Ein Kreuz für die Ewigkeit

Einmal im Stadtkern von Leverkusen angekommen, ist es kaum noch zu übersehen: Das berühmte Bayer-Kreuz. Mit einem Durchmesser von 51 Metern stellt es die größte Leuchtreklame der Welt (!) dar und ist seit 1958 nicht mehr aus der Stadt wegzudenken. Vor 12 Jahren stand die strahlende Zukunft der Lichtinstallation jedoch auf der Kippe: nachdem die Fertigstellung der Medienfassade des Bayer-Hochhauses auf das Jahr 2009 festgelegt worden war, plante die Stadt gleichzeitig, das ursprüngliche Bayer-Kreuz zu demontieren und in einem moderneren Licht – nämlich mit rund 3,5 Mio. Leuchtdioden – darzustellen. Ein Leverkusener Fanklub kämpfte jedoch für den Erhalt des ursprünglichen Bayer-Kreuzes – und bewies dabei gehöriges Durchhaltevermögen.
Letzteres gilt es auch am kommenden Samstag (HALBVIER) bei unserem Heimspiel gegen die “Werkself” an den Tag zu legen, denn die Leverkusener Auswahl ist in der Bundesliga bislang ungeschlagen und somit alles andere als schlecht in die Saison gestartet. Auf drei Unentschieden zum Saisonstart folgten vier Siege, was Bayer derzeit Platz vier und 15 Punkte aus sieben Spielen beschert. Lediglich in der Europa-League musste sich die Mannschaft von Cheftrainer Peter Bosz einmal geschlagen geben – gegen Slavia Prag gab es ein 0:1.
Gerade im Rahmen der Begegnung mit Borussia Mönchengladbach am vergangenen Spieltag zeigten die Leverkusener, dass in dieser Saison mit ihnen zu rechnen ist. In einer äußerst sehenswerten und umkämpften Partie egalisierte die Mannschaft von Cheftrainer Peter Bosz gleich zweimal einen Rückstand und fuhr schlussendlich durch einen 4:3-Derbysieg drei Zähler ein.
Umkämpft war auch das Schicksal des Bayer-Kreuzes in Leverkusen, für dessen Erhalt die Fangemeinde der “Werkself” einstand und aktiv wurde. Im Rahmen der von Ultragruppierungen gegründeten Initiative “Das Kreuz muss bleiben” wurden weit über 20.000 Unterschriften gesammelt, die die Verantwortlichen schlussendlich davon überzeugten, das beliebte Wahrzeichen an Ort und Stelle zu lassen. Leverkusen steht also eine weiterhin “strahlende” Zukunft bevor – genauso wie der SchücoArena, in der am Samstag um HALBVIER nach drei Wochen endlich wieder die Lichter angehen.

