Frauen beweisen Nerven

Als Schiedsrichterin Annika Paszehr am Sonntagnachmittag das DFB-Pokalspiel der Frauen gegen Viktoria Berlin vor knapp 140 Zuschauern anpfiff, war den Anwesenden noch nicht klar, dass dies ein langer Nachmittag werden würde. Mehr als 120 Minuten, um genau zu sein.
Nachdem sich beide Mannschaften in den ersten Minuten abtasteten und einen guten Zugang zum Spiel suchten, entwickelte sich mit der Zeit ein schnelles und intensives Spiel in der EDIMEDIEN-Arena. In der 42. Spielminute konnte der DSC durch Lisa Lösch in Führung gehen: Nachdem Inga Merschel einen Rückpass der Berliner abfangen konnte, wurde sie im Strafraum zu Boden gerissen. Den darauf folgenden Strafstoß schoss unsere Nummer zehn kraftvoll in die Maschen und ließ der Torhüterin keine Chance.
Nach der Halbzeitpause zeichnete sich dann ein weiterhin ausgeglichenes Spiel ab, in dem sich keine der beiden Mannschaften ein Übergewicht erspielen konnte. In der 56. Minute sorgte eine kleine Unaufmerksamkeit in der DSC-Defensive allerdings für den unglücklichen Ausgleich: Trinity Künzel konnte mit einem satten Flachschuss das 1:1 erzielen.
Da in den restlichen Minuten inkl. Verlängerung keine Tore mehr fielen, musste die Entscheidung vom Punkt fallen. Im Elfmeterschießen konnte sich unsere Auswahl dann durch Treffer von Kim Schneider, Leonie Heitlindemann und erneut Lösch, sowie einer starken Leistung von DSC-Torhüterin Lisa Venrath mit 3:2 durchsetzen und in die zweite Runde des DFB-Pokals einziehen.
Sandra Hausberger, DSC-Kapitänin:
"Der Sieg war enorm wichtig für die Mannschaft und für den Start. Ich glaube, wir sind uns alle bewusst, dass das nicht unser bestes Spiel war. Es war ein typisches erstes Spiel, indem noch nicht so vieles funktionier hat und die Abläufe etwas unrund waren. Wir haben aber gezeigt, dass wir bis zum Ende kämpfen können. Wir wissen, dass wir noch an einigen Dingen arbeiten müssen und werden das auch tun - die Vorberereitung war nicht überragend. Umso schöner, dass wir heute gewinnen konnten. Jetzt freuen wir uns erst einmal sehr, dass wir in die zweite Runde eingezogen sind und werden da ein anderes Gesicht aufweisen und auch zeigen, dass wir nicht nur kämpfen, sondern auch Fußballspielen können."




















