1:3-Niederlage zum Auftakt in Dresden

Die Spielgemeinschaft zeigte gleich zu Beginn, wer die Heimmannschaft im Rudolf-Harbig-Stadion ist. Die Schwarz-Weiß-Blauen kamen in den ersten Minuten nicht mit dem Pressing der Gastgeber zurecht und mussten früh einige brenzlige Szenen überstehen. Die gefährlichste Chance hatte Dynamo durch Tom Zimmerschmied, der aus elf Metern am Tor vorbeizieht. Vorher hatte Claudio Kammerknecht Schlussmann Jonas Kersken geprüft. Angefeuert durch den Großteil der 29.898 Zuschauer (davon rund 1.000 Arminen) ließ Dresden nicht vom Druck ab und belohnte sich in der 14. Minute nach einem Konter. Nachdem Schiedsrichter Wolfgang Haslberger ein durchaus mögliches Foulspiel an Fabian Klos nicht ahndet, schalten Dennis Borkowski und Niklas Hauptmann am schnellsten und starten den Gegenangriff. Beim Versuch die flache Hereingabe von Hauptmann zu klären schießt Semi Belkahia den Ball ins eigene Tor. Schlussmann Kersken ist machtlos – 1:0 (14.).
In der Folge gelingt es nicht, Zugriff im Mittelfeld zu bekommen, während die SG Dynamo immer wieder hinter die Ketten und über die Außen zu Chancen kommt. Die beste Gelegenheit nutzte Zimmerschmied nicht, nachdem er von Hauptmann im Sechszehner völlig freistehend zum Abschluss kommt (21.). Es sollte aber der letzte Weckruf für die Mannschaft von Mitch Kniat gewesen sein, denn Mitte der ersten Hälfte kommt der DSC immer besser ins Spiel. Sowohl Aygün Yildirim als auch Niklas Shipnoski wussten über ihre Flügelpositionen zu gefallen, scheiterten jedoch an Torwart Stefan Drljaca oder an der Genauigkeit. Auch Kapitän Fabian Klos kann eine Biankadi-Yildirim-Kombination nicht veredeln und grätscht das Spielgerät knapp am Tor vorbei.
In der stärksten Druckphase der in rot spielenden Arminia fällt auf der Gegenseite das 2:0: Semi Belkahia trifft Zimmerschied im Zweikampf an der Hacke. Schiedsrichter Haslberger zögert nicht eine Sekunde und entscheidet auf einen vertretbaren Strafstoß, den Stefan Kutschke im rechten Eck versenkt (36.). Trotz des Rückstandes war es weiterhin eine ausgeglichene Partie, die Merveille Biankadi mit dem Halbzeitpfiff noch spannender machte. Einen Mizuta-Freistoß aus dem Halbfeld klärt Kevin Ehlers vor die Füße von Biankadi, der den Ball aus 15 Metern volley unter die Latte schießt (45.+3; 2:1) – Halbzeit.
Der zweite Durchgang beginnt verhaltener, mit wenigen Chancen vor den jeweiligen Toren. Es dauerte bis zur 58. Minute, bis Merv Biankadi das erste Mal wieder SG-Schlussmann Stefan Drljaca prüft. Mitte der zweiten Hälfte dreht das Spiel dann komplett. Zuerst erhöht Hauptmann auf 3:1, nachdem er von Zimmerschmied über links aus elf Metern bedient wird (65.). Dann zeigt sich Schiedsrichter Haslberger kompromisslos und schickt Mizuta vorzeitig zum Duschen. Einen Tritt in die Hacken von Kutschke bewertet der Schiedsrichter mit der Höchsstrafe (67.). In Unterzahl sollte der Mannschaft um Cheftrainer Mitch Kniat keine Gelegenheit mehr bekommen, das Spiel zu drehen. Im Gegenzug hatte auch Dresden keine Großchancen mehr, das Ergebnis zu erhöhen. Zum Ende des Spiels wechselte Kniat Henrik Koch ein (84.) und machte ihn mit 16 Jahren und 353 Tagen zum zweitjüngsten eingesetzten Spieler der Drittliga-Geschichte. Kurz danach beendet Haslberger die Partie.
Das erste Spiel der Saison geht somit bei spielstarken Sachsen verloren. Abe sowohl Leistung als auch Einstellung passten. Darauf lässt sich aufbauen! Weiter geht’s direkt am Dienstag im Westfalenpokal gegen die SG FA Herringhausen/Eickum. Anstoß am Dienstag, 8. August, ist um 18:30 Uhr.
SG Dynamo Dresden: Drljaca – Kammerknecht, Lewald, Ehlers, Park – Will, Zimmerschied (73. Herrmann) Hauptmann (79. Meier) – Borkowski (79. Oehmichen), Kutschke (73. Schäffler), Meißner (89. Vlachodimos)
DSC Arminia Bielefeld: Kersken – Lannert, Gohlke, Belkahia, Özkan (78. Oppie) – Biankadi (84. Koch), Schreck, Mizuta – Yildirim (62. Boujellab), Klos (C) (78. Schneider), Shipnoski (62. Wintzheimer)
Tore: Belkahia (ET; 1:0; 14.), Kutschke (Elf.; 2:0; 36.), Biankadi (2:1; 45.+4), Hauptmann (3:1; 65.)
Gelbe Karten: Kammerknecht, Hauptmann/Yildirim, Gohlke, Schreck
Rote Karte: Mizuta (67.)

