2:0-Auswärtssieg in Magdeburg

Eigentlich gab es wenige Argumente, die siegreiche Elf aus dem Spiel gegen Braunschweig zu ändern. Deshalb schickte Cheftrainer Mitch Kniat exakt dieselben elf Spieler zu Beginn gegen Magdeburg auf den Rasen, die gegen die Eintracht vor einer Woche 3:2 gewannen. Und fast noch eine Parallele: Gegen Braunschweig fiel der erste Treffer nach nur 31 Sekunden, gegen den 1. FCM hätte es um ein Haar nach 180 Sekunden geklingelt. Magdeburg klärte einen Einwurf genau auf den Fuß von Stefano Russo, der einfach mal draufhielt und das linke Lattenkreuz traf! Erste Großchance schon nach wenigen Minuten. Arminia auch in der Folgezeit am Drücker und sichtlich bemüht, dem Dreier gegen Braunschweig einen weiteren folgen zu lassen. Doch sowohl Jannik Rochelt (6.) als auch Christopher Lannert (9.) scheiterten aus aussichtreicher Position. Nach zehn Minuten waren dann auch die Gastgeber im Spiel und hatte über die Achse ihrer beiden erfolgreichsten Scorer die erste Gelegenheit: Über Baris Atik landete der Ball bei Magdeburgs Tot-Torschützen Mateusz Zukowski (10.), der das rechte Toreck nur knapp verfehlte.
Gefahr bei Arminia oft, wenn Taddel Momuluh im Spiel war. Im Zusammenspiel mit Roberts Uldrikis klauen sie den Magdeburgern den Ball an der Strafraumgrenze, der Ball landet bei Marius Wörl (28.). Doch der macht eine Schleife zu viel, sodass ein Magdeburger sich in den Weg stellen kann. Doch der DSC legt nach und mit der nächsten Chance zur Führung! Ein langer Einwurf von Tim Handwerker landet bei Mael Corboz (29.), der frei zum Schuss kommt. Doch Reimann im Magdeburger Tor kann das Leder mit einer Glanzparade gerade noch entschärfen. Doch aller guten Chancen sind drei! Eine wie so oft perfekt geschlagenen Ecke von Handwerker landet auf dem Kopf von Maximilian Bauer. Und der Abwehrchef wuchtet das Ding unhaltbar zur Führung ins Netz! Zu diesem Zeitpunkt hochverdient!
Doch Arminia will mehr und hätte um ein Haar einen Elfmeter bekommen. Momuluh (33.) wird am Fünfmeterraum von Jean Hugenot am Arm gehalten und zu Boden gezerrt. Für Schiedsrichter Marc Philip Eckermann aber zu wenig für einen Strafstoß. Das zweite Tor für uns nur eine Frage der Zeit? Doch Magdeburg hat etwas dagegen, kontert und kommt durch Rayan Ghrieb (38.) und Zukowski (39.) zu gefährlichen Abschlüssen, aber ohne nachhaltigen Erfolg. Und dennoch entfachen die Sachsen zum Ende der ersten Hälfte eine Energie, die bis dahin noch keinen Schaden angerichtet hat. Die beste Gelegenheit vergibt mit dem Pausenpfiff Atik, der einen Freistoß aus 18 Metern knapp über den Querbalken zirkelt.
Gleich zu Beginn von Hälfte zwei eine tolle Aktion unsere Arminia: Uldrikis` Pass zu Corboz landet bei Momuluh (46.). Doch Taddel bekommt den Ball im Strafraum nicht ganz unter Kontrolle – das hätte gefährlich werden können! Glück dann nach einer Stunde: Russo holt sich nach einem Foul seine vierte gelbe Karte ab. Und den Freistoß schnappt sich wieder Atik, der pustet einmal durch und trifft die Querlatte - Magdeburg nähert sich an! Und probiert aus mit voller Wucht: Der eingewechselte Tachie (67.) hält aus 16 Metern drauf, Jonas Kerksen ist zur Stelle und pariert glänzend. Magdeburg arbeitet am Ausgleich! Doch Arminia sorgt für Entlastung: Doch ein Schuss Uldrikis (71.) wird soeben noch zur Ecke geklärt, die wiederum Bauer per Kopf knapp neben das Tor setzt. Arminia mittlerweile mit einer Fünfer-Abwehrkette um den Sieg nach Hause zu bringen. Die eingewechselten Joel Grodowski und Noah Sarenren Bazee sollen in den Schlussminuten für Entlastung sorgen. Und Jonny macht gleich ordentlich Tempo über links, über Rochelt kommt das Leder gefährlich zu Sarenren Bazee (84.), der vor dem Tor aber zu spät an den Ball kommt. Besser macht es Benjamin Boakye! Einen wunderbaren Konter wieder über Grodowski und Sarenren Bazee vollendet der 20-Jährige (88.) mit seinem ersten Saisontreffer zum 2:0. Der Deckel ist drauf! Weiter geht’s am Freitag (18.30 Uhr) zum Tabellenschlusslicht Greuther Fürth.
1. FC Magdeburg: Reimann – Nollenberger, T. Müller, Hugonet, Musonda (89. Hercher) – Ulrich (80. Michel), Mathisen, Stalmach (79. Hercher) – Atik, Zukowski (89. Breunig), Ghrieb (64. Tachie)
DSC Arminia Bielefeld: Kersken – Handwerker, Knoche, M. Bauer, Lannert (71. Boakye) – Wörl (71. Mehlem), Russo, Corboz (90+1 Yasar) – Rochelt, Uldrikis (79. Sarenren Bazee), Momuluh (80. Grodowski)
Schiedsrichter: Marc Philip Eckermann (Winnenden)
Zuschauer: 22 800
Gelbe Karten: Ghrieb, Mathisen – Lannert (4), Russo (4)
Tore: 0:1 (32.) Bauer, 0:2 (88.) Boakye

