Helau und Alaaf

In Ostwestfalen ist Gardetanz eher unbekannt, wird die fünfte Jahreszeit in Bielefeld doch kaum gefeiert. Daher gab es zum Einstieg eine kleine Einführung in die Geschichte des Tanzes, der um 1920 entstanden ist. Gardetanz kombiniert Akrobatik und Ballettelemente. Er zählt zu den Marschtänzen und daher ist Choreografie und Synchronität besonders wichtig. Um einen ersten Eindruck gewinnen zu können, schauten die Arminis ein Gardetanzvideo – Puh, ganz schön anspruchsvoll!
Danach konnte es endlich mit dem Sport losgehen. Wie beim Fußball ist auch beim Gardetanz das Aufwärmen sehr wichtig. Zu Karnevalsliedern liefen sich die Arminis warm. Hampelmänner und Seilspringen gehörten ebenfalls zum Programm. Auch Dehnen ist wichtig, denn nur mit geschmeidigen und aufgewärmten Muskeln ist es sicher, die Akrobatikelemente im Tanz auszuführen.
Doch gestartet wurde mit Gardetanz-Grundschritten. Dazu zählt Marschieren, Winken und – ganz wichtig – Lächeln und Spaß haben. Aber auch den Pferdeschritt und Beinwurf lernten die Ostwestfalen, denn beide Schritte tauchen sehr häufig im Karnevalstanz auf. Gewappnet mit diesen Grundelementen kam die Choreo an die Reihe. Dabei ging die schwarz-weiß-blaue Gruppe Schritt für Schritt vor: Zuerst die Bewegungen einzeln und ohne Musik durchgehen. Dann alle Bewegungen zu einer Schrittfolge zusammenbinden. Und schließlich die gesamte Reihenfolge durchtanzen und mehrmals wiederholen. Erst dann kommt die Karnevalsmusik dazu und es wird richtig lustig. So bekamen die Arminis einen Einblick in eine neue Tanzform, die Karnevalskultur und verbrachten, mitten in Ostwestfalen, einen närrischen Nachmittag.









