"Das erste Spiel war sehr speziell!"

Im Gespräch redet Roberts mit uns über…
… die ersten Eindrücke in Bielefeld:
„Es ist ein wirklich professioneller Club mit einem sehr guten Trainingszentrum und Menschen um uns herum, die alle auf höchstem Niveau arbeiten. Auch im Stadion konnte ich schon sehen, dass dieser Verein den Menschen sehr viel bedeutet. Es sind um die 22.000 Fans im Stadion, das ist beeindruckend. Auch die Atmosphäre war für mich sehr besonders.“
… das erste Spiel:
„Jeder Spieler hofft natürlich, so früh wie möglich die ersten Minuten auf dem Spielfeld zu sammeln, das ist doch völlig klar. Mich hat es sehr gefreut, dass der Cheftrainer mir das Vertrauen geschenkt hat und dass ich gleich vor unseren Heimfans mein Debüt feiern durfte. Das war schon sehr speziell und schön, dass es so früh geklappt hat, auch wenn das Ergebnis natürlich nicht wie gewünscht war. Die Mannschaft hat mich sehr offen und freundlich empfangen, das erleichtert natürlich den Einstieg. Ich hatte mich im Vorfeld schon mit dem Team beschäftigt und wusste schon, wie sie spielen wollen.“
… seine Spielweise und Stärken:
„Aufgrund meiner Körpergröße bin ich ganz gut im Kopfball, treffe aber auch mit links oder rechts und fühle mich im Strafraum zuhause. Da kann ich meinen Körper am besten einsetzen. Oftmals sind es aber nicht die Dinge, die immer in Statistiken auftauchen. Ich sehe meine Stärken eher auch darin, Bälle abzuschirmen und meine Nebenmänner einzusetzen. Ich hoffe, dass ich das auch bald zeigen kann.“
… seinen Wechsel nach Deutschland:
„Tatsächlich träumt man als Lette auch immer davon in Deutschland zu spielen. Ich wollte mich schon früh beweisen und gerne einmal in diesem Land spielen. Es gibt hier vermutlich mehr Menschen die Fußball spielen als in meinem Land insgesamt leben. Deswegen ist es für mich eine große Ehre hier jetzt zu spielen und ich freue mich sehr darauf.“
… die Erwartungen an ihn und die Mannschaft:
„Unsere Fans haben natürlich hohe Erwartungen an uns. Sie wünschen sich viele Tore von den Stürmern, Vorlagen von den Mittelfeldspielern und am besten weiße Westen von unseren Torhütern. Wenn über 20.000 ins Stadion kommen, um uns zu sehen, dann ist automatisch auch etwas Druck da. Davon kann man sich nicht freisprechen. Sie wollen uns gewinnen sehen. Aber wir haben ein gutes Team mit sehr guten Trainern. Ich bin mir sicher, dass wir Erfolge zusammen feiern werden. Ich versuche der Mannschaft zu helfen und werde meine Qualitäten da einsetzen, wo sie gebraucht werden.“
… seine Ziele als Nationalspieler (55 Spiele für Lettland):
„Man möchte so viel erreichen, wie es geht. Gerne würde ich mit einem kleinen Land wie Lettland an einem großen Turnier teilnehmen. Das wäre mein Traum. Die Weltmeisterschaft zu erreichen ist mit unserer Gruppe sehr schwer, aber die Europameisterschaft ist durch die Ausweitung der Teams vielleicht möglich. Wir werden hart daran arbeiten, dieses Ziel zu erreichen.“

