Biankadi trifft zum 1:0-Sieg

Im Vergleich zum Dienstag ließ Cheftrainer Mitch Kniat die Pokalhelden Sam Schreck, Felix Hagmann und Noah Sarenren Bazee zunächst draußen, dafür standen Christopher Lannert, Isaiah Young und Julian Kania auf dem Platz. Sam Schreck reiste zwar mit der Mannschaft nach Aachen, musste aufgrund von Rückenbeschwerden kurzfristig passen. Die Gastgeber hatten den besseren Beginn: Zwei Ecken hintereinander in den ersten Minuten, gefährlich wurde es aber nicht.
Die erste kleine Chance hatte Aachen doch Bentley Baxter Bahn (6.) legte den Ball am Tor vorbei. Genauer zielte kurz danach Florian Heister (7.), doch auch sein Schuss ging knapp vorbei. Aachen mit zuletzt drei Siegen in Folge bestimmte die Anfangsviertelstunde, feldüberlegen, aber ohne die ganz große Gelegenheit.
Die Gastgeber pressten früh und kamen dadurch zur größten Chance: Soufiane El-Faouzi (24.) wurde freigespielt, hielt aus 18 Metern einfach mal drauf. Doch der Ball klatschte gegen die Latte – Glück für Arminia. Unsere Offensive schaffte es bis dahin nicht für Entlastung zu sorgen, so dass die Alemannia kurz vor der Pause mit der zweiten größeren Chance aufhorchte: Niklas Castelle steckte auf Anton Heinz (43.) durch, doch Heinz bekam letztlich keinen Druck hinter den Ball. Letzte Bielefeld Aktion vor der Pause: Ein Freistoß von Louis Oppie, den Mael Corboz (45+2) mit Kopf neben das Tor setzte.
In der Halbzeit wurde die komplette Offensive ausgetauscht, Merveille Biankadi, Noah Sarenren Bazee und Lukas Kunze kamen und der Wechsel zeigte früh Wirkung. Noah Sarenren Bazee legte zu Lannert (49.) an die Strafraumkante ab, doch seinen Schuss wehrte Aachens Torwart Jan Olschowsky sehenswert ab. Danach Arminia im Aluminium-Glück. Erst rauschte Heinz‘ Flanke an den Pfosten. Danach rettete das Gebälk auch gegen einen Schuss von Castelle.
Und fünf Minuten später die Führung für unsere Mannschaft: Kunze steckte den schnell ausgeführten Einwurf zu Biankadi (57.) durch, der zog ab und der Ball rutschte durch die Beine von Olschowsky ins Tor. Zur Freude der rund 3.000 mitgereisten Arminen, die über die kompletten 90 Minuten die Schwarz-Weiß-Blauen anfeuerten. Und es blieb turbulent: Sarenren Bazee tankte sich auf der linken Seite durch, Olschowsky (61.) stürmte aus selbigen und holte unsere Nummer 37 von den Beinen: Glatt Rot für den Aachener Torwart. Und Lannert hätte um Haaresbreite den Deckel drauf gemacht. Doch sein Schuss aus 20 Metern fischte Aachens neue Nummer eins, Elias Bördner, über den Querbalken. Sarenren Bazee sorgte auch kurz vor Schluss erneut für Wirbel (82.): Geburtstagskind Marius Wörl legte quer und der 28-Jährige schob das Leder aus kurzer Distanz knapp neben den Kasten. Aachen zwar auch in Unterzahl mit gefälligen Nadelstichen, gefährlich wurde aber kein gegnerischer Angriff mehr.
TSV Alemannia Aachen: Olschowsky – Yarbrough (72. Strujic), Nkoa, Hanraths – Scepanik (76. Goden), Bahn (63. Bördner), Wiebe, Heister – El-Faouzi – Heinz (63. Bakhat), Castelle (76. Benschop)
DSC Arminia Bielefeld: Kersken – Oppie, Großer, Schneider, Lannert – Russo, Corboz (90+4 Felix), Wörl (87. Hagmann) – Young (46. Sarenren Bazee), Grodowski (46. Biankadi), Kania (46. Kunze)
Schiedsrichter: Timo Gansloweit (Dortmund)
Zuschauer: 31.400
Rot: Olschowsky (61.)
Tore: 0:1 (57.) Biankadi

