Frauen im Finale!

Cheftrainer Tom Rerucha freut sich über die gelungene Umsetzung seines Matchplans: „Wir haben uns vorgenommen, auf eine Dreierkette umzustellen, um stabiler zu stehen und Konter besser abzusichern. Neben der geringen Chancenverwertung war das in den vergangenen Partien unser Problem. Da wir davon ausgegangen sind, dass Siegen sehr ähnlich spielen wird wie unsere letzten Gegner, haben wir ein paar Anpassungen vorgenommen, die auch gut funktioniert haben.“ Zunächst haben unsere Frauen nicht viel zugelassen, selber konnten sich unsere Farben jedoch auch nicht viele zwingende Möglichkeiten herausspielen. „Das 1:0 durch Jana Radosavljevic nach einer halben Stunde war eigentlich unsere erste große Chance“, erklärt Rerucha. „Glücklicherweise konnten wir durch einen erneuten Treffer von Jana (44.) kurz vor der Pause auf 2:0 erhöhen.“
In der zweiten Spielhälfte hatten sich unsere Frauen vorgenommen, die Aktivität weiterhin hochzuhalten. Rerucha ergänzt: „Nach dem 3:0 durch Madeline MC Cracken (56.) dachten wir schon, wir sind durch. Dann konnte sich Siegen jedoch wieder herankämpfen. Wir wurden etwas hektischer und mussten in der 61. Spielminute das 3:1 nach einer Ecke hinnehmen - das kam ziemlich aus dem nichts. Sieben Minuten später ist dann der Treffer zum 3:2-Anschluss durch einen eigenen Ballverlust im Mittelfeld entstanden. Dadurch hat sich das Spiel nochmal in eine komplett andere Richtung entwickelt.“ Daraufhin habe Siegen alles nach vorne geworfen und unsere Frauen mussten auf Konter zurückgreifen. Einer dieser Gegenstöße war schließlich von Erfolg gekrönt: „Nachdem wir bei einem Lattentreffer der Sportfreunde aus Siegen noch Glück hatten, konnte Naryis Mohamed ihr erstes Tor erzielen und unseren Finaleinzug besiegeln." (88.)
Rerucha resümiert: „Alles in allem war es definitiv ein verdienter Sieg, trotzdem haben wir uns das Leben durch unsere eigenen Fehler unnötig schwer gemacht. Das kann durch die Nervosität, die ein Pokalspiel vor vergleichsweise vielen Zuschauern mit sich bringt, aber mal passieren. Die Zitterpartie hätten wir uns natürlich trotzdem gerne erspart. Positiv sei aber in jedem Fall, dass wir es endlich wieder geschafft haben, vier Tore zu erzielen und der Knoten ein bisschen geplatzt ist.“
Nun richte sich der Blick optimistisch und voller Vorfreude auf das Finale gegen den VfL Bochum: „Schon am Anfang der Saison haben wir uns den Finaleinzug als klares Ziel gesetzt. Jetzt ist unser Ziel natürlich zu gewinnen und uns für unsere guten Leitungen belohnen – immerhin hatten wir auch keinen leichten Weg bis ins Finale. Wir wissen zwar noch nicht, wann und wo das Spiel stattfinden wird, aber eins steht fest: Wir haben Bock!“

