anders als in der vergangenen Woche fand die Pressekonferenz mit Blick auf das Heimspiel gegen den BVB nicht virtuell, sondern in physischer Präsenz statt. Dementsprechend waren Uwe Neuhaus, Samir Arabi, Fabian Klos und einige Journalisten in den Presseraum der SchücoArena gekommen, um mit den DSC-Protagonisten über das aktuelle Geschehen zu sprechen. Dabei ging es zunächst um die neuen Verordnungen hinsichtlich der Corona-Pandemie: "Wie alle Bundesliga-Vereine haben wir die Hinrunde ohnehin ohne Zuschauer geplant. Aber wenn man unser Spiel gegen Köln mit Zuschauern gesehen hat, weiß man, dass ein Spiel ohne unsere Fans ein Handicap für uns ist", so Geschäftsführer Sami Arabi über die bedauerliche Situation. "Klar ist, dass irgendetwas passieren muss, damit die Zahlen zurückgehen. Aber welche Entscheidungen richtig sind oder nicht, das müssen andere entscheiden", fügte Trainer Neuhaus mit Blick auf die kommenden Wochen hinzu.
Bezüglich des vergangenen Spieltags in Wolfsburg fand Neuhaus sowohl lobende als auch kritische Worte für seine Mannschaft. "Wir wollten Wolfsburg früh stören. Das hat gut geklappt, denn wir haben sie zu vielen langen Bällen gezwungen. Fußballerisch war das in der ersten Hälfte aber viel zu wenig von uns, das haben wir erst in der zweiten Hälfte besser gemacht", bewertete der Übungsleiter die Leistung seines Teams in der Autostadt. Angesprochen auf die kommende Partie gegen den BVB bezeichnete Neuhaus den Kader der Schwarz-Gelben als "ähnlich gut aufgestellt" wie den des FC Bayern München und betonte, dass es "eigene Entlastung" gegen den BVB brauche, um erfolgreich zu sein. Nachdem Cebio Soukou und Cedric Brunner in dieser Woche wieder an allen Trainingseinheiten teilgenommen haben, wird Andreas Voglsammer der einzige Ausfall gegen die Westfalen bleiben.
Trotz der zuletzt eher unglücklich verlaufenen Partien sieht Arabi keinen Grund zur Panik: "Ich habe vor dem Wolfsburg-Spiel gesagt, dass wir gut gestartet sind und da bleibe ich auch bei. Sicherlich hätten wir trotzdem den ein oder anderen Punkt mehr holen können", merkte der Geschäftsführer an, wohlwissend, dass auch die Mentalität der Mannschaft weiter gefordert sein werde: "Wichtig wird sein, dass wir weiter mutig und selbstbewusst auftreten. Es gibt keinen Grund, warum wir das nicht tun sollten", gab Arabi an.
Im zweiten Teil der Pressekonferenz widmete sich Kapitän Fabian Klos den Fragen der Journalisten. Auf das Niveau in der Bundesliga angesprochen, fand er deutliche Worte. "Dass die Bundesliga – neben der englischen Premier League – die beste Liga der Welt ist, hat sich bislang bestätigt. Es ist ganz schön schwierig. Mit vier Punkten kann man nicht von einem Traumstart sprechen, aber wir müssen auch nichts schlecht reden", kommentierte er die bisherige Leistung seiner Mannschaft. Auf die persönliche Leistung angesprochen, äußerte sich Klos nur knapp: "Es geht nicht darum, wann ich mein erstes Tor schieße, sondern darum, nach drei Niederlagen endlich wieder mit dem Punkten anzufangen“, stellte der Kapitän klar. Hinsichtlich des Spiels gegen den BVB sah Klos in seinem Abschluss-Statement hingegen keinen Grund, bescheiden aufzutreten: "Wir haben keine Selbstzweifel. Ich glaube, dass wir auch gegen Dortmund mindestens einen Punkt holen können", so Arminias Nummer neun.

