2:2 gegen Heidenheim

Cheftrainer Oliver Kirch bringt im Heimspiel am Arminis-Spieltag zwei Neue in die Startelf. Unser Neuzugang David Min stand zum ersten Mal von Beginn an auf dem Rasen. Für ihn rutschte Jannik Rochelt ins Mittelfeld und Marvin Mehlem auf die Ersatzbank. Tim Handwerker begann für Arne Sicker auf der linken Abwehrseite. Und unsere Fans? Auf dem Rasen präsentierten die Arminis eine selbstgestaltete Choreo und auf der Süd gab es analog ebenfalls ein Fahnenmeer und eine beeindruckende Stimmung gleich zum Start der Partie. Vielen Dank dafür an dieser Stelle!
Beeindruckend auch das Tempo, mit dem beide Teams ins Spiel gingen. Für die Heidenheimer wars dann nach sieben Minuten fast zu schnell: Ein Ballgewinn von Rochelt, der auf Jonny Grodowski ablegte. Seinen Lupfer auf Taddel Momuluh konnte unsere Nummer 14 aber nicht vollenden. Tief durchatmen dann eine Minute später: Doch der Schuss von Heidenheims Paul Hennrich strich hauchzart am rechten Torpfosten vorbei.
Knallhart in den Winkel flog dann kurz danach das Leder: Die Ecke von Handwerker faustete Torwart Thomas Dähne vor die Füße von Grodowski und der zirkelte die Kugel unter die Latte zur frühen Führung! Schon Saisontor Nummer fünf, die Jonny alle in unserem Wohnzimmer erzielte. Allerdings zeigte sich die Gäste recht unbeeindruckt und hatten anschließend gleich dreimal den Ausgleich auf dem Fuß: Zunächst vergab Michael Heule (16.) freistehend aus zwölf Metern, dann rutschte Alessandro Vogt (17.) knapp an einem Zuspiel von Christian Conteh vorbei und schließlich rettete Jonas Kersken gegen Budu Zivzivadze (19.), der es aus zehn Metern mit einem Drehschuss probierte. Turbulente drei Minuten, in denen die Gäste recht eindrucksvoll am Ausgleich arbeiteten.
Und der fiel dann nach 28 Minuten. Maximilian Bauer hatte Zivzivadze nach einer Grätsche im Strafraum erwischt. Den Strafstoß versenkte der Gefoulte zum 1:1. Arminia danach bemüht, die Heidenheimer weit vom eigenen Strafraum fernzuhalten, was bis zur 38. Minute auch ganz gut funktionierte. Dann legte wiederum Conteh, mit dem die Abwehr so ihre Mühe hatte, für Hennrich auf, der aus sechs Metern den Ball aber am Tor vorbei schob. Praktisch mit dem Pausenpfiff bekam Hennrich nach einer eigentlich geklärten Ecke eine zweite Chance, lief mit dem Leder von rechts an drei Arminen vorbei in die Mitte und drückte die Kugel in den linken Winkel zur bis hier hin verdienten Gäste-Führung.
Auch nach dem Wechsel gehörte die erste Szene dem Bundesliga-Absteiger. Eine Unachtsamkeit im Aufbauspiel nutzte Alessandro Vogt (47.), der jedoch aus kurzer Distanz an Kersken scheiterte. Für den nächsten Treffer sorgte dann aber unsere Arminia! Felix Hagmann, der zur Pause für Henri Koudossou kam, versuchte es einfach mal aus 25 Metern. Sein Schuss wurde von Julian Niehues unhaltbar für Dähne im Heidenheimer Tor abgefälscht. Mutig, von dort überhaupt zu schießen. Aber das war auch die Devise im zweiten Durchgang. Im direkten Gegenzug hielt Kersken dann den Punkt fest, indem er einen Schuss von Busch (58.) reflexartig mit einer Hand über den Querbalken lenkte.
Die Partie wurde etwas wilder, aber keineswegs unattraktiver. Der DSC bewies Mut und sorgte für ein ausgeglichenes Spiel, weil Arminia in dieser Phase deutlich besser wurde. Denn unsere Mannschaft setzte sich zeitweise im letzten Drittel der Heidenheimer fest, was auch an Isi Young und Benjamin Boaye lag, die nach ihrer Einwechslung für mächtig Betrieb sorgten. Was aber nicht verhindert, dass die Gäste einem Freistoß durch Niehues beinahe aus sechs Metern mit dem Kopf zur erneuten Führung genutzt hätten.
Die größte Chance in der Schlussphase hatte dann aber unsere Arminia - durch Young und Boakye. Doch rutschte Boakye (87.) ganz knapp am Pass durch den Fünfmeterraum vorbei. So nehmen wir letztlich einen wichtigen Punkt mit, der dank einer starken zweiten Halbzeit auch hoch verdient ist!
Weiter geht’s nach der XXL-Länderspielpause am Sonntag, 11. Oktober (13.30 Uhr), beim VfL Bochum.
DSC Arminia Bielefeld: Kersken – Handwerker, Großer, M. Bauer, Koudossou (46. Hagmann) – Russo – Rochelt (46. Jensen), Wörl – Grodwoski, Min (64. Young), Momuluh (64. Boakye)
1.FC Heidenheim: Dähne – Föhrenbach, Mainka, Busch – Heule, Schöppner, Niehues (85. Kerber), C. Conteh (70. Honsak) – Hennrich (77. Wagner) – Zivzivadze (85. Mhamdi), Vogt (70. Kaufmann)
Schiedsrichter: Felix Wagner (Glött)
Zuschauer: 25 567
Gelbe Karten: Grodowski, Großer - Hennrich, Mainka, Schöppner, Kerber
Tore: 1:0 (13.) Growdowski, 1:1 (30., Foulelfmeter) Zivzivadze, 1:2 (45.+3) Hennrich, 2:2 (55.) Hagmann

