Auf den langen Atem kommt es an

Gleich zwei Punkteteilungen gab es in der vergangenen Saison zwischen den beiden Mannschaften - so unentschieden ging es in keinem anderen Duell des DSC in der vergangenen Bundesliga-Saison zu. Auf einen ersten Sieg gegen die TSG warten wir nach vier Anläufen allerdings immer noch.
In der aktuellen Spielzeit findet man beide Mannschaften schon nach vier Spieltagen wieder in den Regionen, in denen sie die vergangene Saison abgeschlossen haben: Der letztjährige Elfte Hoffenheim liegt aktuell mit vier Punkten aus vier Spielen auf Platz neun, wir liegen als letztjähriger 15. aktuell mit drei Punkten auf Rang 14. Die Sinsheimer glänzen im Saisonstart vor allem durch ihre Variabilität: Schon sieben verschiedene Spieler konnten sich in die Torschützenliste der TSG eintragen, mit sechs Toren aus dem Mittelfeld stellen sie dabei das torgefährlichste Zentrum der Bundesliga. Der größte offensive Unterschied beider Mannschaften lässt sich in der Effektivität ausmachen: Während die Kurpfälzer durchschnittlich nur 5,4 Torschüsse für ein Tor benötigen (nur der BVB ist noch effektiver), müssen es die Bielefelder aktuell ganze 17 Mal probieren, um zu einem Torerfolg zu gelangen (Rang 15 im Bundesliga-Vergleich).
Stürmerstar Andrej Kramaric, in der vergangenen Saison mit 20 Treffern auf Platz vier der Bundesliga-Torschützenliste und auch für das einzige Tor gegen den DSC verantwortlich, konnte sich bislang erst einmal auf der Trefferliste eintragen, ist dafür mit vier Torvorlagen aber der Topvorbereiter der Bundesliga. Auch dank seiner Kreativität sind sechs der acht Hoffenheimer Saisontore durch die Mitte gefallen.
Ein besonderes Gewicht hat mit Neuzugang und Neu-Nationalspieler David Raum die linke Hoffenheimer Seite bekommen: An den ersten vier Spieltagen hat Raum mit 15 Flanken schon ordentlich Betriebsamkeit bewiesen (das sind mindestens doppelt so viele wie alle anderen Hoffenheimer und Arminen bislang geschlagen haben), konnte über die linke Seite aber noch kein Tor produzieren. Dafür haben die Hoffenheimer auf Raums Abwehrseite schon drei Tore kassiert. Raums Pendant am Samstag wird Cedric Brunner sein, der über seine rechte Abwehrseite noch keinen Gegentreffer zuließ, dafür aber schon ein Tor per Flanke direkt vorbereiten konnte.
Um gegen die TSG zu Punkten, werden wir am Samstag vor allem einen langen Atem brauchen: Vier der acht Hoffenheimer Saisontore fielen in der Schlussviertelstunde - Bundesligaspitze! Dabei beweist Hoffenheims Trainer Sebastian Hoeneß oft ein gutes Händchen: Drei dieser Tore wurden durch Einwechselspieler erzielt - ebenfalls Spitzenwert in der Bundesliga! Dass Arminia hier mithalten kann, hat das bisher einzige Heimspiel gegen Frankfurt bewiesen: Dort erzielte mit Patrick Wimmer ebenfalls ein Einwechselspieler in der Schlussviertelstunde den Ausgleich. Und: An den ersten vier Spieltagen kassierte der DSC noch kein Tor in den letzten 15 Minuten, Hoffenheim allerdings schon zwei. Es könnte also bis zur letzten Minute spannend bleiben!
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