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Für den Klassenerhalt den Teufel besiegen

Am kommenden Samstag (13. Mai, 13 Uhr) tritt unsere Mannschaft beim 1. FC Kaiserslautern auf dem Betzenberg an. Warum die Lauterer gegen uns im Sondertrikot spielen und umgangssprachlich auch als Rote Teufel bezeichnet werden, haben wir für euch herausgearbeitet.

Wenn man das Wortspiel mit der umgangssprachlichen Bezeichnung für die Kicker aus Kaiserslautern zulässt, fahren wir am Samstag in Teufels Küche. Die „Roten Teufel“ spielen auf ihrem Betzenberg, wie das Fritz-Walter-Stadion wegen seiner Lage genannt wird. Im Jahr 1900 als reiner Fußballklub gegründet, und mit zahlreichen großen Erfolgen in der Vereinsgeschichte, zählt der 1. FC Kaiserslautern unabdingbar zu den größten Traditionsvereinen in Deutschland.

Trotzdem rätseln Anhänger bis heute über die Geburtsstunde ihrer teuflischen Bezeichnung. Die Theorien gehen zurück bis vor das Jahr 1934, als bereits das Sportmagazin „Kicker“ die Fußballer als „Teufel“ bezeichnete. Diese Bezeichnung fiel nach einer Siegesserie der Lauterer, was im Zusammenhang mit der gängigen Form von „teuflisch gut“ stehen könnte. Allerdings erinnern auch die knallroten Vereinsfarben im Logo seit 1931 und die gänzlich rote Spielkleidung seit 1948 an das „rote Böse“. Fritz Walter persönlich soll diese Tracht miteingeführt haben, nachdem er im Zweiten Weltkrieg ebenfalls in roten Farben für die Soldatenelf „Rote Jäger“ auflief. Zeitungen übernahmen schließlich die Bezeichnung „Rote Teufel“, der sich erst später gegen den Begriff der „Walterelf“ zu Ehren von Vereinslegende Fritz Walter durchsetzte. Der Ehrenspielführer der Weltmeister-Nationalmannschaft von 1954 hielt dem Verein über 30 Jahre die Treue und ist bis heute wegen seiner sportlichen und menschlichen Leistung Kaiserslauterns Symbolfigur. Schließlich führte er sie zu Lauterns ersten beiden Deutschen Meisterschaften.

Die vierte und bisher letzte Deutsche Meisterschaft gewann Kaiserslautern übrigens am 2. Mai 1998. Als bisher einzige deutsche Mannschaft gelang den Roten Teufeln der Titel in der Folgesaison des Aufstiegs - der Grund, weshalb sie zum 25. Jubiläum dieses Ereignisses gegen uns am Samstag (13. Mai, 13 Uhr) im Sondertrikot auflaufen werden. Auch deswegen wird die Stimmung vor durchschnittlich knapp 40.000 Zuschauern am Betzenberg wohl teuflisch gut – nur beim HSV besuchen mehr Fans die Heimspiele. In dem Fall kann man wohl wortwörtlich sagen: Für den Klassenerhalt müssen wir durch die Hölle gehen und die Teufel besiegen. 

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