Profis

Das dreiblättrige Kleeblatt

Es ist elementarer Bestandteil des Vereinslogos der Spielvereinigung, Stadtwappen und identitätsstiftend für jeden Fürther: Das dreiblättrige Kleeblatt. Doch woher kommt die tiefe Verbindung zu diesem Symbol überhaupt? Im Vorfeld unseres Gastspiels bei der SpVgg Greuther Fürth haben wir uns umgehört.

Das Kleeblatt ziert die Stadt Fürth an jeder Ecke. Ob Häuserfassaden, Laternen, Zäune oder Gulli-Deckel, es ist ein nicht weg zu denkender Bestandteil der fränkischen Stadt. Um die Herkunft des Symbols ranken sich diverse Geschichten.

Die bis heute für am wahrscheinlichsten gehaltene Theorie ist die Bedeutung der Dreifaltigkeit. Als das Kleeblatt im Jahr 1562 erstmals als Amtssiegel der Bambergischen Dompropstei verwendet wurde, galt Bamberg als geistliche Herrschaft. Dahingehend liegt die Verbindung der Dreieinigkeit Gottes, bestehend aus dem Vater, dem Sohn und dem Heiligen Geist, nahe. In der weiteren Entwicklung der Stadt ging das ursprüngliche Amtszeichen allmählich als Erkennungssymbol auf den gesamten Ort über und etablierte sich mit der Zeit als identitätsstiftendes Symbol Fürths.

Dem gegenüber steht der mögliche Ursprung, der auf die Dreiherrschaft zurückzuführen ist. Auch der erste Bürgermeister Fürths, Franz Joseph Bäumen, sprach sich für diesen Ansatz aus. Die drei herrschenden Obrigkeiten bestanden aus den Markgrafen von Brandenburg-Ansbach, der Reichsstadt Nürnberg und dem Domkapitel Bamberg. Jedoch bildeten die drei Mächte keine Einheit, wie dem dreiblättrigen Kleeblatt zu entnehmen wäre, sondern kämpften des Öfteren gegeneinander an, mit dem Ziel der Übernahme der Herrschaft über Fürth. Der gesamte Ort war streng aufgeteilt und so unterlag jedes Haus nur einem der drei Obrigkeiten.

Ein weiterer Erklärungsversuch lautet, dass das Kleeblatt die Repräsentation der friedlichen Koexistenz von drei Religionen widerspiegele. Obwohl sich die Fürther Bevölkerung im Rahmen der Reformation mehr und mehr aufgrund der Nürnberger Kirchenhoheit den Protestanten zugewandt hatte, lebten viele Katholiken und Juden friedlich gemeinsam in der fränkischen Stadt.

Apropos Franken! Neben dem unmittelbar benachbarten 1. FC Nürnberg gilt auch die Spielvereinigung Greuther Fürth als sportliches Aushängeschild der Region und duelliert sich immer wieder mit dem Klub um das Ansehen der Bevölkerung. Als Bundesligaabsteiger der vergangenen Saison fällt es dem Kleeblatt in der laufenden Saison jedoch nicht leicht, sich im Unterhaus zu stabilisieren. Nach einem missglückten Start in die Saison und einem anhaltenden Formtief reagierten die Verantwortlichen und installierten Alexander Zorniger auf der Position des Cheftrainers. Der 55-Jährige war zuvor bei Apollon Limassol in Zypern tätig und in Deutschland unter anderem schon für Leipzig und den VfB Stuttgart aktiv. Für Leipzig stand Zorniger bereits in der Saison 2014/2015 für 20 Zweitligaspiele an der Seitenlinie – die neue Aufgabe bei den Grün-Weißen aus Fürth ist demnach die zweite Station des gebürtigen Schwaben in der zweiten Liga.

Doch die Farbe Grün dient in Fürth nicht nur als Vereinsfarbe. Vielmehr ist die Stadt als sehr grün bekannt und verfügt über viele Grünflächen, Wiesen und Bäume. Inmitten der Flussauen von Rednitz, Pegnitz und Regnitz wird dahingehend hin und wieder auch über einen Zusammenhang mit dem grünen dreiblättrigen Kleeblatt diskutiert. Der Ursprung des Stadtwappens wird wohl für jeden Fürther ein geheimnisvolles Rätsel bleiben.

So oder so hoffen wir, dass das Glück am Freitagabend auf unserer Seite stehen wird.

×

Arminia-Adventskalender

24 Türchen, 24 Gewinne: Mach´ mit bei unserem Arminia-Adventskalender und sicher´ Dir tolle Preise!