Frauen unterliegen S04 im Finale, U17 holt den Titel

Mit drei Änderungen ging der DSC in die Partie im Schalker Parkstadion, die aufgrund eines Gewitters mit 30-minütiger Verspätung begann. Lisa Venrath rückte für Kira Kutzinski zwischen die Pfosten, Celine Preuß und Anna Czekalla ersetzten Phine Ebert und Emelie Klingen.
Von Beginn an lieferten beide Mannschaften den rund 2.000 Zuschauern ein intensives Spiel, dass sich durch viele Zweikämpfe auszeichnete. Nicht mal zwei Minuten waren gespielt, da verpasste Czekalla per Kopf die frühe Führung für Arminia. Auf der Gegenseite rettete Lea Bultmann in höchster Not im eigenen Strafraum (3.). Kurz darauf war Venrath bei einem Schalker Abschluss zur Stelle (9.). Den besten Abschluss für Arminia hatte Jocelyn Hampel nach 25 Minuten, es fehlte allerdings die letzte Präzision. Kurz vor der Pause verhinderten Venrath und der Querbalken die Führung für S04 (42.), die fiel dann aber nach der anschließenden Ecke. Erneut landete der Ball zunächst an der Latte, beim Abpraller war dann Alessandra Vogel zur Stelle und netzte zum 1:0 für Schalke ein. Im Anschluss verpasste Hampel mit einem Distanzschuss die direkte Antwort (45,), dann klärte Marie Bärenwaldt für Arminia kurz vor der Linie (45.+2). Mit dem 0:1-Rückstand ging es in die Pause.
Mit einem Doppelwechsel (Klingen und Ebert für Jana Leuchtmann und Preuß) reagierte das Trainerteam um Kevin Stwolinsi und Annabel Jäger. Die erste Chance im zweiten Durchgang gehörte Schalke 04, Bollmann traf nur das Außennetz (48.). Nach 60 Minuten war dann S04 im Glück, dass nicht der Ausgleich fiel. Nach Steckpass von Bultmann tauchte Hampel vor dem Tor auf, ihr Abschluss geriet allerdings zu zentral (61.). Statt des Treffers für Arminia, der in dieser Phase verdient gewesen wäre, erzielten die Gastgeberinnen kurz darauf das 2:0 (62.). Nach einem langen Ball setzte sich Nathalie Bollmann gegen Venrath durch und schob ins leere Tor ein. Besonders bitter für den DSC: bei der Aktion verletzte sich unsere Torhüterin schwer am Knie und musste nach ihrer Auswechslung vom Krankenwagen abgeholt werden. In der Folge versuchte Arminia nochmal alles, um einen eigenen Treffer zu erzielen. Im letzten Drittel fehlte allerdings oftmals die Präzision und so kam unsere Mannschaft nur selten gefährlich vor das gegnerische Tor. Die eingewechselte Kira Kutzinski verhinderte mit einer starken Fußparade das 0:3 (85.). In der aufgrund der langen Verletzungsunterbrechung üppigen Nachspielzeit gelang es unseren Frauen nicht mehr den Anschlusstreffer zu erzielen. Stattdessen stellte Laura Radke nach einem Konter mit der letzten Aktion auf 3:0 für den Regionalligaaufsteiger (90.+15).
„Es ist sehr schade. Wir haben heute leider keine gute Leistung gezeigt und daher auch verdient verloren“, analysierte Stwolinski nach Abpfiff. „Wir haben uns viel vorgenommen, aber konnten unsere Stärken nicht auf den Platz bringen. Wir haben die Bälle schnell verloren und waren in den Zweikämpfen nicht richtig da.“ Auch Trainerkollegin Annabel Jäger war nach dem Spiel sichtlich enttäuscht: „Wir waren heute nicht bei Hundert Prozent. Vielleicht haben wir uns vor der Kulisse einschüchtern lassen. Es tut sehr weh, dass wir die Saison ohne einen Titel beenden.“ Gleichzeitig fand die Trainerin nach ihrem letzten Spiel an der Seitenlinie auch lobende Worte: „Ich bin stolz auf diese Mannschaft. Wir haben uns super weiterentwickelt und viel gelernt. Das nehmen wir aus dieser Saison mit.“

Erfreulicher verlief der Ausflug ins Parkstadion für unsere U17-Mädels. In einer umkämpften Partie gegen den VfL Bochum erzielte Leonie-Sophie Sievert in der 27. Minute das Tor des Tages. Mit ihrem Distanzschuss brachte sie den DSC auf die Siegerstraße, in der Folge ließen unsere Mädels einige gute Chancen ungenutzt und so musste bis zum Schluss gezittert werden. Mit Abpfiff kannte der Jubel keine Grenzen mehr, Spielerinnen und das Trainerteam feierten den Pokalerfolg mit den mitgereisten Fans.
„Es war von beiden Mannschaften kein schönes Fußballspiel heute, aber das ist am Ende egal. Die Mädels waren heute sicher etwas nervös und wir haben es verpasst, das Spiel früher zu entscheiden“, analysierte Cheftrainer Lukas Volkmann. „Dennoch haben wir verdient gewonnen, da wir hinten kaum etwas zugelassen haben. Wir wollten den Pokal unbedingt holen. Jetzt wollen wir am Samstag den zweiten Schritt gehen und den nächsten Titel einfahren.“ Dann trifft unsere U17 im letzten Spiel der Regionalligasaison auswärts auf Borussia Mönchengladbach, Anstoß ist um 15 Uhr. Mit einem Sieg können unsere Mädels die Saison mit der Meisterschaft krönen. Durch die Teilnahme am Westfalenpokalfinale hat sich der DSC außerdem für den DFB-Pokal in der kommenden Saison qualifiziert.























