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"Mein Ziel ist es, die Begeisterung der Fans sichtbar zu machen"

Charlotte Stenzel leitet seit Mai 2023 das Merchandising und die Fanläden des DSC. Schon immer hatte die 35-Jährige den Wunsch, bei einem großen Fußballverein den Bereich Fanartikel zu übernehmen, denn „zu sehen, wie unsere Fangemeinschaft stolz die Zugehörigkeit und Begeisterung für den Verein durch unsere Produkte zeigt, macht mich sehr glücklich.“ Im Interview stellen wir euch Charlotte vor.

Wie und wann bist Du zu Arminia und Deinem aktuellen Job gekommen?

Im Spätsommer 2022 wurde ich auf die Stelle „Leitung Fanartikel beim DSC Arminia Bielefeld“ aufmerksam. Obwohl ich in meiner vorherigen Tätigkeit (auch im Merchandising) recht zufrieden war, hatte ich immer den Wunsch, einmal bei einem großen Fußballverein oder in der Musikindustrie im Bereich Merchandising tätig zu werden. Als sich diese Möglichkeit bot, war ich natürlich interessiert, insbesondere auch deswegen, weil es sich um eine Leitungsfunktion handelte. Beim ersten Kennenlernen war mir sofort klar, dass es die richtige Entscheidung war, mich bei Arminia beworben zu haben. Es hat beim ersten Gespräch sofort „gefunkt“. Im Mai 2023 begann ich meine Tätigkeit.

Was macht Deinen Job besonders? Worin liegt für Dich der tägliche Antrieb, durch Deine Tätigkeit etwas zu bewegen?

Mein Ziel ist es, die Begeisterung der Fans für den Verein sichtbar zu machen, nicht nur an Spieltagen. Es erfüllt mich ungemein, die Artikel, die wir entwickeln, im Alltag der Fans zu sehen. Es treibt mich auch an, kontinuierlich nach neuen Möglichkeiten und Ideen zu suchen, um das Merchandise zu verbessern und Arminia Bielefeld zu stärken. Zu sehen, wie unsere Fangemeinschaft stolz die Zugehörigkeit und Begeisterung für den Verein durch unsere Produkte zeigt, macht mich sehr glücklich. Ein erheblicher Antrieb ist auch unser Team. Aufgrund der Vielzahl an Themen in unserem Bereich, ist es wichtig, dass man Kolleginnen und Kollegen hat, auf die man sich zu 100% verlassen kann. Ich schätze den Austausch von Meinungen und Ideen sehr – egal ob mit meinem Team oder Abteilungsübergreifend.   


Wurdest Du auf deinem Weg zur Führungskraft mit Hindernissen konfrontiert, weil Du eine Frau bist?

Ich habe vor meiner Arbeit bei Arminia sicherlich Hindernisse empfunden, die auf Geschlechtsstereotype und Vorurteile zurückzuführen waren. Gerade in der Zeit, nachdem ich Mutter wurde. Ich selbst habe mich davon aber nicht entmutigen lassen. Ich habe weiter hart gearbeitet und mich weitergebildet – ganz nach dem Motto „machen statt meckern“. Am Ende zählen, wie ich finde, Leistung, Entschlossenheit und Einsatzbereitschaft, unabhängig vom Geschlecht. 

Welche Verantwortung hast Du konkret in Deiner Leitungsfunktion bei Arminia Bielefeld?

Ich verantworte die Bereiche Einkauf/Produktmanagement, Lager und Logistik, stationäre Fanläden, Online-Fanladen, Wiederverkäufer sowie alles rund um den Ausrüster. Ich habe Personalverantwortung für neun Kolleginnen und Kollegen sowie einer Vielzahl an Aushilfen an den Spieltagen.

Die Anzahl von Frauen im Berufsfeld Fußball hat sich in den vergangenen Jahren deutlich erhöht. Diversität ist ein hohes Gut. Wie ist Deine Wahrnehmung dieser Entwicklung?

Diverse Teams bringen verschiedene Perspektiven, Erfahrungen und Denkweisen zusammen, was zu kreativen Lösungsansätzen, effizienteren Prozessen und oft zu besseren Entscheidungsfindung führen kann. Ich finde es großartig zu sehen, dass die Anzahl der Frauen im Berufsfeld Fußball steigt. Diese Entwicklung ist ein Zeichen für zunehmende Chancengleichheit und stärkere Anerkennung. 


Wo muss sich der Sport öffnen, damit der Anteil an Frauen in Führungspositionen steigt? (Bsp.: interne Förderprogramme?)

Es ist wichtig, Barrieren abzubauen und gezielte Maßnahmen zu ergreifen, um den Zugang zu den Positionen zu erleichtern. Das kann zum einen durch Förderprogramme geschehen, aber auch durch generelle Sensibilisierung und Aufklärung über Vorteile von Diversität und Inklusion im Sport.

Hast Du (weibliche) Vorbilder im Sport?

Ich bin der Meinung, dass es nicht unbedingt darauf ankommt, ein Vorbild speziell im Sport zu haben, sondern generell Vorbilder zu finden, unabhängig von der Branche. Entscheidend sind vielmehr Denkweise, Mentalität, Motivation und Inspiration, die man von diesen Vorbildern (unabhängig vom Geschlecht) mitnehmen kann. Aus meiner vorherigen Erfahrung aus dem Konzernumfeld kann ich sagen, dass die Bausteine und Werkzeuge, die ich von unterschiedlichen Mentoren dort mitbekommen habe, sehr wertvoll auch für den aktuellen Job sind. Verena Pausder finde ich sehr inspirierend und sie ist im weitesten Sinne auch in der Sportbranche. Sie ist eine einflussreiche Persönlichkeit in der deutschen Start-up Szene und engagiert sich zum Thema #femaleempowerment und hat gemeinsam mit weiteren Co-Gründerinnen und Investoren die Frauenabteilung des Fußballtraditionsvereins FC Viktoria Berlin übernommen. Viele ihrer Projekte verfolge ich und versuche dort, Mehrwerte für meine Arbeit mitzunehmen. 

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