Karlsruher SC zu Gast in der SchücoArena

So sieht es aktuell aus: Ganz gut, dass wir am Samstag in unserem Wohnzimmer spielen. Denn der Karlsruher SC ist zuhause zusammen mit Paderborn ligaweit die Nummer eins. Auswärts gabs für den KSC in sechs Spielen dagegen nur einen Erfolg. In der aktuellen Tabelle belegen die Badener Platz fünf und liegen damit nur knapp hinter den Aufstiegsplätzen. Was auch am „Sturm-Trio infernale“ liegen dürfte. Denn Fabian Schleuser (6 Tore), Lilian Egloff (4) und Marvin Wanitzek (4) sind für 14 der bisherigen 19 Saisontreffer verantwortlich. Aus dem Sturm-Trio wird am Samstag allerdings maximal ein “Duo”, da Egloff die Reise nach Bielefeld verletzungsbedingt nicht antreten kann.
Kommen und Gehen: Wie bereits in der Vorschau zum Darmstadt-Spiel verdient auch diesmal Marvin Mehlem besondere Erwähnung: Denn Marvin ist ein echter Karlsruher Junge. 1997 in Karlsruhe geboren, durchlief er ab 2006 die Jugendteams des KSC und unterschrieb 2015 seinen ersten Profi-Vertrag – natürlich auch beim Karlsruher SC. Als es ihn 2017 nach Darmstadt zog, war er schon damals ein mehrfacher Jugend-Nationalspieler. In der U16-, U17-, U18- und U19-Auswahl trug er insgesamt 21-mal das Trikot mit dem Adler auf der Brust. Übrigens standen neun Spieler in ihrer Karriere sowohl für Arminia als auch für den KSC auf dem Feld: Bruno Labbadia, Reiner Maurer, Ioannis Masmanidis, Massimilian Porcello, Dennis Mast, Koen van der Biezen, Thijs Waterink, Valeri Shmarov und eben Marvin.
Face to Face: Gegen kaum einen Club ist die Bilanz so ausgeglichen wie gegen die Badener: 17 Siege für Arminia, 18 für den KSC, zwölfmal gab es keinen Sieger. Da wir am Wochenende aber in unserem Wohnzimmer spielen, muss ein Blick auf die Heimspiele gegen Karlsruhe drin sein. Und da haben wir von 24 Spielen 13 Partien gewonnen und nur sechs verloren. Deshalb zählt es am Samstag! Seit 2015 gelang Arminia kein Heimsieg gegen die Mannschaft aus dem Süden – am Samstag soll die Serie endlich enden! Also, auf geht’s: Kämpfen und siegen!
Zahlen, bitte: Der Ball ist rund und ein Spiel dauert 90 Minuten. Alte Fußballer-Weisheit, die für den Karlsruher SC nur bedingt gilt. Denn: Auch nach Ablauf der regulären 90 Minuten bleibt der KSC brandgefährlich. Gegen Schalke traf Fabian Schleusener in der der dritten Minute der Nachspielzeit. Am Spieltag davor Marvin Wanitzek gegen Fürth nach fast 100 Minuten (90.+7). Aber was Mut macht: Unser Gegner am Samstag ist auch genauso anfällig, wenn es in die Nachspielzeit geht. Gegen Kaiserslautern setzte es durch Marlon Ritter (90.+3) den entscheidenden Treffer zum 2:3. Und in Dresden verschenkte Karlsruhe in der 93. Minute den Sieg und fuhr mit einem 3:3 nach Hause. Also nicht am Wochenende frühzeitig das Stadion verlassen, ihr könntet wichtige Tore verpassen.
Fun-Fact am Rande: Wer erinnert sich nicht mehr an das „Wunder vom Wildpark“? Vor fast exakt 32 Jahren gewann der KSC am 2. November 1993 das Europapokal-Rückspiel gegen Valencia mit 7:0 und vier Toren von „Euro-Eddy“ Schmitt. Das Hinspiel hatten die Spanier noch mit 3:1 für sich entschieden.
2024 war das wirtschaftlich erfolgreichste Jahr der Karlsruher in der Vereinsgeschichte: Im November wurde stolz ein Umsatz von 45,2 Millionen Euro, eine Verdopplung der Mitgliederzahl und eine Verdreifachung der Dauerkarteninhaber verkündet.
Christian Eichner war früher selbst Spieler des KSC (2005-2009), ehe er 2020 das Amt des Cheftrainers übernahm. Als Außenverteidiger bestritt er 128 Spiele und traf dabei dreimal. Als Coach arbeitete er sich Stück für Stück hoch: Bis 2017 war er Co-Trainer der U17 des KSC, um dann bis 2020 als Co-Trainer der ersten Mannschaft zu arbeiten.

