Drei Punkte im Flutlichtspiel!

Doppeltorschütze Janni Serra, der nach knapp einer Stunde für den völlig platten Kapitän Fabian Klos eingwechselt wurde, brachte es nach dem Spiel auf den Punkt: "Wir haben als Mannschaft alles reingehauen. Die die reingekommen sind, haben es gut gemacht - das war einfach eine tolle Teamleistung. Die Fans waren trotz des Debakels auf unserer Seite, das ist auch nicht selbstverständlich." Und sprach damit vom 2:0-Heimsieg gegen den FC St. Pauli, den wir hier nochmal Revue passieren lassen.
Pünktlich zum Heimspiel unter Flutlicht meldete sich DSC-Cheftrainer Daniel Scherning wieder fit. Nachdem er die Pressekonferenz vor dem Spiel krankheitsbedingt verpasste, konnte er am Samstagabend in der SchücoArena wieder dabei sein. "Mir geht es besser und ich bin froh, heute dabei zu sein und meiner Mannschaft von der Bank aus Impulse geben zu können", bekräftigte Scherning im Sky-Interview vor der Partie.
Seine Startformation erfuhr im Vergleich zum DFB-Pokalspiel in Stuttgart gleich fünf Veränderungen. Für die beiden Rückkehrer Fabian Klos und Lukas Klünter wichen Janni Serra und Christian Gebauer. Bastian Oczipka ersetzte George Bello, Ivan Lepinjica kam statt Manuel Prietl zum Einsatz und Masaya Okugawa übernahm den Platz von Mateo Klimowicz.
Gleich von Beginn an machten unsere Jungs klar, dass man sich für dieses Spiel so einiges vorgenommen hatte. Schon in der ersten Minute suchte Oczipka von der linken Seite aus Mitspieler Klos im gegnerischen Strafraum. Doch bei diesen hohen Flanken in Richtung des Kapitäns, die nicht verwertet werden konnten, sollte es zunächst bleiben. Dass die Gäste aus Hamburg nur bis zur dritten Minute brauchten, um sich anzumelden, ließ den DSC nahezu kalt. Nach einer Ecke von Ex-Armine Marcel Hartel stieg Adam Dzwigala am höchsten und platzierte den Ball zu zentral in Martin Fraisls Arme. Die ersten drei Minuten waren Abbild für die bevorstehende intensive erste Hälfte.
Die Hausherren pressten phasenweise hoch und erkämpften sich immer wieder den Weg ins letzte Drittel. Doch die erste nennenswerte Chance gehörte den Kiezkickern: Nach einem Konter dribbelte Lukas Daschner ins Zentrum und flankte auf Hartel, der in einer Eins-gegen-eins-Situation an Fraisl scheiterte (19.). Wahnsinnstat unserer Nummer Eins, Fraisl hatte an diesem Samstag einen richtig guten Tag erwischt! Immer wieder bestand der Bielefelder Schlussmann in gefährlichen Situationen und bot seiner Mannschaft den nötigen Rückhalt. So auch unter anderem in der 35. Minute, als Daschner einen Fehlpass der Arminen nutzte, um mit dem Ball Richtung DSC-Tor zu stürmen und aus knapp 20 Metern abzuschließen. Fraisl parierte. Torlos ging es zunächst in die Pause.
Im zweiten Durchgang sollte dann alles stimmen. Die Abwehrreihe des DSC stand stabiler und auch der Offensive war anzumerken, dass sie die Führung unbedingt wollte. Die Gäste traten infolgedessen passiver auf und kreierten kaum noch Chancen. Der eingewechselte Serra war es schließlich, der nach einem Fehlpass von Hartel den Ball an sich riss, eiskalt ins lange Eck abzog und die Ränge der SchücoArena zum Beben brachte (76.).
Der FC St. Pauli war um eine Antwort bemüht. Jackson Irvine verfehlte in dem Zuge nur knapp das Tor, als der Ball nur unweit des linken Pfostens vorbeikullerte (81.). Doch die Arminia machte den Sack zu: Nach einer Hereingabe von Christian Gebauer setzte sich 1:0-Torschütze von St. Paulis Verteidiger Betim Fazliji ab und nickte kaltschnäuzig zum 2:0 und somit zum späteren Endstand ein (84.). Das tat einfach nur gut. Die SchücoArena kochte. In den letzten Minuten verteidigte der DSC alle wütenden Angriffe der Gäste, sodass es am Ende nach 94 intensiven Minuten beim 2:0-Heimerfolg blieb.
Zumindest vorrübergehend klettert der DSC Arminia somit auf den 16. Tabellenplatz und verlässt die direkten Abstiegsplätze. Am Freitagabend (28. Oktober, 18:30 Uhr) geht es für die Arminen auswärts bei der SpVgg Greuther Fürth weiter.
DSC Arminia Bielefeld:
Fraisl – Oczipka, Andrade, Hüsing, Klünter (68. Gebauer) – Lepinjica, Consbruch (68. Lasme) – Okugawa, Rzatkowski (91. Prietl), Hack (90. Ramos) – Klos (59. Serra).
FC St. Pauli:
Vasilj – Fazliji, Smith, Dzwigala (81. Ritzka) – Paqarada, Hartel, Aremu (81. Metcalfe), Irvine (88. Eggestein), Saliakas – Daschner (81. Matanovic), Amenyido (64. Otto).
Tore:
1:0 (76.9 Serra, 2:0 (84.) Serra.
Gelbe Karten:
Lepinjica/Irvine, Smith.
Zuschauer:
22.626

