2:0-Heimsieg gegen Elversberg

Für Christopher Lannert, Sam Schreck und Marvin Mehlem (Achillessehnenprobleme) hatte unser Cheftrainer Mitch Kniat Joel Felix, Benjamin Boakye und Noel Sarenren Bazee aufs Feld geschickt. Stimmungsvoller Beginn schon vor dem Spiel: Nach dem Aufwärmen wurden unsere Spieler mit einem warmen Applaus in die Kabine geschickt. Und auf der Südtribüne war in großen Buchstaben unmissverständlich zu lesen: „Avanti Arminia“.
Die ersten Akzente setzten aber die Gäste. Doch viel mehr als ein Schuss von Tom Zimmerschied (3.), den Jonas Kersken entschärfte, sprang aus der anfänglichen Sturm- und Drangphase des Spitzenreiters zunächst nicht heraus. „Avanti, avanti“ dafür unsere Arminia nach zwölf Minuten: Nach einem Freistoß von Leon Schneider dribbelte sich Boakye in den Strafraum, konnte aber kurz vor dem Fünf-Meter-Raum gerade noch gestört werden. Arminia in dieser Phase mit einer Fünferkette in der Abwehr zur Vorbeugung gegen den Elversberger Sturm, der so häufig in dieser Saison traf wie kein anderer.
Doch für Tore war an diesem Nachmittag nur unsere Arminia zuständig. Und zwar im Eiltempo: Über rechts treibt Taddel Momuluh das Leder nach vorn. Sein Zuckerpass landet in der Mitte bei Joel Grodowski. Und unser Jonny macht Grodowski-Sachen! Mit dem linken Fuß und aus 20 Metern zimmert er den Ball zur Führung ins Netz (17.).
Arminia weiter mit Vollgas-Fußball auf der rechten Seite: Boakye sprintet bärenstark die Außenbahn entlang, flankt so scharf in die Mitte, dass der Elversberger Florian Le Joncour (28.) beim Klärungsversuch die Kugel ins eigene Tor befördert – 2:0 nach einer knappen halben Stunde. Die 24 856 Fans in der heimseitig ausverkauften SchücoArena feiern sehr zufrieden und lautstark unsere Mannschaft und honorieren die extreme Kompaktheit, die sich unser Cheftrainer im Vorfeld gewünscht hatte. Dabei liegt sogar das dritte Tor in der Luft: Momuluh (39.) probiert es nach einer Ecke aus kurzer Distanz und aus der Drehung, aber Schlussmann Kristof verhindert in letzter Sekunde den Einschlag. Kurz vor dem Pausenpfiff verpasst Maximilian Großer mit seinem Kopfball ganz knapp das Tor und das 3:0.
Ähnlich wie im ersten Abschnitt bemühten sich die Gäste nach dem Seitenwechsel um deutlich mehr Spielanteile, ähnlich wie in Hälfte eins sprang dabei außer ein paar Flanken in den Strafraum kaum etwas Gefährliches dabei heraus. Gefährlich dafür unsere Arminia nach Kontern: Grodowski läuft über rechts mit dem Ball dem Elversberger Le Conjour ohne Ball davon, seinen Schuss (59.) kann Torwart Nicolas Kristof aber entschärfen. Die erste Chance der Gäste nach der Pause erspielte sich dann Younes Ebnoutalib (61.), der eine Flanke auf den zweiten Pfosten perfekt erwischte, aber zum Glück an den Pfosten köpfte. Unsere Mannschaft setzte danach weiterhin auf verstärkte Defensive, brachte für Grodowski mit Felix Hagmann einen weiteren Verteidiger und machte die Räume im Spiel gegen den Ball eng.
Und während die Gäste zunehmend die Flucht nach vorne ergriffen und weitere Offensivspieler einwechselten, setzte unsere Arminia Nadelstiche. So tankte sich der eingewechselte Isi Young (78.) in den Strafraum durch, dribbelte an der Torauslinie zwei Elversberger aus und holte einen Eckball heraus, der zwar nichts einbrachte, aber wertvolle Zeit von der Uhr nahm.
Auch wenn uns der dritte Treffer nach einem perfekten Konter durch Julian Kania (90+2) wegen einer Abseitsstellung verwehrt blieb, feierte kurz danach der Großteil im Stadion einen hochverdienten 2:0-Erfolg gegen Elversberg.
DSC Arminia Bielefeld: Kersken – Handwerker, Felix (84. Sicker), Großer, L. Schneider – Wörl, Corboz, Boakye (84. Schreck) – Sarenren Bazee (86. Kania), Grodowski (66. Hagmann), Momuluh (66. Young)
SV Elversberg: Kristof – L. Günther (59. Mickelson), Le Joncour, Rohr, Keidel – Poreba, Conde (59. Malanga), Zimmerscheid (72. Ceka), Schmahl, L. Petkov (72. Stange) – Ebnoutalib (79. Schnellbacher)
Schiedsrichter: Felix Prigan (Deizisau)
Zuschauer: 24.856
Gelbe Karten: Boakye, Felix – Schmahl, Rohr
Tore: 1:0 (17.) Grodowski, 2:0 (28., Eigentor) Le Joncour

