„Ich habe immer ein offenes Ohr für alle“

„Im Grunde habe ich Aufgaben von A bis Z“, sagt die 29-Jährige, beim Versuch ihre Rolle in Kürze zu beschreiben. Ein Unterfangen, das nicht wirklich gelingen kann. Denn mit ihrem Einstieg in das neue Berufsfeld, gab es rund um die Mannschaft einen kompletten Umbruch. Fluch und Segen zugleich: „Es ist für alle eine neue Situation. Bis auf Fabian Klos, Christopher Schepp und Henrik Koch, stoßen alle mehr oder weniger neu zum Team hinzu. Das hat den Vorteil, das bisherige Strukturen neu gedacht und eingeführt werden können. Aber wir müssen das Rad auch nicht neu erfinden, sondern können auch auf bestehende Grundlagen und Erfahrungen setzen. Das erleichtert den Einstieg natürlich ungemein“, beschreibt Sandra ihre ersten Tage.
Gänzlich neu sind ihre Einblicke in das Mannschaftsleben nicht. Seit rund sechs Jahren ist sie beim DSC und kennt die Abläufe im Verein, führte bis vor Kurzem die Frauenmannschaft in der Regionalliga als Kapitänin auf den Platz und zum Westfalenpokal-Sieg. Als Assistentin des Präsidiums hatte sie zudem immer wieder Schnittstellen zu den Profis und der Geschäftsführung. Dass ihr Alltag jetzt hektischer ist, daraus macht sie kein Geheimnis: „Gerade jetzt am Anfang treffen wir im Team viele Absprachen. Wir brauchen Spielberechtigungen für die Neuverpflichtungen, müssen medizinische Checks organisieren, Dokumentationen anlegen. Außerdem benötigen viele der Spieler, Trainer und Physios neue Wohnungen. Hier versuche ich, so gut es geht, Kontakte herzustellen und Besichtigungen zu koordinieren“, erklärt die gebürtige Österreicherin. Auch die täglichen Wünsche und Bedürfnisse von Spielern und Trainern nimmt sie gerne auf. „Es schadet sicher nicht, dass ich selbst lange Fußball gespielt habe und mir viele Abläufe und Probleme bekannt sind. Ich kann mich mit den Spielern sehr gut identifizieren und das eine oder andere antizipieren. Es macht mir einfach Freude mit den Jungs zu arbeiten und ich habe immer ein offenes Ohr für alle“, verrät die gelernte Innenverteidigerin.
Hinzu kommen dann die Aufgaben des täglichen Bedarfes: Termine mit den Geschäftsführern Michael Mutzel und Christoph Wortmann, Absprachen mit den kommenden Gegnern, Planung von Auswärtsfahrten oder das stattfindende Trainingslager sowie Abstimmungen mit der Medienabteilung für diverse Themen und Termine. „Da fangen die Tage früh an, enden im Moment vielleicht auch etwas später. Aber das ist eine extrem spannende und ereignisreiche Phase, die einfach Spaß macht. Da fallen die Stunden noch nicht so ins Gewicht.“
Damit sie nicht 24/7 nur an Fußball und die Mannschaft denkt, lenkt sich „Hausi“ mit Freunden oder Sport ab. „Aber wenn es wirklich brennt, bin ich da. Die Jungs können sich immer bei mir melden. Sie sollten nur vorher priorisieren, ob ein Anruf oder eine Nachricht zu später Stunde wirklich wichtig ist“, scherzt die Frau hinter dem Team, die sich in dem von Männern geprägten Umfeld, durchzusetzen weiß.

