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Auf den Spuren von Hitchcock, Firminho und Flick

Erich Kästner, Ernest Hemingway, Alfred Hitchcock und Al Capone – dieses berühmte und teilweise berüchtigte Quartett hat eins gemeinsam mit der TSG Hoffenheim. Sie wurden alle 1899 geboren. Am 01. Juli vor dem Jahrhundertwechsel wurde der Turnverein Hoffenheim, Mutterverein der heutigen TSG 1899, gegründet. Mit Fußball hatte der TV aber lange nichts am Hut.

Erst nach Ende des 2.Weltkriegs im Mai 1945 fusionierten die Turner mit dem Fußballverein Hoffenheim zur TSG 1899, deren Kicker 2005 in die heute bekannte Fußball-Spielbetriebs GmbH ausgegliedert wurden.

Noch 2000, mit dem heutigen Bundestrainer Hansi Flick an der Seitenlinie, spielte die TSG in der Oberliga Baden-Württemberg, von dort aus ging es über die Regionalliga Süd 2007 in die 2. Bundesliga und bereits ein Jahr später in die Bundesliga.

Ob Carlos Eduardo, Chinedu Obasi, Luiz Gustavo, Timo Hildebrand, Roberto Firmino, Kevin Volland, David Alaba oder Tim Wiese, Anthony Modeste, Niklas Süle und Kevin Kuranyi – die hochkarätige Namensliste ehemaliger TSG-Spieler seit dem Aufstieg in die 2. Bundesliga könnte beinahe endlos weitergeführt werden.

2018, unter der Regie des heutigen Bayern-Trainers Julian Nagelsmann, hatten sich die Baden-Württemberger erstmals direkt für die Champions League qualifiziert. Das blieb der TSG im Anschluss ein weiteres Mal verwehrt. In der letzten Saison landeten die Hoffenheimer auf Tabellenrang elf.

In seiner zweiten Saison als Cheftrainer im Kraichgau, eine Hügellandschaft zwischen Odenwald und Schwarzwald, fungiert Sebastian Hoeneß. Der 39-jährige Sohn von Dieter und Neffe von Uli Hoeneß, hatte 2020 die zweite Mannschaft des FC Bayern München als Aufsteiger zum Meistertitel in der 3. Liga geführt. Eine ausgezeichnete Visitenkarte, die ihm im letzten Jahr die Tür bei seinem ehemaligen Club (2006/2007 mit 3 Einsätzen) geöffnet hatte.

Nun soll unter der Regie des jungen Fußballlehrers der erneute Angriff nach Europa gestartet werden. Neben Rückkehrer Sebastian Rudy, der seit 2018 eine „On-/Off-Beziehung“ mit der TSG und dem FC Schalke 04 geführt hatte (2-malige Ausleihe aus Gelsenkirchen, jetzt fest verpflichtet), setzt die TSG dabei auch auf Neuzugang David Raum.

Der 23-jährige Defensivspieler war ablösefrei von Bundesliga-Aufsteiger SpVgg Greuther Fürth gekommen und hatte im vergangenen Sommer gemeinsam mit Arminias Amos Pieper die U21-Europameisterschaft gewonnen. Bundestrainer Hansi Flick hatte Raum Ende August sogar in die A-Nationalelf berufen. Im Spiel gegen Armenien (6:0) feierte er in der 83. Minute sein Debüt in der WM-Qualifikation.

In der aktuellen Bundesliga-Saison kam Raum ebenso viermal zum Einsatz wie u.a. Christoph Baumgartner – der hatte wiederum in diesem Sommer mit unserem Mittelfeldspieler Alessandro Schöpf in der österreichischen Nationalauswahl bei der „Euro 2020“ für Furore gesorgt. Schöpf war beim spektakulären EM-Aus im Achtelfinale gegen den späteren Europameister Italien (1:2 n.V.) in der 90. Minute für Baumgartner eingewechselt worden.

Superstar im Kraichgau bleibt aber Andrej Kramaric. Der kroatische Nationalstürmer, Vize-Weltmeister 2018 und Achtelfinalist bei der jüngsten Euro, erlebte in der letzten Saison seine persönlich erfolgreichste Bundesliga-Spielzeit mit 20 Toren und 6 Vorlagen.

Getroffen hat der fintenreiche Angreifer in dieser Saison zwar noch nicht, dafür aber bereits vier Treffer vorbereitet – alleine drei beim 4:0-Auftaktsieg in Augsburg. Es war der bisher einzige Dreier in der Bundesliga für die TSG. Dem Heim-2:2 gegen Union Berlin folgten die unglückliche Niederlage in Dortmund (2:3 nach 2:2-Ausgleich in der 90. Minute durch Dabbur) und das jüngste 0:2 zuhause gegen den 1.FSV Mainz 05.

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