0:1-Niederlage gegen Dresden

Im ersten Rückrundenspiel der Saison 2023/24 nimmt Cheftrainer Mitch Kniat zwei Veränderungen in seiner Startelf vor. Für den rotgesperrten Max Großer rückt Semi Belkahia in die Innenverteidigung. Zudem beginnt Can Özkan auf dem Rasen, für ihn bleibt vorerst Marius Wörl auf der Bank.
Die Begegnung brauchte wenig Anlaufzeit, um auf Temperatur zu kommen. Jakob Lammer prüft Jonas Kersken gleich nach zwei gespielten Minuten. Aber unser Schlussmann zeigt sofort, dass er direkt im Spiel ist und klärt die Situation. Von jetzt an entwickelt sich eine muntere Anfangsphase, in der beide Mannschaften mit offenem Visier und extrem nassem und tiefem Untergrund Fußball arbeiten sollten. Nach zehn Minuten zeigt Schiedsrichter Patrick Kessel Gästestürmer Tom Zimmerschied die gelbe Karte, nachdem er sich völlig unnötig mit einer Schwalbe einen Freistoß ergaunern wollte. Im direkten Gegenzug hat Manuel Wintzheimer die beste DSC-Chance: Dynamos Schlussmann Stefan Drljaca kommt aus dem Sechzehner und trifft bei seinem Klärungsversuch den heranlaufenden Wintzheimer. Beim Versuch am Torwart vorbeizukommen klärt Dresden die Situation in letzter Sekunde.
Beide Teams sind trotz der schwierigen Verhältnisse bemüht, spielerische Lösungen zu finden und die gegnerischen Reihen zu überspielen. Daraus entwickelt sich eine hitzige und umkämpfte Partie, so wie sie sich Trainer Micht Kniat im Vorfeld gewünscht und erhofft hatte. Allerdings blieben dadurch Torchancen Mangelware. Der DSC schafft es immer wieder kompakt zu stehen und mit Can Özkan in der Fünferkette Bälle im Mittelfeld zu gewinnen, wenn dieser herausrückt und die Lücken sieht. Abschlüsse haben die Sachsen lediglich durch Lars Bünning (Ecke) und Niklas Hautpmann (Kersken-Parade). Die ruppige Begegnung sorgte jedoch dafür, dass Schiedsrichter Kessel die Begegnung immer öfter unterbrechen musste. Dabei erwischte der neutrale Mann nicht immer ein glückliches Händchen bei seinen Entscheidungen. Nach dem Distanzschuss von Zimmerschmied und der erneuten Abwehr von Kersken, beendet Kessel den ersten Durchgang.
Mit gleichem Personal und unveränderten Spielweise ging es gleich weiter in die zweite Halbzeit. Und trotz der immer schlechter werdenden Platzverhältnisse gab es jetzt deutlich mehr Torchancen auf beiden Seiten. Innerhalb weniger Minuten reihten sich Gelegenheiten von Manuel Wintzheimer aus der zweiten Reihe (56.), Stefan Kutschke aus kurzer Distanz (57.; drüber) und ein Klos-Kopfball (58.) aneinander. Die Führung auf dem Fuß hat Nicklas Shipnoski, der von Kapitän Fabian Klos auf die Reise geschickt wird und von halbrechts abschließt. Am Ende ist es Jakob Lewald der vor dem Einschlag das Bein dazwischen bekommt (60.).
Der Druck auf beiden Seiten nimmt nicht ab, den Gästen gelingt es nicht, die neue formierte Fünferkette zu überspielen und muss häufig aus der zweiten Reihe abschließen. Vor 20.041 Zuschauern schien es so, dass die Mannschaft, die das erste Tor erzielen würde, auch das Spiel gewinnt. Leider sind es die Gäste, die über Niklas Hauptmann mit 1:0 in Führung gehen. Jakob Lemmer nutzt den wenigen Freiraum, den er über die linke Seite bekommen hat, und bringt seine Flanke punktgenau auf den in der Mitte wartenden Hauptmann. Der wiederum ist eiskalt und köpft aus kurzer Distanz ein (78.). Das Unentschieden lag weiterhin in der Luft, aber kein Angriff der Schwarz-Weiß-Blauen sollte im Tor der Dresdener landen. Nach einer achtminütigen Nachspielzeit schickte der Unparteiische beide Teams in die Winterpause.
DSC Arminia Bielefeld: Kersken – Oppie, Schneider, Belkahia, Lannert – Özkan, Schreck, Biankadi – Wintzheimer, Klos, Shipnoski
SG Dynamo Dresden: Drljaca – Meier, Bünning, Lewald, Kammerknecht – Will, Hauptmann, Herrmann – Zimmerschied, Kutschke, Lemmer
Tore: Hauptmann (1:0; 78.)
Gelbe Karten: Belkahia, Biankadi /Zimmeschied, Lewald, Cueto, Lemmer
Zuschauer: 22.041

