Pleite in Verl: Belkahia-Tor reicht nicht

Im Nachbarschaftsduell mit dem SC Verl nimmt Cheftrainer Mitch Kniat zwei Veränderungen in der Startelf vor. Für Marius Wörl und Nicklas Shipnoski beginnen Leandro Putaro und Nassim Boujellab die Partie in der Sportclub Arena in Verl.
Nach wenigen Minuten entwickelte sich eine Partie, in der die Gastgeber mit ihrer ersten Offensivaktion direkt in Führung gehen. Ein langer Ball aus der eigenen Hälfte überbrückt Freund und Feind und findet Oliver Batista Meier, der auf Jonas Kersken zugeht und links unten abschließt (6.; 1:0). Das vorhergegangene Nachtreten an Fabian Klos durch den Passgeber Torge Paetow hätte Schiedsrichter Lukas Benen allerdings zwingend sehen und ahnden müssen.
Der frühe Gegentreffer sorgte dafür, dass die Schwarz-Weiß-Blauen mit Wut im Bauch den Ausgleich suchten. Doch entweder war Schlussmann Luca Unbehaun (Putaro-Abschluss; 8.), ein Verler Verteidiger (Mizuta; 10.) oder der Pfosten dazwischen (Sarenren Bazee; 16.). Auch eine Eckball-Serie von Christophe Lannert brachte letztlich keinen Torerfolg. Die Partie wurde zunehmend ruppiger und umkämpfter, mit Feldvorteilen für unseren DSC. Lediglich Torchancen blieben Mangelware. Kurz vor der Halbzeit schlugen die Gastgeber dann erneut zu: Nico Ochojski gewinnt an der Mittellinie den Ball und lässt sich diesen bis zum Abschluss im Fünfmeterraum nicht mehr nehmen. Aus spitzem Winkel lässt er Kersken keine Abwehrchance (42.; 2:0).
Mit Marius Wörl (Kaito Mizuta) und Aygün Yildirim (Noah Sarenren Bazee) brachte Cheftrainer Mitch Kniat zwei neue Kräfte aufs Feld. Mit etwas mehr Schwung und ähnlich vielen Ballbesitzphasen sprangen auch mehr Torabschlüsse heraus. Erst ist es Wörl, dessen Schuss zur Ecke abgewehrt wird. Dann bringt Nassim Boujellab das Spielgerät nach eben dieser Ecke nicht im Tor unter (52.). Besser macht es Semi Belkahia nach einer Özkan-Flanke (62.; 2:1). Denn seinen Abschluss kann Unbehaun nicht mehr abwehren (63.). Mit der Euphorie und 1.700 Fans im Rücken drückten die komplett in Rot aufspielenden Arminen auf den Ausgleich. Es fehlten aber die dazu passenden Abschlüsse im gegnerischen Strafraum.
So sind es wieder die Hausherren, die in der 79. Minute den Deckel drauf machten. Ein langer Einwurf kann nicht entscheidend geklärt werden und landet vor den Füßen von Yari Otto. Aus 17 Metern verwandelt er gnadenlos zum 1:3. In der Folge sollten keine weiteren Treffer fallen, womit die Auswärtsniederlage im Nachbarschaftsduell besiegelt wurde.
SC Verl: Unbehaun – Ochojski (76. Baack), Pernot, Paetow, Stöcker – Corboz, Benger, Mehlem, Kammerbauer (62. Otto) – Batista Meier (87. Wolfram), Lokotsch
DSC Arminia Bielefeld: Kersken – Özkan (87. Shipnoski), Belkahia, Gohkle (70. Schneider), Lannert – Schreck, Boujellab, Mizuta (46. Wörl) – Putaro (59. Wintzheiner), Klos ©, Sarenren Bazee (46. Yildirim)
Tore: Batista Meier (1:0; 6.); Ochojski (2:0; 42.); Belkahia (2:1; 62.); Otto (3:1; 79.)
Gelbe Karten: Stöcker, Mehlem/Putaro, Yildirim

